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Felix Schulz von Thun bringt als Kooperationsmanager bei den Stadtwerken innovative Projekte mit Partnern aus Lübeck voran. Quelle: Fotos: Philipp Aissen
Lübeck

Die Energiewende ist in aller Munde. Eine Schlüsselrolle auf dem Weg zu einer nachhaltigen Stromversorgung spielt dabei das Verteilnetz. Dezentrale Erzeugungsanlagen wie Photovoltaik-Anlagen oder kleine Blockheizkraftwerke, aber auch große Verbraucher wie E-Ladesäulen werden zunehmend in Lübeck installiert. Für das Verteilnetz bedeutet diese Ein- und Ausspeisung eine große Belastung und für die Stromnetzplaner eine enorme Herausforderung.

Mit den neuen Technologien tauchen auch neue Fragen auf. „Eine E-Ladesäule verbraucht in etwa so viel Strom wie ein Einfamilienhaus. Da muss man vorher schauen, ob das Verteilnetz vielleicht ertüchtigt werden muss. Im Gegenzug möchten wir auch wissen, wie sich etwa eine starke Sonneneinstrahlung auf die Lastsituation auswirkt“, sagt Elektromeister Harald Hansen, der bei der Stadtwerke-Tochter Netz Lübeck GmbH für den Betrieb und die Planung der Stromnetze zuständig ist.

Um festzustellen, ob zu viel oder zu wenig Strom vorhanden ist, nutzt das Unternehmen die mit der Digitalisierung verbundenen Chancen. Derzeit beginnt man damit, die Stromkreise an den Trafostationen mit Sensoren auszustatten, die über das neue, stadtwerk-eigene LoRaWAN-Funknetz permanent Daten zur Auslastung übertragen. „So erhalten wir einen besseren Überblick über die Ist-Situation. Die Daten können wir dann nutzen, um einen eventuell fälligen Netzausbau frühzeitig zu erkennen. Wir arbeiten daran, auch in Zukunft ein sicheres und nachhaltiges Netz für Lübeck zur Verfügung zu stellen“, sagt Harald Hansen.

Perspektivisch ergeben sich aus der Überwachung per Funksensor weitere Einsatzmöglichkeiten – etwa die Steuerung von großen Lasten. „Um Spitzen abzufangen, wäre es künftig etwa denkbar, mit einem Betrieb im jeweiligen Straßenzug abzusprechen, dass dieser einen großen Stromfresser für zwei Stunden vom Netz nimmt. Dafür müssen wir im ersten Schritt wissen, wann überhaupt Höchstlasten auftreten“, sagt Kooperationsmanager Felix Schulz von Thun.

Das Fernziel ist, Zählerstände künftig vollautomatisch auslesen zu können. Über eine Smartphone-App könnten sich außerdem Besitzer von Elektroautos darüber informieren, ob die nächste Ladesäule überhaupt in Betrieb und nicht zugeparkt ist. „Die Anwendungsmöglichkeiten sind extrem vielfältig und sie zeigen, dass das Thema Digitalisierung ein wichtiger Baustein der Energiewende ist. Den Mitgliedern des EnergieClusters stellen wir das Funknetz kostenfrei zur Verfügung, um das Potenzial für Lübeck auch über die Grenzen der Stadtwerke hinaus nutzbar zu machen“, sagt Felix Schulz von Thun. Der EnergieCluster Digitales Lübeck e.V. wurde Anfang des Jahres gegründet um innovative Smart-City Projekte in Lübeck umzusetzen.

Netz Lübeck GmbH

Geniner Straße 80

23560 Lübeck

Tel. 0451/ 8882490

info@netz-luebeck.dehttps://www.netz-luebeck.de/innovation-und-umwelt/

Von LN

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