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Lübeck Studieren in Lübeck: Was man als Student der Hansestadt wissen muss
Lokales Lübeck Studieren in Lübeck: Was man als Student der Hansestadt wissen muss
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20:50 07.10.2019
Das Auditorium Maximum der Universität. Quelle: Lutz Roeßler
Innenstadt/ Hochschulstadtteil

Bürokratie:

Der erste Behördengang in der neuen Stadt führt zum Einwohnermeldeamt. Das ist in Lübeck in einem der beiden Bürgerservicebüros in der Dr. Julius-Leber-Straße (Innenstadt) oder im Meesenring (St. Gertrud). Bei allen Fragen zur Bürokratie hilft die Behördennummer 115 oder die Homepage der Stadt www.luebeck.de.

Wohnen:

Wohnraum ist in Lübeck knapp. Mit etwas Glück hat eines der Wohnheime des Studentenwerks (www.studentenwerk.sh) ein Zimmer frei. Auf dem freien Markt gibt es Wohngemeinschaften (z.B. unter www.wg-gesucht.de oder www.studenten-wg.de). Auch eine Anfrage bei einer der Wohnungsbaugesellschaften, z.B. der TRAVE, kann sich lohnen. In Notfällen vermittelt der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) eine Couch: www.asta.uni-luebeck.de.

Jobs:

Beim Jobben können Studierende wertvolle Berufserfahrung sammeln, beispielsweise als HiWi (Hilfswissenschaftler). Dafür gibt es das Stellenportal www.stellenwerk-luebeck.de. Viele lokale Firmen suchen auch Werkstudenten, solche Jobs vermittelt z.B. die Bundesagentur für Arbeit. Diese bekommen oft einen Vertrag als geringfügig Beschäftigte auf 450-Euro-Basis. Auch für sie gilt der Mindestlohn von 9,19 Euro. Vorsicht mit Freibeträgen: BaföG-Empfänger und Familienversicherte dürfen nicht mehr als 450 bzw. 415 Euro pro Monat verdienen, Kindergeld-Empfänger nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten.

Mehr Studierende als je zuvor in Lübeck

Zum ersten Mal hat die Uni mehr als 5000 Studierende: im neuen Semester haben sich 5281 Studenten eingeschrieben, letztes Jahr waren es noch 4837. Knapp 200 der Erstsemester studieren Medizin, gut 300 einen der Informatik-Bachelor-Studiengänge. Die Uni Lübeck hat 5300 Studierende, doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. Die Technische Hochschule Lübeck hat mit 5100 Studierenden um 1000 zugelegt, hinzu kommen 455 Musikstudenten. Im Vergleich mit anderen Städten, sagte Unipräsidentin Gabriele Gillessen-Kaesbach, „sind wir immer noch eine kleine, aber feine Uni, und das ist auch gut so“. Denn an den Fakultäten kennt man sich, und das Verhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden sei außerordentlich gut.

Kultur:

Lübeck ist eine Kulturstadt, in der fast jeden Abend etwas los ist. Es gibt ein großes Angebot an Museen und Theatern. Für Liebhaber Klassischer Musik bietet die Musikhochschule oft kostenfreie Veranstaltungen an, das Sinfonieorchester hat ein gutes Niveau, und das Schleswig-Holstein-Musikfestival holt internationale Musiker in die Stadt. Filmfreunde kommen Anfang November bei den „Nordischen Filmtagen“ auf ihre Kosten. Die Uni bietet Vorlesungsreihen an, zum Beispiel das „Studium Generale“, das sich in diesem Semester dem Thema „Europa“ widmet. Chor und Orchester laden zum Mitmachen ein, und jeden Donnerstag lassen sich beim Internationalen Stammtisch Fremdsprachen üben.

Nachtleben:

Das „Sounds“ an der Untertrave spielt Klassiker in alten Gemäuern, eher Club-Atmosphäre hat das „Hüx“. Die größte Disco ist das „A1“, etwas außerhalb gelegen an der Lohmühle. Die Stadthalle bietet Spartenkino, das „Filmhaus“ und das „Koki“ Arthouse. Hier gibt es Dienstag Abends Studentenkino für wenig Geld und danach für die Eintrittskarte in der Studentenkneipe „Der Blaue Engel“ noch ein Freibier dazu. Auf der anderen Seite der Altstadt liegt „Im Alten Zolln“, eine urige Kneipe, die seit 1589 nicht nur bei Studenten beliebt ist.

Sport:

Der Hochschulsport hat mehr als 80 Kurse, viele davon kostenfrei. Weil die Stadt sehr viele Wasserflächen hat, gibt es hier auch besondere Sportarten wie Segeln oder Rudern. Lübeck ist ideal für Individualsportarten wie Joggen oder Schwimmen. Zudem gibt es ein großes Angebot an nicht akademischen Sportvereinen.

Mobilität:

Seit diesem Semester gibt es für alle Studierenden ein Semesterticket für fast alle öffentlichen Verkehrsmittel in Schleswig-Holstein und Hamburg. In der Innenstadt lässt sich viel zu Fuß oder mit dem Rad erledigen. Günstige Räder gibt es bei den Fahrrad-Versteigerungen des Fundbüros. Bei Pannen hilft die AStA-Garage auf dem Campus (Haus 61).

Lübeck, eine vielseitige Studentenstadt

Studieren mit Kind:

Für Studierende mit Kindern hat Lübeck mit einem großen Bildungsangebot und rund 210 schönen Spielplätzen viel zu bieten. Auf dem Campus gibt es eine Kita des Studentenwerks, die Kinder vom Krippenalter an aufnimmt.

Natur:

Lübeck hat vielfältige Grünflächen, von den historischen Wallanlagen über den Schulgarten bis zum Lübecker Stadtwald östlich des Zentrums, der für eine besonders naturnahe Forstwirtschaft bekannt ist. An der Ostseeküste ist das Brodtener Ufer nördlich von Travemünde eine besonders schöne Wanderstrecke.

Bildung:

Die Studienzeit bietet viele Möglichkeiten „über den Tellerrand“ zu blicken. So gibt es am International Office der Uni kostenlose Sprachkurse, am Rechenzentrum kann man IT lernen und die Fakultäten bieten Einführungen in wissenschaftlichem Arbeiten an. Das kann später viel Zeit und Nerven sparen. Auch die VHS hat ein großes Angebot an Kursen zu Studentenpreisen.

Politik:

Politisches Engagement ist eine gute Möglichkeit, zu gestalten und sich zu engagieren, aber auch, um in der neuen Stadt Kontakte zu knüpfen. Neben der Mitarbeit in einer Partei gibt es dafür die Uni-Gremien wie das Studierenden-Parlament (StuPa), den AStA oder die Fachschaften.

Lesen Sie mehr über Lübecks Studenten und die Erstsemesterbegrüßung in St. Petri auf https://www.ln-online.de/Lokales/Luebeck/Immatrikulationsfeier

Von Friederike Grabitz

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