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Lübeck Mosaik im Jugendzentrum Burgtor restauriert
Lokales Lübeck Mosaik im Jugendzentrum Burgtor restauriert
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17:59 28.08.2019
Restaurator Roland Hooss zeigt, welche Steine des Mosaiks er erneuert hat. Claudia Kümmeke, Leiterin des Jugendzentrums, und Petra Christodulow, die Nichte von Künstler Peter Thienhaus, freuen sich, dass das Kunstwerk wieder vollständig zu sehen ist.
Restaurator Roland Hooss zeigt, welche Steine des Mosaiks er erneuert hat. Claudia Kümmeke, Leiterin des Jugendzentrums, und Petra Christodulow, die Nichte von Künstler Peter Thienhaus, freuen sich, dass das Kunstwerk wieder vollständig zu sehen ist. Quelle: Hannes Lintschnig
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Lübeck

Sie ist extra aus Berlin gekommen, um das frisch restaurierte Mosaik-Wandgemälde vom Lübecker Künstler Peter Thienhaus in den Räumen des Jugendzentrums im Burgtor zu sehen. „Es ist ein Wunder, dass ich es mir ansehen kann“, sagt Petra Christodulow, die Nichte von Thienhaus, die das Mosaik zum ersten Mal sieht. „Ich bin sehr dankbar, dass dieser künstlerische Schatz gerettet werden konnte.“

Kunstwerk bei Sanierungsarbeiten entdeckt

Peter Thienhaus’ Kunstwerk „Markrabe und Wallrabe“ stammt aus dem Jahr 1962. Das Wand-Mosaik war auf dem aus dem 12. Jahrhundert stammenden Gemäuer des Burgtors zu sehen – bis in die 90er Jahre. Bei Umbaumaßnahmen wurde die Wand verkleidet, das Kunstwerk ist erst 2010 wieder zum Vorschein gekommen. „Wir haben es bei der Sanierung des Hauses entdeckt“, sagt Architekt Werner Peters. „Es war in keinem guten Zustand, ziemlich zerstört.“

Das Mosaik wurde in den folgenden Jahren unter Denkmalschutz gestellt und nach längeren Finanzierungsbemühungen und einem Beschluss des Kulturausschusses der Bürgerschaft konnte im Herbst 2018 mit der Restaurierung begonnen werden – ein ziemlich aufwändiges Unterfangen. „Jeder einzelne Stein musste geprüft werden“, sagt Restaurator Roland Hooss, der mehrere Monate an der Restauration gearbeitet hat. „Der untere Bereich des Mosaiks fehlte komplett. 250 Steine in vier verschiedenen Farben mussten nachgebrannt werden – jeder Stein ist einmalig.“

„Eine neue Attraktion im Haus“

Bei Claudia Kümmeke ist die Freude groß, dass das Wand-Mosaik wieder so schön restauriert werden konnte. „Es ist das erste, was man sieht, wenn man hier reinkommt“, sagt die Leiterin des Jugendzentrums. „Es ist im Allgemeinen ein tolles Gebäude, und jetzt ist auch der Eingangsbereich richtig toll. Ich freue mich, dass wir nun noch eine Attraktion mehr im Haus haben.“

Von han