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Lübeck Toter im Lübecker Stadtpark: 52-Jähriger stand unter Bewährung
Lokales Lübeck Toter im Lübecker Stadtpark: 52-Jähriger stand unter Bewährung
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19:58 05.11.2019
Nach der Schießerei am Sonnabend sichern die Kriminalpolizei und die KTU im Stadtpark Spuren. Quelle: Holger Kröger
Lübeck

Der halbe Park ist abgesperrt, mit Flatterband setzen die Beamten Markierungen und suchen mit Detektoren intensiv das Gelände ab: Landespolizei, Kriminalpolizei und Mitarbeiter der Kriminaltechnischen Untersuchung (KTU) waren am Dienstag noch einmal zur Spurensicherung im Stadtpark in Lübeck.

52-Jähriger starb durch Schüsse im Oberkörper

Eine erste Obduktion hatte ergeben, dass der 52-Jährige durch zwei Schüsse in den Oberkörper gestorben ist. Die Rechtsmedizin wird in den nächsten Tagen außerdem bekanntgeben, ob im Blut des Mannes Alkohol oder andere Drogen nachgewiesen werden konnten. In diesem Jahr gab es bereits ein Verfahren gegen ihn wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Das teilte Staatsanwalt Christian Braunwarth mit. Da der Mann die Rauschmittel aber nur konsumiert und nicht mit ihnen gehandelt habe, sei das Verfahren eingestellt worden.

Hinzu kommt, dass der 52-jährige auf Bewährung war: Im August 2017 wurde er laut Braunwarth wegen Betrugs zu einer Haftstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Diese wurde wiederum im April 2018 zur Bewährung ausgesetzt. Drei Jahre lang hätte sich der Mann nichts zu Schulden kommen lassen dürfen.

In der Parkstraße kam es am späten Nachmittag zu einer Schießerei mit der Polizei, in deren Verlauf ein 52-Jähriger getötet wurde.

Nicht konfrontieren, sondern unauffällig verschwinden

Eine Frage, die die Lübecker nach den Ereignissen vom Wochenende umtreibt: Wie verhält man sich, wenn man selbst von einer bewaffneten Person bedroht wird? Ein Universalrezept hat Heike Schulz vom Weißen Ring nicht. „Es gibt Täter, die von einem ablassen, wenn man weggeht, aber es gibt auch solche, die dann noch hinterherschießen“, sagt sie. Trotzdem gilt: Möglichst ruhig und unauffällig weggehen und auf keinen Fall die Konfrontation mit der aggressiven Person suchen. Außerdem solle man nicht zögern, sich Hilfe zu holen und die Polizei zu rufen.

Ob die Waffe am Ende echt war oder wie in diesem Fall eine Schreckschusspistole, mache für die Zeugen keinen Unterschied, denn ein Laie könne das auf die Schnelle nicht auseinanderhalten. Der Schock ist so oder so vorprogrammiert. Der Mann, der im Stadtpark mit seiner Tochter bedroht wurde, habe auf jeden Fall richtig gehandelt.

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Ein bewaffneter Mann ist in Lübeck bei einem Polizeieinsatz erschossen worden. Der 52-Jährige aus dem Kreis Segeberg starb nach einem Schusswechsel mit einem Beamten in der Nähe des Stadtparks.

Von Sophie Schade

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