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Lübeck Im LN-Test: Laubbläser oder Harke – was ist effektiver?
Lokales Lübeck Im LN-Test: Laubbläser oder Harke – was ist effektiver?
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19:19 03.11.2019
Laubbläser gegen Laubharke - wer gewinnt? Quelle: Lisa-Marie Pohlmann
Lübeck

Wenn die Blätter von Grün auf rot, braun und gelb wechseln, beginnt der Herbst. Und der bringt dann auch genau das mit: Buntes Laub auf den Gehwegen, Straßen und im Garten. Eine echte Plage, die es zu beseitigen gilt. Dafür gibt es glücklicherweise allerlei Hilfsmittel: Von einem Laubbläser bis hin zur traditionellen Harke. Die LN hat zusammen mit den Entsorgungsbetrieben Lübeck getestet, welche Methode effektiver ist.

Es geht los: Harke versus Laubbläser

Im Wohngebiet vor dem Stadtpark hat sich wieder einmal eine Menge Laub angesammelt. Michael Maschke rüstete sich zum Säubern mit einer Harke aus, um sich einen sieben Meter langen Gehwegsabschnitt in der Parkstraße vorzunehmen. Optimistisch ist er nicht, gegen einen Laubbläser zu bestehen: „Es gibt eine Regel: Ein Mitarbeiter mit Laubbläser schafft die Arbeit von mindestens fünf mit Harke.“

Gleichzeitig betont der Mitarbeiter der Entsorgungsbetriebe: „Dafür komme ich aber mit meiner Harke gut in kleine Ecken und kann das Laub besser an Bäumen wegharken.“ Energisch legt er los. Die Harke kratzt über das Pflaster, das Laub wirbelt auf. Überraschendes Ergebnis: Nur eine Minute und fünf Sekunden benötigt Maschke für die Laubberge.

Kai Wohlfahrt hat mit seinem Laubbläser eine etwas längere Strecke von ungefähr zehn Metern, das Laub liegt überall verteilt. Wo Wohlfahrts Kollege Maschke sich mit seiner Harke gesputet hat, pustet Wohlfahrt mit Gelassenheit alles in seinem Abschnitt auf die Straße, lässt ein Auto vorbei und ordnet das Laub an der Straße so an, dass der Laubsauger den Haufen später aufnehmen kann. In seinem Tempo hat Kai Wohlfahrt für die längere Strecke etwa 40 Sekunden gebraucht. 25 Sekunden weniger als Michael Maschke mit seiner Harke – und dazu mehr Strecke.

Kraft und Ausdauer oder Lautstärke?

Um einen Laubbläser mit einer Harke vergleichen zu können, müssen allerdings weitere Parameter neben der Schnelligkeit beachtet werden: Die Kraft zum Beispiel. Die Laubbläser der Entsorgungsbetriebe wiegen zwischen sechs bis acht Kilogramm. Dieses Gewicht muss erst einmal über eine Acht-Stunden-Schicht ausgehalten werden.

Die Harke wiederum wiegt zwar in der Regel weniger als ein Kilo, fordert den Menschen aber körperlich intensiver durch die ständige Bewegung. Während dementsprechend das Tempo bei einem Laubbläser in der Theorie stetig bleibt, hängt das beim Harken von der Ausdauer der Person ab. Da bleibt es jedem selbst überlassen, seine Stärken einzuschätzen – und seinen Geldbeutel, wenn man sich denn so Gebläse zulegen möchte.

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Auch die Lautstärke sollte nicht unterschätzt werden. Laubbläser können nämlich sehr laut werden. Die Harke dagegen nur ein bisschen, wenn sie über Beton oder Stein kratzt. Mirko Wetter, Pressesprecher der Entsorgungsbetriebe Lübeck, erklärt: „Mitarbeiter beginnen generell ab 9 Uhr mit Laubbläsern in Wohngebieten zu arbeiten.

Es existiert allerdings eine Ausnahmegenehmigung: Zur Gefahrenabwehr dürfen die Entsorgungsbetriebe Lübeck in der Hauptlaubzeit bereits ab 7 Uhr Laubbläser einsetzen. Wir achten darauf, die Anwohner möglichst wenig zu stören. Dazu setzen wir gerade in Wohngebieten Akkubläser ein, die weniger Lärm verursachen und umweltfreundlicher sind.“

Nicht erLAUBt: Darauf sollten Sie bei der Laubentsorgung achten

Das meiste Laub fällt in St. Gertrud und St. Lorenz –die dortigen Anwohner haben es also nicht leicht. In diesen beiden Lübecker Stadtteilen soll nämlich das meiste Laub fallen. Das ordnungsrechtlich korrekt zu entsorgen ist nicht ganz einfach. Worauf Sie achten sollten:

Eine Ordnungswidrigkeit begehen Sie, wenn Sie Laub in einer herkömmlichen Mülltüte an die Straße stellen. Deswegen empfiehlt Mirko Wetter von den Entsorgungsbetrieben amtliche Bioabfallsäcke. Die können Sie für fünf Euro erwerben und gefüllt zur nächsten Abfuhr der Biotonne stellen, falls diese schon voll ist.

Selbst verantwortlich für die Laubentsorgung auf Gehwegen sind Grundstückseigentümer – sie dürfen das Laub aber auf keinen Fall auf die Straße und Regenrinne kehren. Andernfalls verstopfen Gullys und es kommt zu Überschwemmungen. Auf Gehwege darf das Laub auch nicht gekehrt werden, da für Passanten sonst Rutschgefahr besteht.

Ab 9 Uhr dürfen Privatpersonen laut Bundesimmissionsschutzverordnung Laubbläser benutzen.

Von Lisa-Marie Pohlmann

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