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Lübeck Überfall auf Lübecker Tankstelle? Skurriler Einsatz für die Polizei
Lokales Lübeck Überfall auf Lübecker Tankstelle? Skurriler Einsatz für die Polizei
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20:55 29.06.2019
Ein mutmaßlicher Überfall sorgte für einen Polizeieinsatz Quelle: Holger Kröger
Lübeck

Eigentlich wollte ein Motorradfahrer an einer 24-Stunden-Tankstelle in unmittelbarer Nähe der Lübecker Stadtwerke nur seinen Tank füllen. Nicht ungewöhnlich also, dass der Verkaufsraum sowie die Fläche, auf welcher sich die Zapfsäulen befinden, hell erleuchtet sind. Trotz alledem beschleicht den Motorradfahrer ein komisches Gefühl.

Normalerweise ist der Mitarbeiter im Verkaufsraum relativ leicht auszumachen. Nicht so an diesem Morgen gegen 00:45 Uhr. Seinem Gefühl folgend, versucht der Fahrer des Motorrades in den Verkaufsraum zu gehen, um sich davon zu überzeugen, dass alles in Ordnung ist. Dies gelingt ihm nicht. Die Tür ist verschlossen. Auch auf Klopfen keine Reaktion. Minuten vergehen. Möglich, dass der Angestellte einfach nur seinen menschlichen Bedürfnissen nachgeht. Als auch nach mehreren Minuten immer noch keine Bewegung im Verkaufsraum zu erkennen ist, sieht sich der Motorradfahrer rings um das Gebäude um. Ein Fenster steht auf Kipp. Nun macht er sich doch etwas mehr Sorgen und wählt den Notruf der Polizei. Mit drei Streifenwagen und einem Diensthund erreichen die Beamten die Einsatzstelle. Auch ihnen geht es nicht anders: verschlossene Türen, angekipptes Fenster, hell erleuchtete Tankstelle – aber keine Menschenseele. Nun wird es auch für die Beamten brisant. Was ist zu tun? Hat hier etwa ein Überfall stattgefunden? Liegt der Angestellte eventuell gefesselt in den Räumlichkeiten? Es bleibt nur eins: Die Feuerwehr muss helfen.

Einsatzkräfte verschaffen sich Zutritt zum verschlossenen Verkaufsraum

Am Einsatzort angekommen, verschaffen die Helfer der Berufsfeuerwehr Lübeck den Beamten über ein Seitenfenster Zutritt zu dem verschlossenen Verkaufsraum. Vorsichtig erkunden die Beamten das Terrain. Nichts. Kein Angestellter, keine Verwüstungen, keine aufgebrochene Kasse. Nichts weist darauf hin, dass sich hier etwas Außergewöhnliches abgespielt haben könnte. Mit Flatterband sperren die Beamten das Gelände der Tankstelle ab, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Zu einem Einsatz der besonderen Art wurden in der Nacht zum Samstag die Einsatzkräfte der Polizei Lübeck gerufen,

Gegen 2:30 Uhr erreicht der Pächter der Tankstelle die Szenerie. Und hier ist der Einsatz für die Polizei plötzlich schnell beendet. Der Grund für die verlassene Tankstelle ist schier unglaublich: Der Mitarbeiter hatte einfach keine Lust mehr.

Ohne seinen Chef oder sonst irgendjemanden zu informieren, hat der Angestellte den Verkaufsraum der voll funktionsfähigen Tankstelle einfach nur verschlossen und sich mit unbekanntem Ziel davongemacht. Weshalb er diesen Weg der vermutlich sehr spontanen Kündigung gewählt hat, bliebt den Beamten verborgen. Nach Einsatzende wurde die Tankstelle an den Pächter übergeben. Was für die Beamten mit einem undurchsichtigen Einsatz begann, endete in dieser Nacht lediglich mit der Anfertigung eines Berichts.

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