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Lübeck Stadtwerke bauen Fernwärme aus: In St. Lorenz Süd wird es eng
Lokales Lübeck Stadtwerke bauen Fernwärme aus: In St. Lorenz Süd wird es eng
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20:10 25.08.2014
Diese Kreuzung wird zur Baustelle: Die Arbeiten werden aus der Dornestraße (r.) kommend rechts in den Töpferweg vorrücken. Quelle: Olaf Malzahn
St. Lorenz Süd

Bald rollen die Bagger im Stadtteil: Die Stadtwerke Lübeck bauen in den kommenden Monaten das Fernwärmenetz aus und buddeln vor den Haustüren. Die Anwohner sollen in einem bisher noch nie dagewesenen Umfang vorab und während der gesamten Baumaßnahme eingebunden und informiert werden.

Es war Anfang August, dass in unmittelbarer und mittelbarer Nähe des betroffenen Gebietes Flyer mit der Überschrift „Baustelleninformation“ in 9000 Briefkästen landeten. Darin informieren die Stadtwerke darüber, dass ab August (inzwischen ist klar, dass es September wird) zunächst das Fernwärmenetz ausgebaut wird. Los geht es in der Dornestraße, dann im Töpferweg und der Georgstraße bis hin zur Moislinger Allee 5. Später wird am Lindenteller, an der Fackenburger Allee, um die Linden Arcaden und über den Stadtgraben bis hin zur Musik- und Kongresshalle gearbeitet. Dazu gibt es heute eine Informations-Veranstaltung, Ansprechpartner vor Ort und eine kostenfreie Telefon-Hotline, die schon jetzt montags bis freitags jeweils von 8 bis 20 Uhr geschaltet ist.

„Es ist eine Baustelle, die relativ lange dauert — in einem Bereich, der recht eng ist und in dem Beeinträchtigungen für die Anwohner nicht zu vermeiden sind“, begründet Stadtwerke-Sprecher Lars Hertrampf (50) den Aufwand für die intensive Information im Stadtteil. Es sei ein Pilot-Projekt für künftige Baumaßnahmen.

Aus dem Kommunikations-Budget in Höhe von 15 000 Euro werden nicht nur Flyer und Hotline — man hat eigens vor Ort ein Callcenter eingerichtet — bezahlt. Auch die Mitarbeiter, die am „heißen Draht“

sitzen, wurden geschult, auf der Homepage sollen die häufig gestellte Fragen ständig aktualisiert beantwortet werden. Zudem soll die Seite mit dem regelmäßig aktualisierten Verkehrsbericht von Google verlinkt werden. „Es war uns wichtig, einen direkten Kanal für Fragestellungen aller Art zu öffnen und die Anwohner schon frühzeitig einzubinden“, sagt Hertrampf. Mit der ausführenden Baufirma habe man besprochen, dass an Ort und Stelle stets ein Ansprechpartner sei, zudem habe man Absprachen mit dem Stadtverkehr getroffen und pflege den direkten Kontakt mit Firmen entlang der 1,8 Kilometer langen Trasse.

„Die Leute möchten einfach wissen, was und warum etwas passiert. Dann sind die meisten auch verständnisvoll“, ist Hertrampfs Erfahrung. Die Hotline ist schon Anfang des Monats freigeschaltet. Pro Woche kämen derzeit etwa zehn bis 20 Anfragen. Was sich mit dem Baubeginn deutlich steigern dürfte, denn Beeinträchtigungen — vor allem im Hinblick auf das Parken in den Wohnstraßen, die Gehwege und die Verkehrsbelastung — dürften sich kaum vermeiden lassen.

Wann es genau losgeht, ist noch nicht klar. Start ist jedenfalls in der Dornestraße. Eine Baustelle werde sich auf je etwa 50 Meter erstrecken, sagt Hertrampf, danach zieht sie weiter. Im September soll in der Dornestraße Beginn des ersten Abschnitts sein, die Fertigstellung ist für März vorgesehen. Richtig ernst wird es ab November im zweiten Bauabschnitt — das ist der verkehrlich stark belastete Bereich um den Lindenteller, der bis Oktober 2015 fertiggestellt sein soll. Insgesamt wird der Ausbau des Fernwärmenetzes 3,44 Millionen Euro kosten.

Info für Anwohner
18 Uhr: Beginn der heutigen Informationsveranstaltung bei den Stadtwerken Lübeck, Moislinger Allee 9, im „Saal Lübeck“ in Gebäude 5, vierter Stock.
Die Hotline zum Fernwärmenetzausbau: 08 00/548 38 38.
120 Kilometer lang ist aktuell das Fernwärmenetz der Stadtwerke Lübeck. Es bedient mehr als 22 000 Kunden. 30 Millionen Euro investieren die Stadtwerke in den kommenden 15 Jahren in die Fernwärme. Dazu gehört auch der Bau neuer Blockheizkraftwerke.

Sabine Risch

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