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Lübeck Stadt prüft Raumluft in Schulen
Lokales Lübeck Stadt prüft Raumluft in Schulen
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15:47 21.12.2018
Räume der Pestalozzi-Schule stehen unter besonderer Beobachtung der Umweltingenieure, die die Raumluft messen. Quelle: Hansestadt Lübeck/HFR
Lübeck

Das Lüften reicht nicht mehr. An der Pestalozzi-Schule muss der Parkettboden versiegelt werden, damit gesundheitsgefährdende Stoffe nicht aus dem Fußboden in die Raumluft gelangen. Die Stadt teilt mit, „dass die Bemühungen, den Richtwert einzuhalten, nochmals intensiviert werden.“ Ab Januar 2019 werden die Fußböden mit einer Spezialfolie abgedeckt und es wird ein neuer Bodenbelag eingebaut.

Die 1900 eröffnete Schule in der Fackenburger Allee wurde mit Parkettfußboden ausgelegt. Bis in die 1970er Jahre sei es Stand der Technik gewesen, zum Verkleben des Parketts Teerklebstoffe zu verwenden, sagt die Stadtverwaltung. Die Klebstoffe können „mehr oder weniger bedenkliche Gehalte an polycyclisch, aromatischen Kohlenwasserstoffen enthalten. Diese sogenannten Paks sind gesundheitsschädlich, einige sind krebserregend. Deshalb würden Umweltingenieure jedes Jahr die Luft in ausgewählten Räumen der Schule messen.

Intensives Lüften helfe dagegen, sagt die Verwaltung. Die Belastung der Raumluft würde dadurch so gering, dass auch bei empfindlichen Menschen keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten seien. In allen älteren Schulen, die die Stadt überprüft, seien „die Befunde bisher so niedrig, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen mit zielgerichtetem Lüften und einer Intensivierung der Reinigung entgegengewirkt werden konnte.“ Nur in der Pestalozzi-Schule reiche das nicht mehr, deshalb muss der Boden versiegelt werden.

In der Grundschule Wulfsdorf waren nach Angaben der Stadt Räume vorübergehend gesperrt. Aber es wurden keine Schadstoffe in der Luft gemessen. Quelle: LN-Archiv/Maxwitat

Auch in der Grundschule Wulfsdorf wurden Messungen vorgenommen. Dort plant ein Verein einen Anbau an ein Nebengebäude der kleinen Grundschule. Das städtische Gebäudemanagement (GMHL) hat Proben des Putzes an der Wand genommen. Bei diesen Materialproben kam heraus, dass die Dämmung der Decken aus künstlichen Mineralfasern bestehen. Künstliche Mineralfasern können Haut- und Atemwegsreizungen auslösen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Fasern aus dem Putz austreten und in die Raumluft gelangen, sei sehr gering. „Vorsorglich wurde der betroffene Bereich für den Schulbetrieb und andere Nutzungen vorübergehend gesperrt“, sagt die Verwaltung. Das Umweltamt veranlasste Raumluftproben in verschiedenen Räumen und ließt weitere Wandproben entnehmen. Nach Angaben der Verwaltung liegen die Messergebnisse inzwischen vor: „Es wurden keine Schadstoffe in der Luft gemessen, so dass die Räume wieder genutzt werden können.“

Kai Dordowsky

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