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Trauer um den DGB-Nord-Vorsitzenden Uwe Polkaehn

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18:02 09.11.2021
Uwe Polkaehn, der Vorsitzende des DGB Nord, ist im Alter von 66 Jahren gestorben.
Uwe Polkaehn, der Vorsitzende des DGB Nord, ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Quelle: Lutz Roeßler
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Lübeck

„Mit großer Bestürzung haben wir vom Tod unseres langjährigen DGB-Nord-Vorsitzenden Uwe Polkaehn erfahren. Wir verlieren mit Uwe einen guten Freund und überzeugten Gewerkschafter, der sich über Jahrzehnte um die Gewerkschaftsbewegung im Norden verdient gemacht hat“, erklären der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann und der stellvertretende Vorsitzende des DGB Nord, Ingo Schlüter.

Ausbildung bei der Bahn, Studium in Münster

Uwe Polkaehn wurde 1955 in Hamm (Nordrhein-Westfalen) geboren. Nach einer Ausbildung zum Bundesbahnassistenten und nach einem Studium der Soziologie, Politik und Pädagogik an der Universität Münster arbeitete er ab 1989 als Ausbildungssekretär in den DGB-Kreisen Bielefeld und Neumünster. Danach baute er den DGB-Landesbezirk Mecklenburg-Vorpommern mit auf.

2003 wurde er Vorsitzender der DGB-Region Schleswig-Holstein Ost und 2010 Vorsitzender des DGB Nord. In Lübeck, wo er seit langem lebte, und in der Region war er Mitglied in zahlreichen Gremien.

„Er war ein Vollblutgewerkschafter“

„Gute Arbeit war für ihn der Schlüssel zu einem guten Leben, er hat sich mit voller Hingabe für die Belange der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eingesetzt. Die norddeutsche Kooperation und die Zusammenarbeit im Ostseeraum waren ihm eine besondere Herzensangelegenheit. Uwe war ein Vollblutgewerkschafter, aber er wird uns auch als Mensch unglaublich fehlen. Unsere Gedanken und unser aufrichtiges Mitgefühl sind bei seiner Familie und seinen Angehörigen“, erklären Reiner Hoffmann und Ingo Schlüter.

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SPD-Chefin: Ich verliere einen wichtigen Vertrauten

„Die SPD Schleswig-Holstein trauert um Uwe Polkaehn. Er war über viele Jahre ein enger Partner der Sozialdemokratie beim Einsatz für gute Arbeit und die Interessen der Beschäftigten im Land“, erklärte die SPD-Landesvorsitzende Serpil Midyatli. Auf Parteitagen, in gemeinsamen Konferenzen und im Gewerkschaftsrat habe er Impulse für die politische Arbeit der SPD Schleswig-Holstein gegeben. In Form des Landesmindestlohns, des Tariftreugesetzes oder der gestärkten Mitbestimmung sei daraus konkrete Regierungspolitik geworden.

„Mit Uwe Polkaehn verliere ich einen wichtigen Ratgeber und Vertrauten. Er war ein aufrechter Sozialdemokrat und Kämpfer für Arbeitnehmerrechte. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden“, schreibt Midyatli.

DGB Nord vertritt drei Bundesländer

Am 27. November soll die niedersächsische GEW-Vorsitzende Laura Pooth neue Vorsitzende des DGB-Bezirks Nord werden. Das hatte die Gewerkschaft bereits im Sommer angekündigt. Polkaehn wollte aus Altersgründen nicht mehr antreten. Zum DGB Bezirk Nord gehören die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Nach Gewerkschaftsangaben hat der DGB in den drei Ländern insgesamt mehr als 400 000 Mitglieder.

Von LN