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Lübeck So umweltfreundlich ist der Lübeck-Marathon
Lokales Lübeck So umweltfreundlich ist der Lübeck-Marathon
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19:00 11.10.2019
Das Organisationsteam und das Team von SG Medientechnik bauen die Bühne für den Marathon am Sonntag auf. Quelle: HL
Lübeck

Die Lübecker diskutieren seit Monaten über Umweltschutz und über Maßnahmen, mit denen der Klimawandel ausgebremst werden kann. Die Veranstalter des Stadtwerke-Lübeck-Marathons gehen mit gutem Beispiel voran. Mit diesen Maßnahmen soll die Laufveranstaltung  umweltfreundlicher werden.

 38000 biologisch abbaubare Trinkbecher

38 000 Trinkbecher sind für die Marathonteilnehmer bestellt – eine beachtliche Menge Müll, die da zusammenkommt. Zum ersten Mal bekommen die Läufer ihre Getränke in Bechern aus Maisstärke gereicht. Das ist nicht nur ein symbolisches, sondern auch ein finanzielles Zugeständnis an den Klimaschutz: Plastikbecher hätten die Organisatoren gestellt bekommen. Die biologisch abbaubaren Becher muss der Verein wiederum selbst bezahlen. Zugegeben: Die Pappbecher sind wirklich nur für die Läufergetränke geeignet. Die Behältnisse weichen zu schnell durch, als dass die Zuschauer darin eine halbe Stunde lang ihren Kaffee durch die Gegend tragen könnten, bis er abgekühlt ist. Für die Fans am Streckenrand gibt es dafür erstmalig Mehrweggeschirr. Ohnehin seien Laufveranstaltungen eine sehr reinliche Angelegenheit, weiß Roman Klawun. Seine Agentur „Pro Event“ organisiert regelmäßig Laufveranstaltungen in Norddeutschland. Nur ganz selten hätte er erlebt, dass Läufer ihren Müll achtlos ins Gebüsch werfen. Schließlich wollen sie auch beim täglichen Training eine saubere Umwelt genießen. Beim Lübeck-Marathon sorgen außerdem die Helfer dafür, dass kein Abfall auf der Strecke zurückbleibt. Selbst die Müsliriegel nehmen sie für die Läufer aus der Verpackung, damit die Plastikfolie nicht in einem Straßengraben entlang der Marathonstrecke landet. Das alkoholfreie „Finisher-Bier“ beim Zieleinlauf gibt es schon seit vielen Jahren nicht mehr aus der Plastikflasche.

Getränke werden an der Strecke gereicht: Jetzt sind die Becher aus recycelter Pappe. Quelle: Wolfgang Maxwitat

So kommen Sie an die Strecke

Der Skandinavienkai in Travemündebietet am Sonntag nicht nur einen tollen Blick auf Kreuzfahrtschiffe, sondern auch auf die Marathonstrecke. Ein kleiner Geheimtipp ist außerdem die Travemünder Allee. Entlang der Straße zu parken, ist während des Marathons schwierig. An die Brücke über die Travemünder Allee kann man sich aber mit dem Auto stellen. Von oben haben Schaulustige eine wunderbare Vogelperspektive auf den Lauf. Viel zu gucken gibt es auch auf den Wendepunkten der Strecke. Die Marathonläufer drehen auf der Promenade in Travemünde in Richtung Lübeck ab. Vorher umrunden sie den Leuchtturm auf der Mole. Das gesamte Areal ist damit ein beliebter Treff für alle Fans, die „ihren“ Läufer zur Halbzeit anfeuern möchten.

Wer den Marathonauf der Altstadtinsel miterleben möchte und dabei mit Auto anreist, muss vermutlich bei der Parkplatzsuche etwas Geduld mitbringen. Aber: Einige Parkplätze in der Stadt können am Sonntag kostenlos genutzt werden. Gegenüber der MuK gibt es am Sonntag Stellplätze für insgesamt 340 Autos. Auch die Parkplätze in der Kanalstraße können Marathonbesucher nutzen, ohne Parkgebühr zu zahlen. Ebenso können sie ihre Autos auf dem Parkplatz an der Lastadie am Sonntag kostenlos abstellen. Wer einen kleinen Fußmarsch in Kauf nehmen würde, kann sein Fahrzeug auch an der Possehlstraße umsonst abstellen. Wer auf diesen Parkplätzen keine Lücke für sein Auto findet, kann auch auf die kostenpflichtigen Parkhäuser ausweichen.

