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Lokales Lübeck Uni Lübeck: Neues Zuhause für Hautforschung
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20:13 15.07.2019
Der symbolische Spatenstich (v. l.): GMSH-Projektleiter Eckhard Wulkopf, Frank Eisoldt (GMSH-Geschäftsführer), Prof. Christian Sadik, Staatssekretär Oliver Grundei, Uni-Präsidentin Gabriele Gillessen-Kaesbach, Vize-Präsident Prof. Enno Hartmann und Prof. Detlef Zillikens. Quelle: Agentur 54°
St. Jürgen

Sie widmen sich Erkrankungen, von denen viele Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind, und stellen dabei die Haut als Modell für die Entstehung dieser Leiden in den Mittelpunkt ihrer intensiven Forschung, die 140 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, für die jetzt auf dem Uni-Campus an der Marie-Curie-Straße ein neues Zuhause mit dem Kürzel „CRIS“ entstehen soll. Dort werden nach Fertigstellung ab Mitte 2022 unter einem Dach Spezialisten aus sechs Instituten und zwei Kliniken neue Behandlungsansätze – bis zum fertigen Medikament – für chronisch-entzündliche Hauterkrankungen entwickeln.

Hoffnung für Millionen Kranke

Die Tragweite des Projektes: Zu den sogenannten Autoimmunerkrankungen zählen zum Beispiel nicht nur die Hautleiden Neurodermitis und die seltenen blasenbildenden Autoimmundermatosen, sondern unter anderem auch Multiple Sklerose, die rheumatoide Arthritis oder chronisch entzündliche Darmleiden wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa. „Der große Vorteil ist aber, dass die Haut ein großes und leicht zugängliches Organ ist“, erklärt Prof. Detlef Zillikens, Direktor der Lübecker Uniklinik für Dermatologie und Sprecher des CRIS, „eine Biopsie zum Beispiel im Darm ist nachvollziehbar wesentlich komplizierter.“ Deshalb sei die Haut das perfekte Modellorgan, um Mechanismen in der Krankheitsentstehung verstehen zu lernen.

So soll der Gebäudekomplex mal ausssehen. Quelle: GMSH

Die Errichtung des „CRIS“ war vor zwei Jahren vom Wissenschaftsrat, dem wichtigsten wissenschaftspolitischen Beratungsgremium in Deutschland, als Ergebnis eines bundesweiten Bewerbungsverfahrens bewilligt worden. Entsprechend beteiligt sich der Bund zur Hälfte an den Baukosten. Dies war der Universität zuvor bereits beim Bau des benachbarten CBBM-Forschungsgebäudes gelungen. „Als ehemaliger Kanzler konnte ich das Projekt von der ersten Idee bis hin zum jetzt erfolgten Spatenstich begleiten. Und hinter allem stecken immer wissenschaftliche Erfolge“, würdigt der Kieler Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Oliver Grundei die Erfolgsgeschichte.

Gesamtbaukosten: zirka 60 Millionen Euro

Dass an diesem Tag eigentlich ein doppelter Spatenstich erfolgt, betont GMSH-Geschäftsführer Frank Eisoldt. „Denn in diesem Gebäudekomplex mit dem Umfang 40 mal 80 Meter werden sich zukünftig zwei Einrichtungen, das ,CRIS’ sowie das Zentrum für Medizinische Struktur- und Zellbiologie, kurz ZMSZ, verbergen. Es ist uns also gelungen, den beschränkten Bauraum auf dem Campus optimal auszunutzen, um ein hochmodernes interdisziplinäres Zentrum mit einer fächerübergreifenden Forschungsmöglichkeit entstehen zu lassen“, so Eisoldt. Die Gesamtkosten werden auf zirka 60 Millionen Euro geschätzt.

„CRIS“ als Internationales Zentrum

Prof. Enno Hartmann, Uni-Vizepräsident, ist das Signal wichtig, dass das neue Forschungsgebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zur Bibliothek und zum Audimax liegt. „Sinnfälliger kann man Forschung und Lehre als eine Einheit meiner Meinung nach gar nicht gestalten“, merkt er an. Und Prof. Christian Sadik, Geschäftsführer des CRIS, sagt: „Mit dem CRIS erhält die Entzündungsforschung an der Haut in Deutschland erstmals eine eigene Heimat. Entsprechend wird die Stellung der Universität zu Lübeck als eines der führenden internationalen Zentren der Hautforschung weiter zementiert.“

Michael Hollinde

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