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Lübeck Streit ums Shanty-Festival in Travemünde
Lokales Lübeck Streit ums Shanty-Festival in Travemünde
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15:08 25.02.2019
Auch der Shanty-Chor „Möwenschiet“ ist beim Festival, so wie hier im vergangenen Jahr, stets dabei. Quelle: Lutz Roeßler
Travemünde

Die Fronten sind verhärtet: Im Juli soll Travemünde zum siebten Mal Gastgeber für 35 Shanty-Chöre sein. Doch das große Festival ist laut Veranstalter Wolfgang Hovestädt in Gefahr. „Eine Absage stehe im Raume“, heißt es in einer öffentlichen Erklärung des Geschäftsführers der Kulturbühne Travemünde.

Auch das Sommerfest in Gefahr

„Einzelheiten zum ganzen Sachverhalt möchte ich noch nicht nennen“, schreibt Hovestädt darin. Er hat stattdessen eine Pressekonferenz am Mittwoch einberufen. Nur so viel verrät er: Das Lübeck Travemünde Marketing (LTM) und der Kurbetrieb Travemünde würden aus ganz bestimmten Gründen die Flächen nicht zur Verfügung stellen wollen. Betroffen sei auch das Sommerfest, das am 30. August im Brügmanngarten beginnen sollte.

Zwei Auflagen erteilt

Kurdirektor Uwe Kirchhoff wird konkreter: „Um das Festival zu sichern, haben wir lediglich die Auflage erteilt, dass ein professioneller Veranstalter mit ins Boot muss“, erklärt er. Außerdem gebe es offene Pachtforderungen von den „Travemünder Adventswochen“, die im vergangenen Jahr stattfanden. „Die müssen selbstverständlich zuvor beglichen werden“, betont Uwe Kirchhoff. Es soll um rund 10 000 Euro für Stellplätze gehen, die Hovestädt benutzt, aber zuvor nicht mitgepachtet hatte. Vertraglich vereinbart wurde die Nutzung von 88 Stellplätzen. „Benutzt hat der Veranstalter allerdings 170 Stellplätze. Pro Tag werden vier Euro pro Stellplatz fällig“, erklärt der Kurdirektor.

„Unprofessionell und unzuverlässig“

Zudem sei der Abbau verspätet und nicht wie vereinbart verlaufen. „Der Parkplatz war während des Rückbaus nicht durch Zäune gesichert. Außerdem sah es dort aus wie auf einer Müllhalde“, kritisiert Kirchhoff. „Das Verhalten von Herrn Hovestädt war in der Vergangenheit unprofessionell und unzuverlässig“, mahnt er daher. „Wir müssen dafür sorgen, dass bei Großveranstaltungen die Verkehrssicherheit gewährleistet wird.“

Außerdem gefährde so eine Außenwirkung das Image des Seebads. „Der Jahreswechsel war in Travemünde eine hochfrequentierte Zeit, da kann es im Herzen des Orts nicht aussehen wie auf einem Schrottplatz“, sagt Uwe Kirchhoff. Der Kurdirektor und die LTM pochen genau deshalb auf die Buchung eines professionellen Veranstalters.

Aussprache am Mittwoch

Am Mittwoch soll es zu einer Aussprache zwischen allen Beteiligten kommen. „Wir wollen nicht mehr übereinander, sondern miteinander reden. Darum suchen wir das Gespräch“, betont Kirchhoff, der sich zuvor mit LTM-Chef Christian Martin Lukas abgestimmt hat. Das Treffen ist für den Vormittag geplant. Hovestädt will seine Sicht der Dinge dann am Nachmittag in der Pressekonferenz darstellen.

Maike Wegner

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