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Lübeck Take off für die „Prinzessin“ über Lübeck
Lokales Lübeck Take off für die „Prinzessin“ über Lübeck
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18:13 20.07.2019
Fabian Schouten, der Pilot der „Prinses Amalia", mag Lübeck, und den Lübecker Flughafen. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
St. Jürgen

Am Sonnabend war das Dröhnen der beiden Motoren des sogenannten Rosinenbombers schon von Weitem zu hören. Dreimal hob die „Prinses Amalia“, der einstige Regierungsflieger des niederländischen Königshauses, ab Blankensee ab. Etwa 50 Fluggäste nutzten die jeweils 30-minütigen Rundflüge für unvergessliche Erlebnisse und Fotos aus der Vogelperspektive.

„Es war grandios“

Begeistert steigt Katja Stolle aus dem Flieger. „Von Anfang bis Ende war es einfach großartig“, sagt die Lübeckerin. „Das Vibrieren der Motoren beim Start, großartig, den Wind zu spüren. Das hat mich einfach umgehauen“, so Stolle. „Ich hatte einen der Propeller im Blick, und bin das erste Mal über Lübeck geflogen.“ Hin und weg sei sie nach dem Rundflug, „ich komme auch gerne wieder“, so Stolle. Und dabei habe, wie die Frau offen zugibt, vor dem Flug „ein etwas ungutes Gefühl“ mitgespielt. „Aber es war grandios.“ Udo Droeßler aus Rendsburg kennt die DC3 schon. „Es war toll, und ist immer wieder schön, vor allem, die Lübecker Altstadt und Travemünde von oben zu sehen.“

An Bord des Rosinenbombers: Für Dagmar Keller war es ein „fantastisches Erlebnis". Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Blicke ins Cockpit

„Es war zu kurz“, ist Dagmar Keller voll des Lobes. „Es hat etwas gerumpelt, ja, aber es war einfach unbeschreiblich schön. Das mache ich wieder“, so Keller. Auch Melanie Meyer ist begeistert: „Es war fantastisch, eine tolle, supernette Crew und eine wundervolle Aussicht. Ganz besonders reizvoll war, dass die Passagiere während des Fluges einen Blick ins Cockpit werfen durften.“

Auch am Sonntag startet die „Prinses Amalia“ von Blankensee zu Rundflügen über Lübeck und die Ostsee.

Die Travemünder Woche von oben

„Man hört es, spürt es und riecht es“, findet DC3-Pilot Fabian Schouten seine Kurzformel für das Fliegen mit dem alten Rosinenbomber. Und der feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Jubiläum. Und so ziert auch die Zahl 75 die neue Bemalung des Fliegers. Nico Hölzel ist aus Hamburg angereist. „Das war ein großartiges Erlebnis, der Klang der Motoren ist einfach toll, das ist noch direktes Fliegen“, sagt Hölzel. „Besonders reizvoll ist auch die geringe Flughöhe.“ Copilot Tom van Hoorn erklärt kurz vor dem Start: „Unsere Flughöhe beträgt 2000 Fuß, das sind etwa 600 Meter.“

Regatten aus der Vogelperspektive

Dreimal hebt der Rosinenbomber ab Blankensee ab, um seine Runden über die Altstadt weiter in Richtung Timmendorfer Strand und am Strand entlang mit einer Rechtskurve über Travemünde zurück zu drehen. So können die Passagiere für kurze Zeit die Regatten der 130. Travemünder Woche aus der Vogelperspektive bewundern.

Gutes Wetter für den Rosinenbomber

Crew und Fluggäste haben Glück. Das Regentief, das über die Niederlande herüberzieht, kann den Rundflügen noch nichts anhaben. „Das kriegen wir noch gut hin“, sagt van Hoorn. Er und der Flugkapitän können übrigens selbst entscheiden, ob sie starten oder nicht. „Das ist den Piloten überlassen“, sagt ein Sprecher aus dem Tower. Auch über die Wettervorhersagen informiere sich der Flugzeugführer selbst. Denn für Sonnabend war für 15 Uhr lokal mit Schauern und Gewittern zu rechnen. Starke Windböen und Regen würden das Fliegen mit der DC3 einschränken, heißt es aus dem Tower. Doch die Passagiere des Rosinenbombers haben anscheinend einen guten Vertrag mit dem Wettergott gemacht. Voller toller Eindrücke gehen sie von Bord – und erhalten von Steward Arno Klem eine kleine Anstecknadel in Form des Königsfliegers.

Sonntag noch Plätze frei

Auch Sonntag hebt die „Prinses Amalia“ wieder ab Blankensee ab. Für den Flug um 11 Uhr gibt es noch Tickets. Buchungen unter www.dutchdakota.nl.

Rüdiger Jacob

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