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Lübeck Uniklinikum: Verwaltung zieht in modernen Doppelneubau
Lokales Lübeck Uniklinikum: Verwaltung zieht in modernen Doppelneubau
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18:24 25.11.2013
Von Michael Hollinde
Durch den gläsernen Verbindungsgang — mit der Aufschrift „UKSH“ — hebt sich der Zwillingsneubau von den restlichen MFCs ab. Fotos (2): Neelsen
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St. Jürgen

Für Angela Janetzke ist es hier schon der erste Arbeitstag; alle anderen Besucher sind vorerst nur zur Besichtigung gekommen. Denn die Verwaltungsmitarbeiterin des Uniklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) sitzt bereits an ihrem neuen Arbeitsplatz am Empfangstresen des markanten, fertiggestellten Zwillingsbaus und ist von dem Gebäudekomplex schon eingenommen — „er hat was — hell, freundlich, übersichtlich“, so ihr erster Eindruck. Der Einzug der weiteren UKSH-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter — rund 350 an der Zahl — in ihre Büros im neuen Verwaltungszentrum im Hochschulstadtteil wird sich noch über ein paar Wochen hinziehen. „Ende März soll das abgeschlossen sein“, erklärt dazu Professor Jens Scholz, UKSH-Vorstandsvorsitzender.

Nahezu in Rekordzeit — in 15 Monaten Bauzeit — ist der Doppelneubau, der mittels gläsernem Übergang verbunden ist, an der Maria- Goeppert-Straße 7 a und 7 b in der Reihe der nunmehr sechs fertigen Multifunktionscenter entstanden. Nahezu rekordverdächtig ist aber auch die Zeit, die es gebraucht hat, die UKSH-Verwaltung an einem Klinik-Standort zusammenzulegen, woran der Kieler Staatssekretär Rolf Fischer (SPD) erinnert. Der satzungsmäßige Sitz des UKSH ist nämlich die Hansestadt. „Die Fusion von Lübeck und Kiel ist schließlich schon zehn Jahre alt, und im Jahr 2008 gab es dann die Empfehlung der Landesregierung, die Verwaltung an der Trave zu konzentrieren“, erklärt der Mann aus dem Bildungs- und Wissenschaftsministerium, der auch das Amt des UKSH-Aufsichtsratsvorsitzenden inne hat. Trotz E-Mail und Video- Konferenz könne einfach nichts das notwendige vertrauliche Gespräch an einem Ort, bei dem man sich gegenüber sitze, ersetzen. „Eine Verwaltung, eine Belegschaft, ein Haus“ sei nun mal das richtige Konzept. Allein am Campus Lübeck sind Dezernate und Stabsstellen auf acht Gebäude verteilt.

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„Bisher ist es für mich so, dass ich ein echtes Treppenfitness-Programm zu absolvieren habe, wenn ich mich mit meinen Kollegen beraten möchte. Wir sind nämlich über drei Etagen verteilt“, sagt Architektin Nicole Schröter vom „Facility Management“. Nun ziehe man gemeinsam in Gruppenbüros auf eine Etage, was natürlich die Kommunikation enorm beschleunige und effizienter mache. Ihre Kollegin Nele Westphal sieht ebenfalls diese Vorzüge. „Sicherlich muss man sich aber erstmal daran gewöhnen, von einem Zweier-Büro in ein Vierer- oder Fünfer-Büro zu ziehen. Allerdings werden dadurch Abstimmungsprozesse garantiert effizienter.“ Westphal gehört zu den 50 Verwaltungsmitarbeitern, die campusübergreifend pendeln und parallel zudem einen Arbeitsplatz in Kiel haben. Darüber hinaus sind noch weitere 250 der insgesamt 600 UKSH-Verwaltungsangestellten ausschließlich in der Fördestadt tätig.

Für den UKSH-Vorstandsvorsitzenden Scholz ist nunmehr die erste Dekade nach der Fusion erfolgreich abgeschlossen. „Und für die nächsten zehn Jahre wünsche ich mir jetzt neue Klinik- und Forschungsgebäude an beiden Standorten.“ Umziehen darf demnächst übrigens auch wieder das Uni-Präsidium — „worüber wir uns sehr freuen“, bemerkt Professor Peter Dominiak. Denn das Haus 1 auf dem Uni-Campus, in dem bisher der UKSH-Vorstand zu Hause war, wird nun wieder frei.

10,7 Millionen Euro teuer
Das Verwaltungszentrum des UKSH befindet sich in den Multifunktionscentern V und VI an der Maria-Goeppert- Straße 7a und 7b. Bauherr und Vermieter ist das Technikzentrum, von der das UKSH die Räumlichkeiten mietet. Es wurden 10,7 Millionen Euro durch den Bauherrn investiert, davon sind 9,2 Millionen Euro Baukosten. Die Bruttogeschossfläche beträgt rund 8800 Quadratmeter.
Insgesamt verfügt das Gebäude über 393 Arbeitsplätze.

Michael Hollinde