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Lokales Lübeck Stadt Lübeck richtet schnelles WLan in der Altstadt ein
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09:37 21.09.2019
Bürgermeister Jan Lindenau stellt die digitale Strategie vor. Quelle: Wolfgang Maxwitat
Innenstadt

2020 soll die erste Stufe der Digitalisierung Lübecks durch die Stadt gezündet werden. Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) kündigte auf der Stadtteilkonferenz Innenstadt den Ausbau einesöffentlichen und kostenlosen WLan-Netzes zunächst im Bereich Markt, Fußgängerzone, Holstenstraße und zusätzlich in den Bürgerservicebüros in den Stadtteilen an.

Stadtwerke sollen WLan-Netz einrichten

Laut Lindenau wird die Übertragungsgeschwindigkeit zwischen 150 und 200 Megabits liegen. Alle Personen, die sich innerhalb des Gebiets aufhalten, können sich in das Netz kostenlos einloggen. Die sogenannten Gateways, die technisch dafür nötig sind, würden von den Stadtwerken eingerichtet, sagte der Verwaltungschef auf LN-Anfrage. Der kommunale Versorger richtet auch das WLan in den Bürgerservicebüros, die ab November dieses Jahres nach und nach eröffnet werden.

Die wichtigsten Informationen auf der Stadtteilkonferenz

Die Stadtwerke sollen auch den stadtweiten Ausbau eines Glasfasernetzes übernehmen. Der Aufsichtsrat des Versorgers hat sich bereits mit den finanziellen und technischen Dimensionen beschäftigt. Nach Angaben des Bürgermeisters müssten die Stadtwerke dafür in den kommenden zehn bis 15 Jahren insgesamt zweistellige Millionenbeträge in die Hand nehmen.

Bis zu 80 Prozent der Bürger ans Glasfasernetz anschließen

Ziel des Glasfaserausbaus ist, langfristig bis zu 80 Prozent der Bevölkerung mit Breitbandanschlüssen zu versorgen. „Wir reden über den Aufbau einer neuen Infrastruktur, als würde man ein neues Wasser- oder Gasnetz aufbauen“, erklärte Lindenau. Überall dort, wo Straßen ohnehin aufgerissen würden, kommen Leerrohre gleich mit in die Erde – beispielsweise in der Mengstraße.

Die großen, privaten Anbieter würden Lübeck derzeit nicht richtig auf dem Schirm haben, sagte der Bürgermeister auf der Stadtteilkonferenz. „Die großen Versorger planen derzeit schwerpunktmäßig den Ausbau des 5-G-Funkstandards“, bestätigte Lindenau auf LN-Anfrage. „Glasfaser findet immer mal wieder punktuell statt, aber nicht unter einer stadtweiten Ausbaustrategie.“

Zehn Stadtteilkonferenzen

In acht der zehn Stadtteile Lübecks haben Bürgerversammlungen stattgefunden, auf denen die Senatoren die aktuellen Bauvorhaben und Themen in den jeweiligen Stadtteilen vorstellen. Den Anfang machte Travemünde Ende vergangenen Jahres, die jüngste Konferenz wurde im Rathaus für die Innenstadt absolviert. Weitere Versammlungen folgen in St. Gertrud und St. Lorenz Süd. Detaillierte Informationen über die Themen gibt es unter buergerservice.luebeck.de.

Auch das Thema leerstehende Einzelhandelsflächen packt die Stadt an. Lindenau kündigte auf der Stadtteilkonferenz an, dass die städtische Wirtschaftsförderung eine/einen Leerstandsmangerin/manager einstellen werde. Aufgabe: Aktiv auf die Eigentümer der leerstehenden Flächen zugehen und Ideen für die Vermietung entwickeln.

Immobiliengipfel mit den Eigentümern

Laut Wirtschaftsförderung standen 2017 in der Innenstadt 13 000 von 121 000 Quadratmetern Verkaufsfläche leer, das waren 10,7 Prozent. Stadtweit lag die Quote bei fünf Prozent. „Ich habe keine Sorge um die Altstadt, aber wir müssen Aktivitäten entfalten, damitLeerstand nicht zum Problem wird“, erklärte der Bürgermeister auf LN-Anfrage. Ende Oktober wird es dazu in den Media Docks einen Immobiliengipfel „Zukunftsfähige Innenstadt“ geben, bei dem es auch um die Frage geht, was andere Städte besser machen.

Bausenatorin Joanna Hagen (parteilos) bereitete die Bürger auf der Stadtteilkonferenz auf weitere Baumaßnahmen in den nächsten Jahren vor. Die Stahlkonstruktion der Burgtorbrücke müsse in vier bis fünf Jahren saniert werden. Bei der Mühlentorbrücke stehe in den nächsten Jahren eine acht bis neun Millionen Euro teure Grundinstandsetzung an.

OzD plant Trainings- und Gesundheitszentrum

Die Hüxtertorbrücke müsse für zehn Millionen Euro saniert werden. Für die Rehderbrücke sei im nächsten Jahr eine ein- bis zweiwöchige Sperrung geplant. Die Baustellen Mühlendamm und Drehbrückenplatz seien bis Jahresende fertig. In der Mengstraße dagegen werden noch bis zum Februar 2022 gebuddelt.

Auch in den Schulen wird fleißig gewerkelt. Im Katharineum werden 76 Holzfenster ausgewechselt. Die alte Turnhalle des Johanneums soll ab 2020 für 650 000 Euro erneuert werden. Und in der Hauptturnhalle der OzD soll eine Hausmeisterwohnung zu einem Trainings- und Gesundheitszentrum umgebaut werden. Hagen: „Es gibt bereits eine Baugenehmigung.“

Von Kai Dordowsky

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