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Lübeck Technik für die Zukunft beim Hackathon
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19:57 30.09.2019
David Laule (l.), Robert Roggensack, Jonas Grams (hält Drohne), Jan von Appen, Arne Matthes und Marcel Schultz erklären Dr. Jens Meier (Geschäftsführer, 3. v. l.) und Stefan Dräger (3. v. r.) ihr Projekt. Quelle: Wolfgang Maxwitat
St. Lorenz Süd

In der sogenannten Garage, einer ehemaligen Produktionshalle des Drägerwerks, herrscht eine konzentrierte Atmosphäre. Neun Gruppen arbeiten an neun unterschiedlichen Projekten, die eines Tages Probleme aus dem echten Leben mit zukunftsweisenden Technologien lösen sollen. So wurde beim Hackathon im letzen Jahr ein Bug, also ein Fehler im Betriebssystem, in einem Babyfon von Dräger gelöst.

„Mit dieser Veranstaltung wollen wir den Teilnehmern einerseits ein Programmier-Event mit Raum für Kreativität bieten. Andererseits wollen wir uns aber auch als attraktiver Arbeitgeber für IT-Berufe präsentieren und mit den jungen Fachkräften ins Gespräch kommen. Denn damit aus Technik „Technik für das Leben“ wird, brauchen wir motivierte und innovative Mitarbeiter“, erläutert Claudia Musila, Projektleiterin bei Dräger.

Direkter Bezug zur Realität

„Alle Projekte, an denen wir arbeiten, haben einen direkten Bezug zur Realität oder zu einem unserer Produkte“, erklärt Musila. „Beispielsweise entwickelt eine Gruppe eine App, die Eltern mit Kindern in Lübeck helfen soll. So können beispielsweise Orte mit Wickeltischen oder Spielplätze in der App gefunden werden.“

Besonders beliebt ist das Projekt, bei dem eine ferngesteuerte Drohne zum Einsatz kommt. Gleich sechs Programmierer haben sich für die Challenge angemeldet. David Laule erklärt die Aufgabe seiner Gruppe: „Wir haben an der Drohne ein Gasmessgerät angebracht, so können auch an schwer zugänglichen Punkten Gasmessungen durchgeführt werden.“ Diese Technologie könnte beispielsweise auf Bohrinseln, auf Mülldeponien oder in Ölraffinerien später zum Einsatz kommen. Die Herausforderung für Laules Gruppe besteht aber in der Umprogrammierung der Gerätesoftware. „Momentan muss die Drohne noch mit einer Fernsteuerung geflogen werden. Wir müssen die Drohne autonom machen, also dass sie sich mit Hilfe von GPS selbst fliegt.“

„Ich freue mich darauf, andere Programmierer kennenzulernen und neue Dinge zu lernen“, sagt Tu Le Anh (22). Quelle: Wolfgang Maxwitat

Auch Vorstandsvorsitzender Stefan Dräger macht sich vor Beginn des Hackathons ein Bild von den Projekten. „Wir finden hier neue Lösungsmöglichkeiten für schon lange vorhandene Probleme, das finde ich super spannend“, sagt Dräger in seiner Eröffnungsrede. „Lübeck überführt das Weltkulturerbe ins digitale Zeitalter. Die Bürgerinnen und Bürger sollen durch die Digitalisierung praktische Vorteile erhalten. So ist unser Verständnis als Dienstleister. Der Input vom Dräger-Hackathon ist deshalb ganz besonders wichtig, um die Angebote für den Alltag bestmöglich auszurichten“, ergänzt Martin Lempfert, Projektleiter von Seiten der Stadtwerke, die Mitveranstalter sind.

„Ich will schauen, wie ich es schaffe, in begrenzter Zeit gute Ergebnisse zu erzielen und nützliche Features einzubringen“, ist das Ziel von Fabienne Ganjon (24). Quelle: Wolfgang Maxwitat

Gewonnen hat am Ende des Wochenendes das Projekt, das sich mit der Erich-Warburg-Brücke beschäftigt hat. Ziel war es, sowohl eine Eingabemöglichkeit für Öffnungszeiten, als auch eine mobile Lösung, beispielsweise eine App, für die Anzeige und individuelle Meldung der Daten zu finden. Als Preis gab es eine programmierbare Platine.

Bilder vom Dräger-Hackathon in Lübeck

Am 8. und 9. November findet im Audimax der Universität zu Lübeck die Night of Open Knownledge des Chaos Computer Clubs statt und ist allen Technik- oder Gesellschaftsinteressierten, Hackern und Studierenden und generell allen mit technischem, politischem und sozialem Interesse offen. Es finden Fachvorträge und Workshops unter anderem zu Themen wie Hard- und Software-Entwicklung, IT-Sicherheit, Open Source und Free Software sowie Datenschutz und Netzpolitik. Der Eintritt ist kostenlos.

Von Max von Schwartz

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