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Lübeck VfB-Lübeck-Erlebnistag: Fußballer trainieren auf dem Golfplatz
Lokales Lübeck VfB-Lübeck-Erlebnistag: Fußballer trainieren auf dem Golfplatz
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11:26 01.07.2019
VfB-Neuling Sören Lippert (l.) beim Turnier in Curau. Quelle: Doreen Dankert
Lübeck/Curau

Gerade erst vor gut einer Woche ist er in Lübeck angekommen, Sören Lippert, der Neuzugang, den der VfB Lübeck von Borussia Dortmund gekauft hat. Und gleich wird der 19-Jährige beim alljährlichen VfB-Erlebnistag auf dem Golfplatz Curau ins kalte Wasser geworfen. Weil Sören Lippert und sein Fußball-Kollege Nicolas Hebisch die sogenannte Platzreife haben, wurden die beiden vom VfB-Aufsichtsratsmitglied und Erlebnistag-Organisator Eckhard Evers am Donnerstag zum Golfturnier mit VfB-Sponsoren eingeteilt.

Golftraining statt Fußballtraining

Grundsätzlich gilt für alle VfB-Spieler an diesem Tag: Die zweite Trainingseinheit des Tages findet nicht auf dem Fußballrasen, sondern auf dem Golfrasen statt. Für die Fußballer ohne Platzreife beim Golf-Pro und VfB-Fan Julian Brunswieck auf der Übungsanlage ab 14.30 Uhr, für die beiden Turnierspieler aber schon um 12.30 Uhr.

Eine der ersten Trainingseinheiten für den neuen VfB-Fußballer Sören Lippert war eine Runde Golf in Curau beim VfB-Golftag.

Rund fünf Stunden strammes Spiel bei strammem Wind haben sie vor sich. Der Startschuss fällt für alle auf dem Platz verteilten Turnierteilnehmer gleichzeitig. So jedenfalls ist der Plan.

Zwei VfB-Fußballer haben Golf-Platzreife

Es ist kurz vor halb eins Uhr. Doch einer fehlt noch – Sören Lippert. Eckhard Evers wird nervös: „Wo bleibt der denn? Kann ihn mal einer anrufen? Der soll sofort herkommen, wir verschieben den Start auf 12.45 Uhr.“ Schnell stellt sich heraus, dass es ein Missverständnis gibt: Der Neue beim VfB hat in seinem Terminkalender „14.30 Uhr Golfplatz Curau“ stehen und nicht 12.30 Uhr. Zu dieser Zeit befinden sich Sören Lippert und die andere Spieler gerade bei einer VfB-Schulung für die neuen Regeln im Fußball.

Und so endet für Sören Lippert die Schulung abrupt. Im Eiltempo wird er nach Curau gebracht. Um kurz vor 13 Uhr beginnt das Turnier ohne ihn.

Auch im Golf gibt es Regeln. Viele und strenge Regeln. Der aus Frankfurt a. M. stammende Sören Lippert kennt sie, denn schließlich musste er für die Platzreife eine Prüfung ablegen – schriftlich und praktisch. Das war vor zehn Jahren bei einem Familienurlaub im Ressort Fleesensee in Mecklenburg.

Sören Lippert bricht Golfregeln

Und die Golfregeln besagen, wer zu spät beim Turnier erscheint, wird disqualifiziert. Wer keinen Polokragen trägt, verstößt gegen die Etikette – und mit abgeschnittenen Jeans noch viel mehr. Noch bevor Sören Lippert nach fünf Jahren Spielpause, wie er verrät, zum ersten Mal in Curau einen Schläger aus der Tasche zieht, hat er gleich gegen ein paar Regeln verstoßen. Die „Handy-auf-dem-Golfplatz-verboten-Regel“ kommt später noch dazu. Doch von Eckhard Evers, selbst passionierter Golfer und Turnierleiter an diesem Tag, wird an diesem Tag über die Regelbrüche hinweggesehen.

Marschall fährt den Spieler mit Verspätung über den Platz

Golfplatz-Marschall Dieter Lutz karrt den Fußballer dann mit maximalem Tempo quer über den Platz zu seinem Flight. Eine Bahn hat Sören verpasst. „Macht nichts“, sagt er lachend. Für den VfB-Innenverteidiger wird es ein Kaltstart auf dem Platz. 17 Löcher hat er noch vor sich. Sein erster Ball fliegt weit und schräg – direkt auf die benachbarte Bahn, danach landet er im Bunker, wenig später im dicken Gras. „Ohh“, seufzt er, „so ein Kaltstart nach so langer Spielpause ist hart. Ich muss erst mal warm werden.“ Und das wird er dann von Bahn zu Bahn. Ein paar Turniere hat Sören Lippert in seinem Leben schon gespielt – und gewonnen. Denn immerhin bewegt er sich mit seinem Handicap -34 bereits in der Königsklasse (- 36 und niedriger) der Golfer. Nach dem Fußballtraining am Vormittag und dem Zehn-Kilometer-Spaziergang mit Bälle-Schlagen auf dem Golfplatz spüre er die Anstrengung schon in seinen Beinen, sagt er. Es ist eben ein spezieller Tag mit ganz speziellem Training – einen Tag vor seinem ersten VfB-Spiel am Freitag gegen Eichede als neuer Innenverteidiger mit der Rückennummer 20.

Doreen Dankert

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