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Lübeck Vollsperrung Possehlbrücke: Das sagen die Unternehmer
Lokales Lübeck Vollsperrung Possehlbrücke: Das sagen die Unternehmer
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17:01 26.07.2019
Baustelle Possehlbrücke: Seit Donnerstag ist die Querung voll gesperrt – für zwei Wochen. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
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Genin

Das Gewerbegebiet ist abgeschnitten. Die Possehlbrücke ist gesperrt. Zwei Wochen lang haben die Unternehmer in Genin mit der Vollsperrung der Brücke zu kämpfen. Die Firmenchefs haben sich auf diese Zeit vorbereitet – und hoffen, dass die Possehlbrücke im November fertig wird. Nach viereinhalb Jahren Bauzeit.

Chefs organisieren ihren Betrieb um

„Die Possehlbrücke ist das Nadelöhr“, sagt Holger Schöler. Er führt einen Malerbetrieb mit 16 Mitarbeitern. „Für mich ist die Vollsperrung ein logistisches Problem“, sagt Schöler. Deshalb hat er bereits kräftig eingekauft. Denn zwei Wochen lang kommen die Lieferanten nicht zu seinem Betrieb in die Straße Kaninchenborn. Und: Schöler hat seinen Betrieb für die Zeit der Vollsperrung anders organisiert. Die Mitarbeiter fahren direkt zur Baustelle. Würden sie erst in die Firma fahren, kostet das jeden Mitarbeiter eine halbe bis eine Stunde Arbeitszeit. Dafür fährt Schöler jetzt durch die Gegend zu seinen Leuten auf die Baustellen. Er hofft, dass die Brücke im November fertig wird. Schöler: „Dann macht ganz Lübeck drei Kreuze.“

Immerhin: Vollsperrung in den Sommerferien

Für Baustoffe Richter ist die Vollsperrung keine neue Situation. „Für uns ist die Brücke seit sieben Jahren voll gesperrt“, sagt Chef Hartmut Richter. Denn: Seit April 2012 dürfen keine dicken Laster über die Possehlbrücke fahren. Richter hat seinen Baustoff-Handel in der Straße Hinter den Kirschkaten. Dorthin kommen seine Lieferanten und großen Baufirmen. Die bewegen Lastwagen mit 24-Tonnen. „Was uns wehtut, sind die Kunden, die die Materialien bei uns abholen“, sagt Richter. Die fahren kleinere Wagen. „Manche Kunden bleiben ganz weg“, sagt Richter. Denn: „Man kann sich nicht ernsthaft in eine Auto-Schlange vor der Baustelle-Ampel an der Possehlbrücke stellen.“ Aber: Richter ist froh, dass die Vollsperrung in den Sommerferien ist. „Dann sind viele Kunden im Urlaub.“

Mitarbeiter im Urlaub

Ähnlich sieht es Alexander Kunkel. Ihm gehört die Dachdecker-Firma Cavier und Sohn in der Zeißstraße. „Die meisten meiner Mannschaft sind im Urlaub“, sagt Kunkel, der 30 Mitarbeiter hat. Daher ist er ebenfalls angetan davon, dass die Vollsperrung der Possehlbrücke in den Sommerferien ist. Klar: „Es gibt Einschränkungen“, sagt Kunkel. Er sehnt das Ende der Dauer-Baustelle herbei, sagt aber auch: „Uns wird jetzt auf den letzten Metern nicht die Luft ausgehen.“

Hat vehement für die Baustellen-Ampel an der Possehlbrücke gekämpft: Detlef Zielke, Vorsitzender des Unternehmer-Vereins „Wir in Genin“. Quelle: hfr

Hoffen auf das Ende der Dauer-Baustelle

Für Detlef Zielke gilt das Gleiche. Der Chef der Autowerkstatt hat seinen Betrieb für die Zeit der Vollsperrung umorganisiert. Termine für Wagen der Marke Volvo gibt es erst nach den zwei Wochen. Denn: „Wir holen Ersatzteile aus der Innenstadt“, sagt Zielke. Und auch ein paar seiner sieben Mitarbeiter sind in den Urlaub gegangen. Denn durch die Vollsperrung der Possehlbrücke ist nicht viel zu tun. Aber: „Da müssen wir jetzt durch“, sagt Zielke. Er setzt ebenfalls darauf, dass die Possehlbrücke im November fertig ist. „Dann mach ich eine Flasche Champagner auf.“

Firmenchefs erkämpften Baustellen-Ampel

Rückblick: Die Unternehmer in Genin hatten in Sachen Possehlbrücke vehement gekämpft. Denn die marode Querung wird seit März 2015 neu gebaut. Seither ist die Brücke nur auf einer Spur befahrbar. Die Stadt hatte die Wagen nur stadteinwärts rollen lassen. Dagegen hatten die Geniner Firmenchefs massiv protestiert und durchgesetzt, dass die Brücke eine Baustellen-Ampel bekommt. Erfolgreich. Seit April 2017 können Autofahrer die Possehlbrücke im Wechsel stadteinwärts und stadtauswärts nutzen.

Josephine von Zastrow

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