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Lübeck Trotz Urteil: Lübeck setzt weiter auf umstrittenen Blitzer
Lokales Lübeck Trotz Urteil: Lübeck setzt weiter auf umstrittenen Blitzer
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15:56 07.10.2019
Perfekt getarnt steht der „Traffistar S 350“ neben den silbernen Papiercontainern und der grünen Kleiderbox in der Lachswehrallee. Mehr als 16 000 Verstöße wurden 2018 in Lübeck mithilfe des Gerätes festgestellt. Quelle: Holger Kröger
Lübeck

Das Urteil des saarländischen Verfassungsgerichts zum Einsatz des Blitzers „Traffistar“ hat keine Folgen in Lübeck. Die Verwaltung setzt weiterhin auf das Geschwindigkeitsmessgerät.

Bußgelder sind gültig

„Wir sind weiterhin der Auffassung, dass der von uns eingesetzte Blitzer ’Traffistar’ für amtliche Messungen eingesetzt werden kann“, erklärt die Stadt auf LN-Anfrage, „unser Blitzer ist amtlich geeicht und wird nach Vorschrift eingesetzt.“ Innensenator Ludger Hinsen (CDU) hat im jüngsten Ausschuss für Sicherheit und Ordnung erklärt, „dass Bußgelder gültig sind“, und an die Autofahrer appelliert, sich ans Tempolimit zu halten.

Im Juli hatte das saarländische Verfassungsgericht geurteilt, dass die Beweisfotos von „Traffistar S 350“ in einem Bußgeldverfahren nicht verwendbar seien, weil gewisse Daten nicht gespeichert werden. In Lübeck wurden im vergangenen Jahr mit dem mobilen „Traffistar“-Gerät mehr als 16 000 Temposünden festgestellt. Stadtsprecherin Nicole Dorel: „Bislang liegen uns keine Einsprüche oder Beschwerden vor.“

Galerie: Farbe, Klebeband, Bombenattrappe: Attacken auf Blitzer in Lübeck

Die Bildergalerie zeigt Attacken auf Lübecker Blitzer in den letzten Monaten, chronologisch sortiert.

Von dor