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Lübeck Trauer um Helmut Wischmeyer
Lokales Lübeck Trauer um Helmut Wischmeyer
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16:49 29.10.2019
Helmut Wischmeyer bekleidete zahlreiche Ehrenämter. Quelle: Rüdiger Jacob
Lübeck

Wie er so viele Ehrenämter vereinen konnte, wird für immer sein Geheimnis bleiben: Helmut Wischmeyer, der Mann, der nicht nur in der Lübecker Stadtsanierung und Umwandlung von Kasernen zu Wohnraum Großes geleistet hat, ist tot. Er verstarb im Alter von 84 Jahren nach langer, schwerer Krankheit.

30 Jahre in der Wohnungswirtschaft

Mehr als 30 Jahre lang hat der in Berlin geborene und bei Ratzeburg aufgewachsene Wahllübecker als Geschäftsführer die Geschicke der früheren Heimstätten Gesellschaft geleitet. Wischmeyer war maßgeblich an der Übernahme der Neue-Heimat-Wohnungen beteiligt und hat die Umwandlung der Kasernen zu Wohngebieten entscheidend geprägt.

Zahlreiche Ehrenämter in Lübeck

„Das war bundesweit maßstabsgebend“, sagt Stefan Probst, damaliger Heimstätten-Nachfolger von Helmut Wischmeyer, und heutiger Bauvereinsvorstand. „Er hatte die meisterhafte Gabe, große Dinge zu bewegen“, so Probst. Eine Gabe, die er einst innerhalb der evangelischen Jungschar erwarb, wie Wischmeyer einmal verriet. Seine Leidenschaft war das Rudern, seine große Liebe die Musik. So spielte Wischmeyer die Geige im Lauenburger Bachchor, und sang im Ratzeburger Domchor.

Mehr als 20 Jahre lang war Wischmeyer der Musikhochschule Lübeck verbunden, war Mitglied und Vorsitzender der Fördergesellschaft. 27 Jahre lang war Wischmeyer im Vorstand der Possehl-Stiftung aktiv und hatte zehn Jahre lang den Vorsitz der Jury für den Musikpreis der Stiftung inne. 1991 war er Initiator der Königsberghilfe der Hansestadt Lübeck. Weitere Felder seines Engagements waren der städtische Gutachterausschuss und der Hochschulbeirat.

Maßgeblich bei Gründung der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung

Bis 2007 war Wischmeyer Mitglied des Verwaltungs- und Aufsichtsrat der Sparkasse zu Lübeck. „Er hat sich mit großem Engagement, hoher Kompetenz und klugem Weitblick eingesetzt“, sagt Sparkassenvorstand Frank Schumacher. „Vor allem die im Jahre 2004 erfolgte Ausgliederung der Sparkasse auf eine Aktiengesellschaft und die Überführung der Stiftung in die Gemeinnützigkeit wären ohne die tatkräftige Unterstützung von Helmut Wischmeyer nicht möglich geworden“, erinnert sich Schumacher an die Zeit der Gründung der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung.

„Wir haben einen klugen Ratgeber, einen äußerst liebenswerten Menschen und einen Freund verloren, dem wir viel zu verdanken haben“, so Schumacher. 35 Jahre lang setzte sich Wischmeyer in der Gemeinnützigen ein, deren Direktor er von 2003 bis 2006 war. Durch seine Unterstützung gelang es, das Grundstück Rosengarten zu kaufen, zu sanieren und umzubauen, sodass dort 1987 der Lehrbetrieb der Musikschule der Gemeinnützigen aufgenommen werden konnte.

Verdienstkreuz für zahlreiche Ehrenämter

Im Jahre 2007 wurde Helmut Wischmeyer für sein jahrzehntelanges Engagement in zahlreichen Ehrenämtern mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Der Trauergottesdienst ist am Freitag, 1. November, um 13.30 Uhr im Dom zu Lübeck.

Von Rüdiger Jacob

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