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Lübeck Der alte Tunnel für Fußgänger kommt weg
Lokales Lübeck Der alte Tunnel für Fußgänger kommt weg
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16:00 20.03.2019
Der unbeliebte Tunnel für Fußgänger unter dem St.-Jürgen-Ring wird 2020 durch einen Übergang mit Ampeln ersetzt. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
St. Jürgen

„Wir haben eine Lösung gefunden“, berichtete Bausenatorin Joanna Hagen (parteilos) vor 100 Bürgern in der Aula der Grund- und Gemeinschaftsschule St. Jürgen. Der St.-Jürgen-Ring wird in zwei Abschnitten saniert. 2019 erfolgen die ersten Baumaßnahmen, 2020 der zweite Abschnitt. Dann wird auch der Fußgängertunnel aus den 1970er Jahren beseitigt. Stattdessen wird es einen ebenerdigen Übergang mit Ampeln geben.

Rund 100 Bürger verfolgten die Ausführungen der Senatoren in der Aula der Grund- und Gemeinschaftsschule St. Jürgen. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Seit Jahren mahnen die in der St.-Jürgen-Runde organisierten Bürger eine Lösung an. 750 Unterschriften wurden im vergangenen Jahr gesammelt, um Druck zu machen. Bei einer St.-Jürgen-Runde im Juni 2018 machte Hagen den Bürgern noch keine große Hoffnung.

Bausenatorin Joanna Hagen (parteilos) erklärte den Stadtteilbewohnern die aktuellen Baumaßnahmen in St. Jürgen. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Für den Bahnübergang an der Ratzeburger Allee, der viele Menschen im Stadtteil und zahlreiche Autofahrer nervt, wird es keine große Lösung wie einen Tunnel oder eine Brücke geben. Die Bauverwaltung versucht in Gesprächen mit der Bahn, wenigstens die Zeiten, in denen die Schranken geschlossen sind, zu verringern. „Die Schließzeiten für Züge aus Lübeck können um rund 40 Sekunden pro Schließvorgang verkürzt werden“, sagte die Senatorin.

Um 40 Sekunden könnte die Schließung der Schranken am Bahnübergang Ratzeburger Allee verkürzt werden, wenn die Bahn neue Signale aufstellt. Quelle: LN-Archiv

Dazu müsste die Bahn allerdings bis zu 900 000 Euro in neue Signale zwischen Bahnhaltepunkt und Bahnübergang investieren. Das habe die Bahn inzwischen bestätigt und die Kosten benannt. Diese Summe sei nötig, weil die Signalanlage auf ein Stellwerk geschaltet und in die Software integriert werden müsse, sagte Hagen. Die Verkürzung der Zeiten, in denen die Schranken dicht sind, sei unabdingbar, weil die Zahl der Güterzüge künftig auf 15 pro Tag zunehmen werde – von derzeit drei in der Woche.

Beim Thema Parken rund um das Uni- und UKSH-Gelände gibt es nur kleine Fortschritte, die den Bürgern nicht genügen. Die Verwaltung untersucht derzeit die Lage an Stadtweide, Bürgerweide, Stecknitzsiedlung und rund um den Campus. Um Anwohnerparkrechte anzuordnen, benötige die Verwaltung Daten. „Wir brauchen diese Grundlagen, damit wir mit einer Anordnung von Anwohnerparkplätzen vor Gerichten nicht Schiffbruch erleiden“, sagte Bürgermeister Jan Lindenau (SPD).

Sternwarte kommt an die Schule Grönauer Baum

Echte Fortschritte verkündeten Kultursenatorin und Innensenator. „Die Sternwarte kommt an die Schule Grönauer Baum“, versicherte Kathrin Weiher (parteilos). Die Possehl-Stiftung unterstütze den Verein, der die Sternwarte betreibt, mit einer namhaften Summe. Im Sommer werde in der Carl-Gauß-Straße ein Stadtteilbüro eröffnet, in dem die Bürger Kfz- und Meldeangelegenheiten erledigen können, berichtete Ludger Hinsen (CDU).

Zahlreiche Baumaßnahmen laufen in dem Stadtteil – und etliche weitere stehen vor der Tür. Die Grundinstandsetzung der Wakenitzbrücke zieht sich bis November 2020 hin. Der Umbau und die Erweiterung der Grund- und Gemeinschaftsschule im Mönkhofer Weg hat begonnen, am 8. Mai ist Grundsteinlegung. Die Entsorgungsbetriebe (EBL) schließen Mitte dieses Jahres ihre Arbeiten am Geniner Ufer ab und buddeln in zahlreichen Straßen, um Hausanschlüsse zu verlegen.

Neubaugebiet Geniner Ufer schrumpft

Das Neubaugebiet Geniner Ufer schrumpft etwas. Stadtplanerin Katharina Belchhaus berichtete auf der Stadtteilkonferenz, dass Flächen hinter dem Behördenparkplatz und rechts von der Straße Bei der Gasanstalt nun doch nicht mit Wohnungen bebaut werden können und die Gewerbebetriebe bestehen bleiben. Das hat Folgen: Für die Kita und die Schule, die dort entstehen sollen, müssen neue Standorte gesucht werden. Die betroffenen Flächen würden sich in privatem Eigentum befinden, sagte Bausenatorin Hagen.

Kai Dordowsky

Eine 23-Jährige beschäftigte die Polizisten in Lübeck am Dienstagabend. Die Beamten halfen der Frau, weil sie nach einem Streit mit ihrem Freund von diesem aus dem Auto geworfen wurde.

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Die Königpassage soll zum Stadtteilbüro werden. Dafür will Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) das Gebäude in der Königstraße mieten – für 1,4 Millionen Euro pro Jahr. Kritik kommt von Grünen, FDP und Linken.

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Die Stadtschule in Travemünde ist am Mittwoch evakuiert worden. Gegen 12.30 Uhr mussten rund 200 Schüler das Gebäude verlassen. Etliche Personen wurden ins Krankenhaus gebracht. Am Donnerstag fällt die Schule aus.

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