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Lübeck Stöcker bewirbt sich als Flughafen-Investor
Lokales Lübeck Stöcker bewirbt sich als Flughafen-Investor
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12:19 22.09.2012
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Gemeinsam mit anderen Unternehmen aus der Region will er den

Flughafen übernehmen. „Was beim Allgäu Airport in Memmingen

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funktioniert, muss doch auch im Norden klappen. Wir haben uns auf die

Ausschreibung der Hansestadt beworben“, sagte Stöcker der

Nachrichtenagentur dpa. Die Allgäu Airport GmbH wird von rund 70

Unternehmen getragen.

Wie viele weitere Firmen aus dem Raum Lübeck Stöcker bereits mit

ins Boot geholt hat, wollte er noch nicht sagen. „Es zeichnet sich

ab, dass ein ausreichend hoher Kapitalstock zusammenkommt, um den

Flughafen für einen symbolischen Preis zu übernehmen“, versicherte

er. „Für zehn Millionen Euro verkaufen wir auch den Namen des

Flughafens“, stellte er in Aussicht.

Stöckers eigenes Unternehmen, die Euroimmun AG, will nach seinen

Worten zunächst ein bis zwei Millionen bereitstellen, Voraussetzung:

Die Stadt muss den Flughafen zu 100 Prozent verkaufen. „Der

gegenwärtige Aufsichtsrat muss weg, in dem Gremium sitzen fast nur

Flughafengegner“, forderte Stöcker. Der Airport werde ständig

schlecht geredet und blockiert, nicht zuletzt von Lübecker

Kommunalpolitikern, kritisiert er.

Stöcker sieht gute Chancen für Lübeck-Blankensee. „Wenn die

Hansestadt Lübeck die Altschulden des Flughafens übernimmt und für

einen begrenzten Zeitraum einen Konsolidierungszuschuss bereitstellt

und wenn gleichzeitig seine Verluste durch Einsparungen reduziert

werden, wie es ja bereits praktiziert wird, bin ich zuversichtlich,

dass Blankensee innerhalb weniger Jahre schwarze Zahlen schreiben

wird“, sagte er.

Sein 1987 gegründetes Unternehmen, die Euroimmun AG, stellt

Reagenzien für die medizinische Labordiagnostik her und hat

Niederlassungen unter anderem in China, Großbritannien, Italien,

Südafrika, Kanada und den USA. „Einem Urlaubsreisenden mag es nicht

viel ausmachen, erst nach Hamburg fahren zu müssen, um dort ins

Flugzeug zu steigen. Für Unternehmen mit Kunden und Geschäftspartnern

im In- und Ausland ist ein Flughafen mit Anschluss an das

internationale Streckennetz immens wichtig“, betonte er.

Geplant ist laut Stöcker auch die Gründung einer Fluglinie, die

Lübeck mit internationalen Drehkreuzen wie Frankfurt und München

verbindet. „Wir brauchen Verbindungen mit großen Flughäfen, an denen

man Anschluss an die Welt hat, nicht mit Provinzflughäfen irgendwo in

der Pampa“, sagte er in Anspielung auf die Routen des irischen

Billigfliegers Ryanair. Es gebe bereits konkrete Verhandlungen mit

einer etablierten Airline über eine Verbindung Lübeck-London - vier

Mal pro Woche mit einer Maschine mit 30 Sitzen. Weitere Ziele - zum

Beispiel Venedig und das Baltikum - sollten folgen. „Wir haben

natürlich zunächst die Bedürfnisse von Geschäftsreisenden im Blick.

Doch auch der Tourismus und nicht zuletzt die Bürger in der Region

werden vom Flughafen profitieren“, sagte Stöcker.

LN

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