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Lübeck Falscher Beamter erbeutet fünfstelligen Betrag
Lokales Lübeck Falscher Beamter erbeutet fünfstelligen Betrag
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14:49 30.07.2019
Ältere Menschen werden am Telefon – hier ein Symbolbild – immer wieder Opfer von Betrügern – trotz aller Warnungen. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
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Es war wie so oft: Die 78-jährige Dame erhielt – angeblich von einem Polizeibeamten – am Montag einen Anruf. Der Mann erzählte ihr etwas von einem geplanten Überfall, spielte ihr angebliche Telefonmitschnitte vor und überzeugte sie in mehreren Gesprächen, ihr im Haus befindliches Geld vorsichtshalber einem Kollegen an der Haustür zu übergeben. Das Geld bekomme sie zügig wieder zurück. Deshalb übergab sie es dem angeblichen Polizisten wenig später an der Haustür.

Späte Bedenken

Als ihr Geld nicht, wie zugesagt, nach einer bestimmten Zeit zurückkam, kamen der Geschädigten laut Polizeisprecher Dierk Dürbrook Bedenken, sie verständigte die echte Polizei.

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Polizei fordert niemals Geld

Die werde nicht müde, vor derartigen Betrugsmaschen zu warnen. „Bitte seien Sie wachsam, wenn Sie von Personen nach Ihren Wertsachen befragt werden und lassen Sie diese Personen auf keinen Fall in ihre Wohnung“, so Dürbrook. Die „richtige“ Polizei fordere per Telefon niemals die Herausgabe von Geld, Gegenständen oder höchstpersönlichen Daten. Im Zweifel könne unter dem Polizeiruf 110 jederzeit Auskunft eingeholt werden, ob wirklich die Polizei vor der Tür stehe.

Angehörige und Nachbarn sollten warnen

Und: „Da häufig ältere Menschen von diesen Taten betroffen sind, bitten wir Familienangehörige, Freunde und Nachbarn, die Senioren in ihrem Umfeld über diese Betrugsmasche aufzuklären.“ Denn immer noch stelle die Polizei fest, dass es Menschen gebe, die von derartigen Maschen noch nichts gehört haben. „Und falls doch: Doppelt hält besser“, sagt Dürbrook.

Sabine Risch