Der ÖPNV in der Innenstadt wird umgeleitet. Zwischen Mühlentorteller, Gustav-Radbruch-Platz und Moltkestraße und dem Hauptbahnhof umfahren die Busse die Marathonstrecke.

Der Skandinavienkai in Travemündebietet am Sonntag nicht nur einen tollen Blick auf Kreuzfahrtschiffe, sondern auch auf die Marathonstrecke. Ein kleiner Geheimtipp ist außerdem die Travemünder Allee. Entlang der Straße zu parken, ist während des Marathons schwierig. An die Brücke über die Travemünder Allee kann man sich aber mit dem Auto stellen. Von oben haben Schaulustige eine wunderbare Vogelperspektive auf den Lauf. Viel zu gucken gibt es auch auf den Wendepunkten der Strecke. Die Marathonläufer drehen auf der Promenade in Travemünde in Richtung Lübeck ab. Vorher umrunden sie den Leuchtturm auf der Mole. Das gesamte Areal ist damit ein beliebter Treff für alle Fans, die „ihren“ Läufer zur Halbzeit anfeuern möchten.

Wer den Marathonauf der Altstadtinsel miterleben möchte und dabei mit Auto anreist, muss vermutlich bei der Parkplatzsuche etwas Geduld mitbringen. Aber: Einige Parkplätze in der Stadt können am Sonntag kostenlos genutzt werden. Gegenüber der MuK gibt es am Sonntag Stellplätze für insgesamt 340 Autos. Auch die Parkplätze in der Kanalstraße können Marathonbesucher nutzen, ohne Parkgebühr zu zahlen. Ebenso können sie ihre Autos auf dem Parkplatz an der Lastadie am Sonntag kostenlos abstellen. Wer einen kleinen Fußmarsch in Kauf nehmen würde, kann sein Fahrzeug auch an der Possehlstraße umsonst abstellen. Wer auf diesen Parkplätzen keine Lücke für sein Auto findet, kann auch auf die kostenpflichtigen Parkhäuser ausweichen.

Der ÖPNV in der Innenstadt wird umgeleitet. Zwischen Mühlentorteller, Gustav-Radbruch-Platz und Moltkestraße und dem Hauptbahnhof umfahren die Busse die Marathonstrecke.

Helfer sind in diesem Jahr mit E-Rollern unterwegs

Stichwort Helfer: In den vergangenen Jahren waren die freiwilligen Helfer beim Lübeck-Marathon manchmal mit Fahrrad, vor allem aber mit Motorrad oder Auto entlang der Strecke unterwegs. Das ändert sich in diesem Jahr: Zwölf der 15 Abschnittsleiter fahren am Sonntag mit E-Roller ihren Teil der Strecke ab. Wichtig dabei: Diejenigen, die mit so einem Gefährt unterwegs sind, müssen sich auch trauen, damit zu fahren. Natürlich lassen sich nicht alle Aufgaben per E-Roller erledigen, und natürlich kann nicht jeder Helfer einen eigenen Scooter bekommen. Schwere Absperrungen müssten nun einmal mit dem Auto transportiert werden. Genauso müssen alle Marathon-„Aussteiger“ mit dem Bus eingesammelt werden.

Flugs von A nach B: E-Scooter stehen für die Abschnittsleiter bereit. Quelle: LN

Transponder werden jetzt an den Startnummern befestigt

Jeder Marathonläufer hat einen kleinen Begleiter mit auf der Strecke. Jeder bekommt einen kleinen Transponder angeheftet, der die Zeit misst. Die Teilnehmer bekommen den Transponder in diesem Jahr aber nicht wie sonst an den Schuh geklemmt. Stattdessen wird der kleine Chip jetzt in die Startnummern eingearbeitet. Das ist kostengünstig und lässt außerdem weniger Müll zurück, denn die Startnummern werden ohnehin gebraucht. Für einige Läufer sei das sicherlich im ersten Moment ungewohnt, vermutet Roman Klawun. Auf der Strecke vergessen die meisten Athleten ohnehin, dass sie einen Transponder bei sich tragen.

