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Lübeck Kaum Alkoholmissbrauch, wenig Anzeigen: Polizei und Stadt ziehen positive Bilanz der Travemünder Woche
Lokales Lübeck Kaum Alkoholmissbrauch, wenig Anzeigen: Polizei und Stadt ziehen positive Bilanz der Travemünder Woche
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18:10 29.07.2019
Ruhig und friedlich: Die Polizei zieht eine positive Bilanz der 130. Travemünder Woche. Quelle: Wolfgang Maxwitat
Travemünde

Die 130. Travemünder Woche (TW) ist vorbei. Zehn Tage wurde das Segel- und Partyevent an der Ostseeküste Travemündes gefeiert – und zwar weitestgehend ruhig. Polizei, Bundespolizei und Mitarbeiter des Ordnungsdienstes sind mit dem Verlauf der Jubiläums-TW zufrieden.

Polizei: „Ruhige und friedliche TW“

Die Polizei hat ein positives Fazit der 130. TW gezogen: „Die Einsatzkräfte der Polizei waren an allen Tagen gut beschäftigt, in der Bilanz kann die TW 2019 aber als ruhig und friedlich bezeichnet werden.“ Der Erste Polizeihauptkommissar Matthias Rösing, Revierleiter des 3. Polizeirevieres als Gesamteinsatzleiter, sagt: „Herausragende Straftaten oder größere Schadensereignisse hat es – mit Ausnahme einer vermissten Person – glücklicherweise nicht gegeben.“

Insgesamt wurden über den Zeitraum der diesjährigen TW insgesamt 44 Strafanzeigen der Polizeibeamten gefertigt – im Vorjahr waren es 67. Meist handelte es sich um sogenannte „Rohheitsdelikte“, wie zum Beispiel Körperverletzungen (Vorjahr: 24). 44 Platzverweise wurden von den Beamten ausgesprochen (Vorjahr: 56).

Hells Angels auf der Festmeile – Polizei bleibt defensiv

Etwas beunruhigend wurde es nach LN-Informationen am Sonnabendabend: Etwa 50 Hells Angels-Mitglieder kamen mit schwarzen Motorrädern, parkten diese durchgehend verkehrswidrig, teils auf Behindertenparkplätzen, und marschierten dann blockartig über die Festmeile, bevor sie nach etwa einer Stunde wieder wegfuhren.

„Polizisten in Uniform und in ziviler Bekleidung hielten sich in der Nähe auf und beobachteten die Gruppe“, sagt Polizeisprecher Stefan Muhtz. „Der polizeiliche Schwerpunkt lag in der Begleitung der Gruppe und Verhinderung etwaiger Störungen. Dieses Ereignis wird in die stets aktualisierte Lagebewertung der Polizei zur Rockerkriminalität einfließen und für künftige Einsätze einbezogen.“

30 Strafanzeigen von der Bundespolizei

Von den Beamten der Bundespolizei, die sich um die Sicherheit an Bahnhöfen kümmern, wurden insgesamt 30 Strafanzeigen gestellt. Dabei handelte es sich meist um Delikte wie Körperverletzung und Diebstahl. „Die Zahl der aufgenommenen Anzeigen ist zwar im Verhältnis zu 2018 leicht angestiegen, dennoch blieb aus unserer Sicht alles im erträglichen Rahmen“, sagt Bundespolizeisprecher Gerhard Stelke.

Auch aus Sicht der Wasserschutzpolizei verlief die 130. TW ohne spektakuläre Unfälle oder besondere wasserschutzpolizeiliche Lagen.

Nur wenig Alkoholmissbrauch von Jugendlichen

Das Jugendschutzteam bestehend aus Mitarbeitern des Ordnungsdienstes, des Kinder- und Jugendschutzes sowie der Polizei melden ebenfalls erfreuliche Ergebnisse ihrer Jugendschutzkontrollen. Insgesamt wurden 43 junge Leute wegen des Verdachts auf überhöhten Alkoholkonsum überprüft. Sieben davon hatten gar keinen Alkohol getrunken, einige waren leicht angetrunken. „Es gab aber auch einige hohe und durchaus bedenkliche Messwerte bei Jugendlichen unter 16 Jahren.“ Dennoch sei abschließend ein erfreulicher Trend zu beobachten.

87 Fahrzeuge abgeschleppt, 1555 Verwarnungen

Die Verkehrsüberwachung hat in Travemünde während der zehntägigen Veranstaltung insgesamt 1555 Verwarnungen erteilt und 87 Fahrzeuge abschleppen lassen, da diese im Bereich von Haltverboten, auf Behindertenparkplätzen und in Feuerwehrzufahrten abgestellt waren. 2018 wurden 1409 Verwarnungen erteilt und noch 162 Fahrzeuge geschleppt. Die Anzahl der gravierenden Verstöße hat sich demnach fast halbiert.

Sebastian Musolf und Hannes Lintschnig

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