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Lübeck Lübeck bewirbt sich: Kommt das Olympische Feuer in die Hansestadt?
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Special Olympics World Games 2023: Lübeck bewirbt sich als Host Town

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18:00 21.10.2021
Genau wie das Olympische Feuer für Olympia 2022 in Peking (hier im Bild), wird auch bei den Special Olympics World Games 2023 eine brennende Fackel bis nach Berlin getragen – vielleicht auch durch Lübeck.
Genau wie das Olympische Feuer für Olympia 2022 in Peking (hier im Bild), wird auch bei den Special Olympics World Games 2023 eine brennende Fackel bis nach Berlin getragen – vielleicht auch durch Lübeck. Quelle: Zheng Huansong
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Lübeck

Die Vorbereitungen für die Special Olympics World Games 2023 sind in vollem Gange. Das Event, bei welchem Sportlerinnen und Sportler aus der ganzen Welt mit geistiger und mehrfacher Behinderung gegeneinander antreten, kommt im Juli des übernächsten Jahres nach Berlin und damit zum ersten Mal nach Deutschland.

Bevor sich die Nationen jedoch in den verschiedensten Sportarten miteinander messen, kommen sie für vier Tage vor dem Wettkampf in verschiedenen deutschen Städten, den sogenannten Host Towns, unter. Auch Lübeck hat sich für das Host-Town-Programm, das unter dem Motto „170 Nationen – 170 inklusive Kommunen“ steht, beworben. Mit etwas Glück brennt das Olympische Feuer 2023 also auch in der Hansestadt.

Bewerbung mit inklusiver Idee

Noch bis zum 31. Oktober haben Kommunen aus ganz Deutschland die Möglichkeit, sich für das Host-Town-Programm mit einem Motivationsschreiben, einem Programmentwurf und einer inklusiven Idee zu bewerben. Mit der Unterstützung des Turn- und Sportbundes Lübeck hat die Hansestadt ihre Bewerbung, inklusive eines Bewerbungsvideos, bereits eingereicht und sich als Host Town für ein Nationenteam mittlerer Größe beworben. Nun wartet man gespannt auf das Ergebnis.

Begeisterung bei Mitwirkenden

Die Entscheidungen bezüglich der Bewerbung seien laut Karsten Schwarz vom TSB Lübeck einstimmig verlaufen. „Wir haben überall offene Türen eingerannt“, berichtet Schwarz. Darüber hinaus sei Schwarz besonders von den vielen Akteuren aus Schulen, Sportvereinen und Kitas, die bei der Bewerbung mitgewirkt haben, begeistert. Bürgermeister Jan Lindenau schließt sich an: „Es freut mich, dass es gelungen ist, so viele Engagierte aus Sport, Wirtschaft und Gesellschaft für eine inklusive Stadt zu gewinnen, die die Bewerbung unterstützen.“

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Sport für ein verstärktes Miteinander

Das Projekt, mit dem sich die Hansestadt als Host Town bewirbt, steht unter dem Motto „Gemeinsam Bewegen – Von Klein bis Groß“. Dieses setzt sich aus den Bausteinen „Familien in Bewegung – sich gemeinsam bewegen“ und „Auf die Plätze, fertig, LOS! – der Lübecker Sport ist sichtbar inklusiv“ zusammen. Bereits ab dem nächsten Jahr will die Hansestadt mit dem Projekt durch Sport und Bewegung für ein stärkeres Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung sorgen, und das auch, wenn Lübeck letztlich keine Host Town wird. Ein Zuschlag Lübecks als Host Town gelte laut Senatorin Monika Frank nur noch als zusätzlicher Motivator.

Optimismus vor dem Ergebnis

Gegen Ende des Jahres rechnet Karsten Schwarz mit der Bekanntgabe der 170 Host Towns für 2023. Die Chancen der Hansestadt stehen aus seiner Sicht dabei gut. „Bei so viel Enthusiasmus kann das Komitee nur für uns entscheiden“, sagt er optimistisch. Mit etwas Glück besucht dabei auch das Olympische Feuer die Hansestadt. Dann laden die Stadt und der Turn- und Sportbund alle Lübecker dazu ein, das Feuer durch das Holstentor ein Stück auf dem Weg nach Berlin zu begleiten.

Von Mathis Glöckner