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Lübeck Vollsperrung im Mönkhofer Weg
Lokales Lübeck Vollsperrung im Mönkhofer Weg
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20:10 14.07.2017
Von der Ratzeburger Allee aus in die Kahlhorststraße abbiegen: Ab dem 24. Juli lieber nicht. Quelle: Fotos: Kröger
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St. Jürgen

Das Wort Vollsperrung weckt bei Julia Bruhn ungute Gefühle. Die 27-Jährige wohnt im Mönkhofer Weg und ist von den Sperrung ab dem 24. Juli betroffen. Die Vorarbeiten beginnen bereits am Montag. Etwa acht Wochen wird es für Bruhn und viele Anwohner, Mitarbeiter von UKSH, Universität und Fachhochschule, Patienten, Studenten und Besucher zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen.

Am Montag beginnen für voraussichtlich acht Wochen umfangreiche Straßensanierungen.

Um den Asphalt der Fahrbahn zu erneuern, werden zunächst bis zum 31. Juli Teilstücke von der Ratzeburger Allee bis zur Einmündung Mönkhofer Weg und im Mönkhofer Weg von der Ecke Kalkbrennerstraße bis zu den Bahnschienen gesperrt werden. „Mein Mann und ich fahren normalerweise jeden Morgen mit dem Auto über den Mönkhofer Weg. Wenn jetzt alle Anwohner über die Kahlhorststraße ausweichen, staut es sich bestimmt spätestens an der Kronsforder Allee“, befürchtet Julia Bruhn. Eine Stunde werde sie wohl oder übel für den Weg bis zu ihrem Arbeitsplatz einplanen, „sonst brauche ich üblicherweise eine halbe Stunde“.

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Auch im August wird der Mönkhofer Weg an zwei weiteren Stellen saniert: Die ersten beiden Wochen zwischen der Zufahrt der UKSH-Klinik und der Buswendeanlage am Ende der Straße, danach bis Ende August zwischen Stadtweide und der Zufahrt zur Klinik.

Die Zufahrt zum UKSH wird dann über eine Ampelanlage geregelt, teilt die Stadt mit. Großflächige Umleitungen über den St.-Jürgen-Ring, die Kronsforder Allee und die Berliner Allee seien zudem ausgeschildert. „Die Rettungswagen können die Klinik trotzdem ohne zeitliche Verzögerung anfahren“, sagt Matthias Schäfer, Sprecher der Feuerwehr. Die Anwohner müssten sich allerdings auf mehr Rettungsfahrten über die Berliner Allee einstellen. Oliver Grieve, UKSH-Sprecher, rechnet für Mitarbeiter und Besucher bei der Anfahrt mit einigen Verzögerungen. „Wir haben aber im Vorfeld alle Mitarbeiter über die Sanierungen informiert“, so Grieve weiter, „wir kriegen das schon hin.“

Anwohnerin Julia Bruhn wurde von der Stadt nicht informiert, wie sie sagt. „Ich finde das schade, weil man dann morgens vor vollendete Tatsachen gestellt wird“, sagt die 27-Jährige. Nur diejenigen, deren Wohnsitze direkt an die Bereiche der Vollsperrung angrenzen, sind vorher über den Postweg aufgeklärt worden. „Die Anwohner in den betroffenen Bereichen, inklusive den Sackgassen Hermann- Löns-Weg und Immengarten werden gebeten, bis zum 23. Juli bei Ausfahrtsbedarf ihre Kraftfahrzeuge in den umliegenden Straßen abzustellen“, teilt die Stadt mit. Bruhn befürchtet, dass bei den sowieso schon nicht ausreichenden Parkmöglichkeiten noch mehr Frust unter den Anwohnern entstehen wird.

Auch die Universität und die Fachhochschule sind mit ihrer direkten Zufahrt über den Mönkhofer Weg betroffen. „Der Mitarbeiterparkplatz kann aber jederzeit angefahren werden“, sagt Thomas Niesse vom Dezernat Bau der Universität. Das Bauvorhaben fällt in die Semesterferien, dann werde es sowieso ruhiger im Stadtteil. Nur Lieferanten und Besucher wüssten dann eventuell nicht Bescheid.

„Grundsätzlich finden wir es begrüßenswert, dass eine neue Fahrbahndecke gebaut wird“, sagt Niesse, „der Mönkhofer Weg war schon lange sanierungsbedürftig.“ Frank Mindt, Sprecher der FH, geht davon aus, dass es dort vor allem die Autofahrer treffen wird. In der dritten Phase der Bauarbeiten wird nur einer der FH-Parkplätze erreichbar sein.

Der öffentliche Nahverkehr mit den Linien 1, 9 und 17 wird während der Bauarbeiten umgeleitet. „In der ersten Bauphase werden die Haltestellen Kahlhorststraße, Kalkbrennerstraße und Kastanienallee in beiden Richtungen nicht bedient“, sagt Stadtverkehr-Sprecherin Dr. Carolin Höhnke. Ersatzweise werde an den Haltestellen Amselweg, Weinbergstraße und Gustav-Falke-Straße gehalten. „Wir werden weitere Umleitungen zeitnah an die Fahrgäste kommunizieren“, sagt Höhnke. Fahrradfahrer haben weiterhin freie Fahrt.

 Saskia Bücker

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