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Lübeck UN zeichnet Lübecks „Garten für Kinder“ aus
Lokales Lübeck UN zeichnet Lübecks „Garten für Kinder“ aus
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15:30 22.05.2019
Michelle Akyurt (2. v. l.) hat die Auszeichnung an den BUND mit Martin Redepenning (v. l.), Tina Frank und Cora Ringeisen überreicht. Quelle: BUND
Lübeck

Der „Garten für Kinder“ des BUND Lübeck ist jetzt im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Sonderwettbewerb „Soziale Natur - Natur für Alle“ ausgezeichnet worden. Manfred Hellberg vom Vorstand begründet die Auszeichnung damit, dass der BUND seit über zehn Jahren mit dem „Garten für Kinder“ jungen Menschen die Möglichkeit biete, die Natur in der Stadt hautnah zu erleben. Man schaffe zugleich einen Ort der Begegnung.

Im Garten der Natur auf der Spur

„Uns liegt es sehr am Herzen, die Neugierde von Kindern und Jugendlichen für unsere heimische Natur zu wecken“, sagt Hellberg. Die „grüne Oase“ wird nach Angaben des BUND von mehreren Kindergartengruppen wöchentlich besucht. Tina Frank, ökopädagogischen Fachkraft, betreut Garten und kleine Gäste. Diese sollen vom Regenwurm über den Zitronenfalter bis zur roten Bete die biologische Vielfalt kennenlernen. „Mit Becherlupen und Schaufeln sind wir der Natur auf der Spur“, sagt Hellberg. Für eine zukunftssichernde und damit nachhaltige Entwicklung seien eine ökologische Denkweise und ein respektvoller Umgang mit der Umwelt unabdingbar.

Kinder pflanzen und ernten im Garten

Der „Garten für Kinder“ soll ein Ort sein, der Kinder zum Entdecken, Forschen, Experimentieren und Entspannen einlädt. Durch eigene Erlebnisse mit der Natur und vielen Begegnungsmöglichkeiten mit Tieren und Pflanzen können Kinder die Fülle der biologischen Vielfalt wahrnehmen. Sie sollen die heimische Natur als etwas Wertvolles, Liebenswertes und damit Schützenswertes kennenlernen. „Gemeinsam mit den Kindern säen und pflanzen wir Gemüse“, erläutert Hellberg. „Die Pflanzen werden gehegt und gepflegt bis wir die selbst geernteten Produkte direkt vor Ort genießen oder über dem Feuer oder im Lehmbackofen zubereiten können.“

Lebensräume für verschiedene Tierarten

Des Weiteren werde den Kindern vermittelt, dass auch etwas vermeintlich Unnützes etwas sehr Wertvolles ist. „Beispielsweise erklären wir ihnen, warum die Brennnessel brennt und dass wir einen schmackhaften Tee aus ihr kochen können“, sagt Hellberg. Darüber hinaus würden Lebensräume für verschieden Tierarten geschaffen. Die kleinen Besucher bauen Vogel-Nistkästen, Marienkäferhäuser oder füllen das Wildbienenhaus mit Materialien. Ausgerüstet mit einer Becherlupe gehen die Kinder auf die Suche nach Insekten, Regenwürmern oder anderen Dingen, um sie genau zu erforschen. Auf einem großen Plakat halten sie dann ihre Entdeckungen malerisch fest. Dazu werde das sinnliche Wahrnehmungsvermögen gefördert.

Gute Beispiele als Vorbild

Gute Beispiele sollen als Vorbild dienen. Aus diesem Grund zeichnet die UN-Dekade Projekte und Beiträge aus, die sich in besonderer Weise für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen. Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für die biologische Vielfalt erklärt. Die Staatengemeinschaft ruft damit die Weltöffentlichkeit auf, sich für die biologische Vielfalt einzusetzen. Weitere Informationen gibt es unter www.undekade-biologischevielfalt.de

LN

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