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Lübeck E-Roller in Lübeck: So werden sie aufgeladen und eingesammelt
Lokales Lübeck E-Roller in Lübeck: So werden sie aufgeladen und eingesammelt
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19:09 13.07.2019
Viel und vernünftig genutzt: Die neuen E-Scooter von Voi werden in Lübeck gut angenommen. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
Lübeck

Seit einer Woche gibt es die flinken Elektro-Flitzer von Voi in Lübeck. Ob jung oder alt, Lübecker oder Touristen – alle mögen die praktischen E-Roller. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Start in Lübeck und haben auch extrem positives Feedback bekommen“, sagt Claus Unterkircher, General Manager für Voi Deutschland. „Die Roller sind heiß begehrt.“

Ein E-Scooter im Wasser gefunden

Auch in Sachen Verkehrssicherheit gibt es mit den E-Scootern bisher keine nennenswerten Probleme: keine Unfälle, keine Fälle von übermäßigem Alkohol- oder Drogenkonsum auf den Rollern. Lediglich einer der 100 Scooter hat einen Ausflug ins kühle Nass gemacht. „Beim 4. Polizeirevier wurde ein E-Roller einer Verleihfirma als Fundsache abgegeben. Der Roller wurde im Wasser liegend unterhalb der Wakenitzbrücke gefunden“, sagt Polizeisprecher Ulli Fritz Gerlach.

Wer lädt die E-Roller eigentlich wieder auf?

Tagsüber sieht man viele der rot-schwarzen Roller durch das Stadtgebiet fahren. Morgens stehen sie dann meist wieder frisch aufgeladen in Zweier- bis Vierergruppen an ihren Standorten in der Innenstadt und in Travemünde. Aber wie kommen sie da wieder hin? „Wir arbeiten mit Logistikdienstleistern wie etwa Kurierdiensten zusammen, die die E-Roller abends einsammeln, aufladen und morgens dann wieder zu ihren Standorten bringen“, sagt Unterkircher. Da die Roller mit GPS ausgestattet sind, kann man jederzeit erkennen, wo die Roller stehen, wie voll der Akku noch ist und ob sie gewartet werden müssen.

Freischalten, Gas geben, Spaß haben: Mit den neuen E-Scootern von Voi kann man in Lübeck eine Menge Spaß haben. Aber ein paar Kleinigkeiten sind zu beachten.

Juicer, Charger, Ranger und Hunter machen die Roller wieder fit

Bei anderen Unternehmen, die E-Roller in deutschen Städten verleihen, verdienen sich Privatpersonen einen kleinen Nebenverdienst, indem sie die Roller einsammeln und aufladen. Bei den US-Anbietern Lime und Bird heißen sie „Juicer“ und „Charger“, beim Berliner Unternehmen Tier sind es „Ranger“ – und bei Voi sind es sogenannte „Hunter“. „Aber in Deutschland arbeiten wir nicht mit ,Huntern’ zusammen“, sagt Unterkircher.

Bald müssen die E-Scooter gar nicht mehr eingesammelt werden. Denn das Nachfolgermodell, die „Voiager 2“, wird mit austauschbaren Akkus ausgestattet sein. „Unsere Voi-Mitarbeiter werden dann mit elektrischen Cargobikes durch die Stadt fahren und die Akkus einfach austauschen. Die E-Cargobikes sind übrigens auch für den deutschen Markt geplant“, sagt Unterkircher.

Stadtverkehr: „Sie integrieren sich wie Fahrräder

Kooperation mit Lübecker Stadtverkehr

Für die neuen E-Scooter in Lübecks Innenstadt und in Travemünde ist der Lübecker Stadtverkehr eine Kooperation mit der schwedischen Firma „Voi“ eingegangen. Das Ziel ist, ein modernes Mobilitätskonzept weg vom Auto für die Hansestadt zu schaffen. Für eine Startgebühr von einem Euro und weiteren 15 Cent pro gefahrener Minute sind die E-Scooter zu haben. Die ersten 100 Roller stehen bereit, weitere sollen kommen, wenn sie von den Lübeckern gut angenommen werden.

Auch beim Lübecker Stadtverkehr ist man nach der ersten Woche mit den neuen E-Scootern sehr zufrieden. „Die neuen Roller integrieren sich in den Straßenverkehr wie Fahrräder“, sagt Stadtverkehr-Sprecherin Gerlinde Zielke, die mit einigen Busfahrern gesprochen hat. „Sie sehen da kein großes Problem.“

Der Gutschein über zehn Euro Rollervergnügen, die der Stadtverkehr seinen Abo-Kunden schenkt, wurde allerdings nicht besonders gut angenommen. „Bisher haben sich 30 Personen den Gutschein im Service-Center abgeholt“, sagt Zielke. Nicht besonders viel bei etwa 13 000 Abo-Kunden. „Aber es sind auch viele Schüler und Senioren dabei. Außerdem sind die Gutscheine ja auch noch bis Ende August erhältlich.“

Lesen Sie hier: Der große LN-Test mit dem E-Roller

Hannes Lintschnig

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