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Lübeck St. Petri inszeniert Abend über den Himmel
Lokales Lübeck St. Petri inszeniert Abend über den Himmel
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14:42 24.05.2019
Lichtprojektionen und eigens entwickelte Sternen-Animationen werden im Kirchenraum geboten. Quelle: Thorsten Biet/hfr
Innenstadt

Pastor Bernd Schwarze liebt ungewöhnliche Veranstaltungsformate, und seine Wirkungsstätte, Lübecks Kulturkirche St. Petri, bietet dafür den passenden Raum. „Mit christlichen Themen mal anders umzugehen als üblich, sie spielerisch zu erzählen, ein bisschen umfassender und dafür unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, mit Poesie, in Bildern, mit Musik und selbstverständlich ausgestattet mit reichlich Informationen – das ist mein Ziel“, erklärt der Theologe. Und nachdem er sich mit „Supper’s Ready“ schon dem Sakrament Abendmahl mit Rockmusik und Tanz genähert hat, das Leiden und Sterben Jesu mit einem „Abend über den Schmerz“ zu Karfreitag beleuchtet hat, soll es jetzt dem kalendarischen Anlass angemessen um Christi Himmelfahrt gehen.

Mysterium, mythologisches Motiv, Metapher

„Die Himmelfahrt ist ein Mysterium, ein mythologisches Motiv, eine Metapher, die sich jeder Mensch mal mehr, mal weniger oder auch gar nicht, je nach Fantasie und Glaubensausstattung, vorstellen kann“, so Schwarze. Am Vorabend zu Christi Himmelfahrt wird nun in St. Petri der Himmel wissenschaftlich umfassend betrachtet und in Licht, Ton und Spiel künstlerisch inszeniert. „Das All und das Nichts“ heißt diese Spätveranstaltung am Mittwoch, 29. Mai, um 21.30 Uhr. Und der rund zweistündige „Abend über den Himmel“ ist als eine Gemeinschaftsproduktion der drei Lübecker Hochschulen zusammen mit dem St. Petri Kuratorium konzipiert.

Lichtprojektionen und Sternen-Animationen

Sobald die Sonne untergeht, werden ausdrucksstarke Lichtprojektionen und eigens entwickelte Sternen-Animationen auf die Segel und in die Gewölbe der Kirche dem Himmels-Thema den Raum bereiten. Expertinnen und Experten verschiedener Wissensgebiete stellen in kurzen Impulsen ihre Erkenntnisse und Deutungen zur großen Metapher vor. So wird Uni-Professor Alexander Münchau äußere und innere Bewegungen vom Himmel in die Höhle beschreiben. Isabella Beyer, TH-Professorin für Immersive Medien, die auch gemeinsam mit ihren Mitarbeitern und Studierenden die umfangreichen Animationen eingerichtet hat, wird über den Kosmos und die virtuelle Welt sprechen. Und Prof. Bernd Ruf von der Musikhochschule referiert zum Thema: „Musik im Himmel – Himmel in der Musik“.

Über die Entstehung der Welt

Physiker, Wissenschaftsjournalist und Sachbuchautor Prof. Stefan Klein hält den Hauptvortrag. Quelle: St. Petri

Den Hauptvortrag des Abends wird der bekannte Wissenschaftsjournalist und Sachbuchautor Prof. Stefan Klein halten. In seiner letzten Publikation „Das All und das Nichts“ gibt Klein Antworten auf die grundsätzlichen Fragen zur Entstehung der Welt. Dabei regt der Physiker und Philosoph die Leserinnen und Leser vor allem zum Staunen an. Nach der Veranstaltung signiert er seine Werke am Büchertisch der Buchhandlung Arno Adler.

Dazu wird neben den Wortbeiträgen himmlische Poesie von Sagengestalten – gespielt von Steffi Büttner und Ludwig-Christian Glockzin – und ein kosmischer Soundtrack das Kirchenschiff erfüllen. Michael Knarr (Elektronik und Bass), Lukas Kowalski (Gitarre), Bernd Ruf (Saxofon) sowie St.-Petri-Hausherr Bernd Schwarze (Percussion) höchstselbst improvisieren zu den Titeln „Rise (&Fall?)“, „Andromeda“ und „Trance-Zen-Dance“. Knut Winkmann vom Theater Lübeck führt Regie.

Ein Abend zum Genießen und Staunen

„Wir möchten den Wandel der Weltbilder reflektieren: vom religiös überwölbten Himmel der biblischen Zeit bis zur ,transzendentalen Obdachlosigkeit‘ unserer Tage“, fasst Schwarze zusammen. Und auf die Frage, ob diese Nacht in St. Petri nur für Gebildete geeignet sei, antwortet er: „Nein, es darf auch einfach nur genossen und gestaunt werden . . . und am Ende vielleicht sogar getanzt.“ Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Michael Hollinde

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