Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Umfrage zum Bürgerservice
Lokales Lübeck Umfrage zum Bürgerservice
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:05 03.01.2019
Melanie Wöhlk, Bereichsleiterin für Melde-, Gewerbe- und Verkehrsangelegenheiten: „Welchen Service wollen die Bürger?“
Melanie Wöhlk, Bereichsleiterin für Melde-, Gewerbe- und Verkehrsangelegenheiten: „Welchen Service wollen die Bürger?“ Quelle: Wolfgang Maxwitat
Anzeige
Lübeck

Die Stadtverwaltung startet am Montag, 7. Januar, eine große Umfrage zum Bürgerservice. Die Verwaltung will für ihren Neustart in Sachen Stadtteilbüros wissen, welchen Service sich die Bürger wünschen. Bürgermeister Jan Lindenau (SPD): „Die Fragebögen sollen uns helfen, die Wünsche frühzeitig im Rahmen der Neukonzeptionierung mit einzuplanen.“ Innensenator Ludger Hinsen (CDU) appelliert an die Lübecker, diese Umfrage weidlich zu nutzen: „Teilen Sie uns mit, wie wir schneller und flexibler Serviceleistungen anbieten können.“

In der Umfrage geht es beispielsweise um Öffnungszeiten der Stadtteilbüros, um die Erreichbarkeit der Angestellten und Beamten und um weitere amtliche Dienstleistungen, die die Bürger vor Ort erledigen wollen. „Sollen wir die Servicezeiten anpassen?“, will Melanie Wöhlk, Bereichsleiterin für Melde-, Gewerbe- und Verkehrsangelegenheiten, wissen, „gibt es bestimmte Tage und Uhrzeiten, an denen die Bürger ihre Angelegenheiten erledigen wollen?“

Vor vier Jahren wurde der Bürgerservice noch massiv abgebaut. Stadtteilbüros wurden geschlossen, die Kfz-Zulassung im Meesenring konzentriert. Dort kam es 2014 und 2015 zu chaotischen Szenen, als sich lange Schlangen vor der Behörde bildeten. Bei den verbliebenen Stadtteilbüros mussten Bürger wochenlang auf Termine warten. Ein besserer Bürgerservice wurde im Bürgermeister-Wahlkampf und im Kommunalwahlkampf zum beherrschenden Thema.

Das Stadtteilbüro in der Dr.Julius-Leber-Straße soll modernisiert werden. Quelle: Hannes Lintschnig

Aktuell sei die Lage weitgehend entspannt, berichtet Wöhlk. Vor den Behörden würden sich keine Warteschlangen mehr bilden. Bürger würden innerhalb von zwei Werktagen Termine erhalten. „Im Moment haben wir nur bei der Führerscheinstelle längere Wartezeiten, aber neues Personal kommt“, versichert Wöhlk.

Seit Mai vergangenen Jahres stellt die Stadt ihren Bürgerservice neu auf. Zunächst wurde eine zentrale Behördenrufnummer (04 51/115) eingeführt, die montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr erreichbar ist. Das Online-Angebot der Verwaltung wurde komplett überarbeitet. Die Serviceangebote sind unter www.buergerservice.luebeck.de abrufbar.

Senat nimmt zwei Millionen Euro in die Hand

Die Bürgerschaft hat entschieden, dass geschlossene Stadtteilbüros wieder geöffnet werden und auch die Kfz-Zulassung wieder übernehmen. Der Senat nimmt dafür zwei Millionen Euro in die Hand. In Kücknitz wird das frühere Büro am Kirchplatz wieder eröffnet. In Moisling wird eine vorübergehende Lösung am Moislinger Berg gegenüber dem früheren Standort angestrebt, bis die Neue Mitte Moisling fertig ist. Die bestehenden Standorte Innenstadt und Meesenring werden modernisiert. Für die Wiedereröffnung in St. Lorenz Nord sucht die Verwaltung noch nach einem Standort. In Travemünde wird eine Außenstelle in Büros der Kurverwaltung eingerichtet. Und im Hochschulstadtteil wird in der Carl-Gauß-Straße eine völlig neue Anlaufstelle geschaffen.

Die Online-Umfrage ist ab 7. Januar freigeschaltet. Hier geht es zur Umfrage. Außerdem liegen in den Stadtteilbüros in der Dr.Julius-Leber-Straße und im Meesenring Fragebögen in Papierform aus. Die Umfrage läuft sechs Wochen lang.

Kai Dordowsky

Lübeck/Quilpué - Festliche Pause in Quilpué
03.01.2019
Stadt plant Nahverkehr der Zukunft - 25 oder 27 Millionen Fahrgäste?
03.01.2019