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Lübeck Totes Wildschwein aus der Trave geborgen
Lokales Lübeck Totes Wildschwein aus der Trave geborgen
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21:50 04.04.2018
Das tote Wildschwein wird am Geniner Ufer in Lübeck von einem Taucher aus der Trave geborgen. Quelle: Holger Kröger
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Lübeck

Ein totes Wildschwein in der Trave - wie kann das sein? Taucher mussten den Kadaver am Geniner Ufer in Lübeck bergen. Laut Polizei war die Information, ein totes Schwein treibe im Wasser, am Dienstag um 13.46 Uhr eingegangen und an die Feuerwehr weitergegeben worden. Um 14.26 meldete die Feuerwehr, das Tier sei geborgen. Wieso es umkam wurde nicht festgestellt. Es habe keine offensichtlichen Anzeichen für Krankheiten gehabt, hieß es. Die Entsorgungsbetriebe entfernten den Kadaver.

Vor dem Hintergrund der Afrikanischen Schweinepest warnen die Jagdbehörde der Hansestadt Lübeck und der Amtstierärztliche Dienst noch einmal davor, Wildschweine zu füttern:

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Der Wildschweinebestand hat in den letzten Jahrzehnten in vielen Regionen Europas erheblich zugenommen. Erkennbar ist dies auch an den Jagdstrecken. In der Hansestadt Lübeck wurden im zurückliegenden Jahr mit 598 Tieren so viele Wildschweine erlegt wie nie zuvor.

Angst vor der Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest, die bereits in einigen osteuropäischen Ländern grassiert, bedeutet nicht nur für den Wildschweinebestand eine erhebliche Gefahr, sondern ist auch für Hausschweine besonders gefährlich. Eine Impfung gegen diese Viruskrankheit wird auf absehbare Zeit nicht möglich sein. Da der zugenommene Wildschweinebestand die Übertragung der Afrikanischen Schweinepest fördert, sind zum 14. März 2018 die Jagdzeiten für Wildschweine geändert worden.

Seit diesem Zeitpunkt ist in Schleswig-Holstein die Jagd auf Wildschweine ganzjährig erlaubt. Ausgenommen sind lediglich Elterntiere, die für die Aufzucht ihrer Jungen notwendig sind.

Der Jagdbehörde ist bekannt, dass in einigen Bereichen der Hansestadt Lübeck durch Anwohner Wildschweine gefüttert worden sind. Es wird daher ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Füttern von Wildschweinen nicht zulässig ist und ein Zuwiderhandeln mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro geahndet werden kann. Gartenbesitzer werden aufgerufen, im Garten keine Speisereste zu entsorgen und Gartenabfälle unzugänglich für Wildschweine zu kompostieren.

Für Nachfragen stehen die Jagdbehörde, Herr Bold, Tel.: (0451) 122- 1516 oder Herr Hentschel, Tel.: (0451) 122- 1210 oder der amtstierärztliche Dienst, Frau Dr.Tischbirek, Tel.: (0451)122- 1213, zur Verfügung.