Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Kulturministerin Prien: Keine Soforthilfe für Lübecks Theater
Lokales Lübeck Kulturministerin Prien: Keine Soforthilfe für Lübecks Theater
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:48 19.06.2019
Die Kieler CDU-Kulturministerin Karin Prien will an der Struktur der Theaterfinanzierung im Land trotz der Notlage in Lübeck nichts ändern. Quelle: Carsten Rehder/dpa
Lübeck/Kiel

Christian Schwandt, Lübecks Theaterdirektor, hat seinen Abschied verkündet. Sein Vorwurf: Die Jamaika-Landesregierung aus CDU, Grünen und FDP spare das Theater kaputt. Lübecks Kommunalpolitiker wollen aus Protest eine Bürgerschaftssitzung vor dem Landtag abhalten. Die Kieler Kulturministerin nimmt zu der Diskussion Stellung.

Frau Ministerin, es ist doch eigentlich ganz einfach: Die Personalkosten des Theaters Lübeck steigen aufgrund von Tariferhöhungen stärker als die öffentlichen Zuschüsse. Wenn das so weitergeht, kann das Theater irgendwann dichtmachen. Wann gibt das Land also mehr Geld für die Theater aus?

Niemand wird eines der höchstgeförderten Theater im Land einfach dichtmachen. Man wird vielleicht das Angebot verändern müssen, aber ich setze mich dafür ein, dass die Theater mehr Geld aus dem kommunalen Finanzausgleich bekommen, über den sie ja hälftig finanziert werden. Die Verhandlungen dazu laufen.

 

Das ist ja nun Steuergeld, das den Kommunen vom Land ohnehin zusteht. Aus diesem Topf wird vorab eine Summe an die Theater-Standortkommunen abgezwackt, die dann den anderen fehlt. Wann tut das Land selber mehr für die Theater?

Nein – das ist Geld des Landes, das die Kommunen vom Land bedarfsgerecht erhalten. Wir verhandeln miteinander und legen dann die Höhe des kommunalen Finanzausgleichs fest. Das Land fördert das Haus in Lübeck über den Finanzausgleich jährlich mit über zehn Millionen Euro dynamisiert mit 1,5 Prozent Landesgeld. Natürlich müssen neben der Stadt Lübeck auch die Kommunen die Frage klären, welche Bedeutung sie den großen Theatern für das gesamte Land beimessen wollen. Denn: Die Theater sind und bleiben zuschussgeförderte kommunale Theater.

 

Wäre es angesichts der schwierigen Finanzlage der Häuser in Lübeck und Kiel und ihrer überregionalen Bedeutung nicht an der Zeit, dass das Land die Verantwortung für diese Theater direkt übernimmt?

Nein. Das Theater in Lübeck ist im Wesentlichen ein Theater für die Lübecker und das Umland.

 

Es ist eines der wenigen kulturellen Leuchttürme im Land. Hat das für die Landes-Kulturpolitik, wenn es sie denn gibt, keine Bedeutung?

Natürlich hat das eine Bedeutung. Aber Kulturpolitik besteht nicht nur aus den Theatern. Es gibt viele große und kleine Kultureinrichtungen auch im ländlichen Raum, die wollen wir ebenfalls fördern und tun es auch. Die Jamaika-Regierung hat die Kulturausgaben seit 2017 um 20 Prozent auf 60,960 Millionen Euro erhöht. Dazu kommen Investitionen in Höhe von knapp 54 Millionen Euro aus dem Impulsprogramm.

 

Aber das Theater Lübeck bekommt keine Soforthilfe?

Ich habe vom Lübecker Bürgermeister gerade gestern zum ersten Mal eine Liste von notwendigen Investitionen am Theater bekommen. Wir prüfen, ob es noch Töpfe gibt – womöglich auch mit Bundesgeld – die wir zusätzlich mobilisieren können. Aber eine grundsätzliche neue Struktur der Theaterfinanzierung im Land steht nicht auf der Tagesordnung.

Wolfram Hammer

Premiere für den „Green Day“ an der Oberschule zum Dom in Lübeck. Die Schüler des Gymnasiums haben sich am Aktionstag dem Thema Müllvermeidung gewidmet. Unter anderem sammelt sie Unrat in der Stadt.

19.06.2019
Lübeck „Mein Lokal, Dein Lokal“ - Lübecker „The Newport“ gewinnt TV-Show

Als einziges Lübecker Restaurant unter fünf Teilnehmern hat Ralf Schultes „The Newport“ in der Pfingstwoche an der Kabel1-TV-Show „Mein Lokal, Dein Lokal“ teilgenommen – und prompt gewonnen.

19.06.2019

Ein unbekannter Mann hat Ende Mai 83 Autos in Lübeck mit grüner und schwarzer Farbe beschmiert. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden.

19.06.2019