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Lübeck Tatort Blitz-Kritik: Fette Hunde
Lokales Lübeck Tatort Blitz-Kritik: Fette Hunde
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23:00 02.09.2012

Erst nach einer knappen Stunde wird der Zusammenhang erklärt. Das ist ein bisschen spät und sorgt gegen Ende dafür, dass die Zeit für Erklärungen knapp wird. Ein Tatort dauert nun mal 90 Minuten, Nachspielzeit wegen Spielverzögerung ist ausgeschlossen.

Es ist ein Verdienst dieses Kölner Tatorts, dass er die Probleme heimkehrender Soldaten im deutschen Alltag beleuchtet. Da ist Regisseur Andreas Kleinert nah dran an der Realität. Viele Soldaten sind traumatisiert, fremdeln im eigenen Haus, manche kommen in eine leere Wohnung zurück. Und schreckliche Kriegsbilder verfolgen sie weiterhin. Das war eindrucksvoll in Szene gesetzt mit den Bildern von Hunden mit blutigen Mäulern neben einem Kriegsopfer – und kulminierte in der Szene, als Sebastian Brandt (sehr gut gespielt von Roeland Wiesnekker) seinen eigenen, ihm fremd gewordenen Hund im Garten erschießt.

Die Drogen-Story hatte dagegen irritierende Momente. Die Episode mit der „Stiftung Afghanistan“ mit dem Wohltäter Rüther diente im Grunde nur dazu, eine falsche Fährte zu legen. Dass seine Geldnot ein Motiv sein könnte, wird dem Zuschauer als Vermutung nahegelegt, aber wie genau er nun verstrickt war und mit dem Täter Matthias Jahn gemeinsame Sache machte, blieb unaufgelöst. Ebenso die Rolle der Dealer mit holländischem Akzent.

Und dass Sebastian seine Geliebte Amina erst zum Tierarzt zum Magenauspumpen bringen, dann aber doch dem Täter opfern will, um seinen Sohn zu retten, wirkte schon arg konstruiert.

Ende gut, alles gut? Von wegen. Die gerade noch gerettete Afghanin wird offenbar wieder abgeschoben, Sebastian geht zurück nach Afghanistan, in den nächsten Einsatz. Ein vielschichtiger, interessanter, sehr ernster Tatort.

Beim nächsten Mal dürfen Ballauf und Schenk aber gerne wieder den ein oder anderen Witz bei Currywurst mit Pommes machen.

cri

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