Diese Straßen sind für den Marathon gesperrt

Mit Vor- und Nachbereitungen kommt es von 8 bis 18 Uhr zu Verkehrsbehinderungen entlang der Marathonstrecke. Start- und Zielpunkt ist wie gewohnt der Kohlmarkt. Die Marathonstrecke verläuft über die Holstenstraße und den Holstentorplatz, anschließend an der Untertrave entlang.

Im Innenstadtkern ist die Strecke vom Gustav- Radbruch- Platz über die Burgtorbrücke, die Große Burgstraße, Koberg und Breite Straße während der gesamten Veranstaltung gesperrt. Auch der Kohlmarkt und die Sandstraße sind dicht – der Kohlmarkt sogar schon in der Nacht vor dem Marathon. Sie erreichen den Stadtkern aus Richtung Norden über die BAB A1 (Abfahrt Zentrum) oder über die anderen Innenstadtzufahrten (Mühlentorbrücke, Hüxtertorbrücke, Hubbrücke, Drehbrücke). Die Holstenstraße, der Holstentorplatz bis zur Kreuzung Possehlstraße / Willy- Brandt-Allee sowie die weitere Laufstrecke über An der Untertrave, Beckergrube bis zur Breiten Straße wird um 10 Uhr für 20 Minuten gesperrt. Danach ist die Strecke frei.

Die Travemünder Allee/B 75 ist stadteinwärts ab Abfahrt Israelsdorf während des Marathons komplett gesperrt. Die Bushaltestellen dort werden nicht angefahren. Dann müssen die Marathonläufer durch den Herrentunnel. Im Herrentunnel wird der Verkehr geregelt, damit die Läufer den Tunnel queren können. In Fahrtrichtung Norden haben die Läufer Vorrang. Die Abfahrt „Am Stau“ bleibt unter Einschränkungen befahrbar.

Der Stadtteil Kücknitz kann nur über die Seelandstraße angefahren werden. Die Abfahrt Siems (B 75) ist stadtauswärts gesperrt, so dass über die Solmitzbrücke gedreht und die Abfahrt Siems, stadteinwärts, benutzt werden muss. Die Busse werden Kücknitz ebenfalls über die Seelandstraße anfahren. Die Travemünder Landstraße ist von der Einmündung Solmitzstraße bis zum Skandinavienkai gesperrt. Die Bushaltestellen werden nicht angefahren, die Busse fahren über die B 75.

Ivendorf kann nur über Pöppendorf, Ovendorf, Teutendorf und Travemünde angefahren werden. Die Ivendorfer Landstraße ist zwischen Frankenkrogweg und Rönnauer Weg gesperrt. Das Pommernzentrum kann nur über die Feuerwehrzufahrt am Rönnauer Weg angefahren werden. Die Busse fahren zum Pommernzentrum, dafür fährt die Priwallfähre von 10 Uhr 30 bis 13 Uhr 30 nicht.

Marathon soll ab kommendem Jahr CO2 -Zertifikat erhalten

Ab dem kommenden Jahr soll der Marathon außerdem CO2 -zertifiziert werden. Das heißt: Die Veranstalter geben beim Klimaschutz-Unternehmen „Arktik“ alle Daten rund um die Veranstaltung an. Wie viele Kilometer wurden für die Vorbereitung gefahren? Von wo sind die Teilnehmer angereist? Kommen die ausgeschenkten Getränke und Lebensmittel aus der Region? All das wird dann ausgewertet und die harten Fakten kommen auf den Tisch: Wie umweltfreundlich ist der Lübeck-Marathon wirklich? Eventmanager Roman Klawun findet, dass der Lübeck-Marathon schon heute gut dasteht. So bemühen sich die Veranstalter seit Jahren, Getränke und Snacks für die Läufer von regionalen Anbietern zu beziehen. Die Neuerungen beim diesjährigen Marathon sind ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

sperrungen Marathon Quelle: Wenzel

Von Sophie Schade

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