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Lübeck Südafrikanischer Botschafter Sizani zu Gast in Lübeck
Lokales Lübeck Südafrikanischer Botschafter Sizani zu Gast in Lübeck
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17:25 27.05.2019
Der südafrikanische Botschafter Phumelele Stone Sizani (2.v.l.) hat sich im Rahmen eines Antrittsbesuches ins goldene Stadt eingetragen. Sizani wurde von Bürgermeister Jan Lindenau (2.v.r.), Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer sowie Ekkehard H. Eymer (Honorarkonsul der Republik Südafrika für Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern) empfangen. Quelle: Tim Jelonnek
Lübeck

Eine ungewöhnliche Gruppe geht am Sonnabend unter den Schiffsmodellen in der Schiffergesellschaft hindurch: Phumelele Stone Sizani, südafrikanischer Botschafter in Berlin, ist mit Bürgermeister Jan Lindenau (SPD), Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer (SPD) und knapp 40 afrikanischen und deutschen Gästen auf dem Weg zum gemeinsamen Abendessen im Kapitänssalon.

Sizani, der in England Entwicklungspolitik studiert hat, ist seit 2016 Botschafter Südafrikas in Berlin. Lübeck ist eine Station auf einer Rundreise, die ihn, seine Familie und Mitarbeiter nach Schwerin und Travemünde geführt hat. Am Sonntag ging es über Hamburg wieder zurück nach Berlin.

„Unsere eigenen Stärken entdecken“

Gerade kommt die Gruppe von einem Rundgang durchs Rathaus. Dort hatte der Botschafter ins Goldene Buch der Stadt geschrieben, er wünsche sich, dass Südafrika lernen und ebenso aufblühen könne wie Lübeck. Im Gespräch erläutert er, damit sei vor allem die Entwicklung des Tourismus in seiner Heimat gemeint, aber auch der Ausbau der Häfen als Wirtschaftsmotor: „Ich komme auch aus einer Stadt am Meer. Unsere Boots-Manufakturen sind fast alle geschlossen, und wichtige Bereiche unserer Wirtschaft haben Chinesen übernommen“. Das sieht er problematisch: „Wir müssen unsere eigenen Stärken wieder entdecken und selber Maschinen bauen“. Wirtschaftlich sind Deutschland und Südafrika eng verbunden, wir sind nach China der zweit- bzw. drittwichtigste Handelspartner des Landes.

Austauschprogramme in der Bildung angedacht

Ein wichtiger Schritt zur Stärkung der südafrikanischen Wirtschaft sei eine gute Bildung. Deshalb hat Sizani sich mit Bürgermeister Jan Lindenau länger über die Möglichkeit unterhalten, Austauschprogramme zwischen beiden Ländern aufzusetzen. Besonders habe ihn die Musikhochschule interessiert, sagt Lindenau. Konkrete Vereinbarungen habe es aber nicht gegeben, Ziel sei vor allem ein Kennenlernen gewesen. „Das ist ein Kontaktfaden, den man aufnehmen kann“.

Der Botschafter ist mit einer 19-köpfigen Reisegruppe unterwegs: vier Diplomaten, Botschaftsmitarbeiter, seine Haushaltshilfe und drei seiner vier Kinder begleiten ihn. Die Gruppe der lokalen Gäste, die jeweils dazukommen, ist etwa ebenso groß. Alle zwei Jahre organisiert und finanziert der Honorarkonsul Südafrikas für Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, Ekkehart H. Eymer, eine solche Wochenendreise an verschiedene Orte in Norddeutschland. Der Lübecker Mittelstands-Unternehmer war Betreiber von Senioren-Einrichtungen und Reha-Kliniken und als CDU-Politiker im Bundestag. Die Tätigkeit als Honorarkonsul ist ein Ehrenamt. „Wir stellen keine Pässe aus“, sagt er, „Honorarkonsule arbeiten nur für ein gutes Verhältnis unserer Länder“.

Für ein gutes Verhältnis zwischen Deutschland und Südafrika die ganze Botschaft auf Reisen zu schicken, sei ungewöhnlich, sagt Botschaftssekretärin Kerstin Cook. „Südafrika hat acht Honorarkonsule in Deutschland. Er ist der Einzige, der uns alle einlädt“.

Friederike Grabitz

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