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Lübeck Stöcker: Uni prüft Titel-Entzug
Lokales Lübeck Stöcker: Uni prüft Titel-Entzug
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07:41 18.01.2018
Der Unternehmer Prof. Winfried Stöcker. Quelle: Maxwitat
Lübeck

Stöcker hatte in einer Weihnachtsansprache scharfe Kritik an der „#MeToo“-Bewegung gegen sexuelle Belästigung geübt und sich dafür den Vorwurf des Sexismus eingehandelt.

Zwischen Stöcker und der Universität bestehe keine Zusammenarbeit mehr, erklärte deren Sprecher Rüdiger Labahn auf LN-Anfrage. „Auseinandergelebt“ habe man sich schon nach Stöckers „rassistischen Äußerungen“ von 2014. Nach Labahns Auskunft bringt die Ehrenprofessur weder Lehrtätigkeit noch Mitwirkung in Gremien mit sich. Den Entzug des Titels schloss er nach Stöckers letzten Äußerungen nicht aus. „Das ist ein sehr kompliziertes Verfahren, das wir prüfen.“

Die Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD) und der SPD-Kreisvorsitzende Thomas Rother bezeichneten in einer gemeinsamen Erklärung Stöckers Ansprache als „zutiefst rassistisch und sexistisch“. Er versuche, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Vorschriften für ihre persönlichsten Lebensbereiche zu machen. Seine „reaktionäre Philosophie“ zerstöre Gemeinschaftlichkeit.

 kab