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Lübeck Tatort Blitzkritik: "Borowski und der stille Gast" - Und der Krimi?
Lokales Lübeck Tatort Blitzkritik: "Borowski und der stille Gast" - Und der Krimi?
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22:56 09.09.2012

Wenn sein Antennen-Handy nicht mehr funktioniert, wird Borowski es ungerührt in den Mülleimer werfen, jede Wette.

Borowski ist eine tolle Figur, Axel Milberg ist ein toller Schauspieler. Und der Krimi?

Nichts gegen Krimis, bei denen der Täter von vornherein bekannt ist. Das erspart uns das ermüdende Ratespiel, bei dem es weniger um Logik und Psychologie geht als darum, wie gut man als Zuschauer die Gepflogenheiten der "Tatort"-Reihe kennt.

Aber natürlich gibt es ein Aber. Wenn nämlich der Täter in den Mittelpunkt der Geschichte rückt, dann muss er schon verdammt interessant sein. Dieser hier ist es nicht. Ein schüchterner, junger Mann, der sich nicht an Frauen herantraut und ihnen deshalb zu Leibe rückt, das ist ziemlich banal. Es wird dadurch nicht wesentlich besser, dass die Filmemacher die Banalität ins Absurde gesteigert und Kai Korthals, den Täter, zu einem Extremstalker gemacht haben, der sich in den Wohnungen der Frauen häuslich niederlässt.

Wenn er da in den Wohnungen herumschleicht und im Bad steht, während Sarah Brandt duscht (die Dusche! seit "Psycho" immer diese verdammte Dusche!), dann ist das zwar spannend. Aber es ist eher die Spannung eines Horrorfilms als die eines Krimis. Am Ende eine Verfolgungsjagd. Jetzt gehen die Scharfschützen in Position, reichst du mir noch ein Bier, Schatz?

Wenn schon Ermittler einer Krankheit bedürfen, um sich interessant zu machen, dann finde ich den Hirntumor des irren Wiesbadeners Felix Murot (Ulrich Tukur) reizvoller als die Epilepsie von Sarah Brandt. Die geht mir schon lange auf die Nerven mit ihrem Digitaltick (Achtung, junge Generation!) und ihrer aufgesetzten Frechheit (Achtung, Frau, die sich von niemandem was sagen lässt!). Wie Borowski selbst trauere ich seiner bezaubernden Psychologin Frieda Jung nach.

Hanno Kabel

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