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Lübeck Vorwerker Diakonie baut Haus für starke Kinder
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16:25 10.01.2019
Scheckübergabe auf dem künftigen Baugrundstück der Klinik: Marc Dreyer (Schütt-Geschäftsführer), Fred Mente, Geschäftsführer der Vorwerker Diakonie und Jan-Friedrich Schütt (geschäftsführender Gesellschafter). Quelle: Friederike Grabitz
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„Ich steh an den Schienen. Ich mach jetzt Schluss“. Die Mutter der 15-jährigen Sina (Name geändert) fühlte sich wie in einem Albtraum, als sie die SMS ihrer Tochter bekam. Die Polizei konnte das Mädchen, das von seinem Freund verlassen worden war, in letzter Minute orten und brachte es in die psychiatrische Fachklinik für Jugendliche der Vorwerker Diakonie. Dort blieb Sina einige Wochen und kam verändert nach Hause. „Ich weiß, dass ich stark bin“, sagt sie heute.

Diakonie plant neue Fachklinik

„Die Kinder und Jugendlichen sind hier, weil sie beschlossen haben, gesund zu werden und ein besseres Leben zu führen. Sie werden einmal viel erreichen“, sagt Sabine Albers-Hohe, bei der Diakonie verantwortlich für Spender. Ihre Aufgabe ist es, Geld für die neue, größere Fachklinik für junges Leben (Jule) einzuwerben, die ab September auf dem Campus in der Triftstraße gebaut wird. Junge Patienten mit Krankheiten wie Depression, Traumata, Borderline- oder Zwangsstörungen leben hier für bis zu vier Monate, wenn sie wegen einer akuten Krise nicht zu Hause behandelt werden können.

Geschützter Raum für junge Menschen

„Selbsttötung ist die zweithäufigste Todesursache bei Jugendlichen“, sagt Fred Mente, Geschäftsführer der Vorwerker Diakonie. Gründe dafür seien oft psychische Krisen oder Krankheiten, die sich heilen lassen. Andere Kinder sind so stark eingeschränkt, dass sie nicht mehr zur Schule gehen können, wie ein elfjähriger Junge, der unter einer Zwangsstörung litt und glaubte, dass ein Unglück geschehen würde, wenn auch nur die kleinste Störung seinen Alltag unterbrach. Für Kinder wie ihn oder Sina soll das neue Haus ein geschützter Raum sein. Es wird 50 Einzelzimmer, einen Innenhof, Aufenthalts- Schul- und Therapieräume geben.

Spenden der LN-Leser unterstützen Neubau

Zwölf Millionen Euro kostet der Neubau, davon finanziert das Land 7,9 Millionen Euro. Die restlichen vier Millionen Euro kommen aus Spendengeldern. LN-Leser haben während der Aktion „Hilfe im Advent“ knapp 50 000 Euro gespendet, davon kommen 5000 Euro von der Baufirma Schütt. „Statt Weihnachtsgeschenken für Geschäftspartner wollten wir die neue Klinik unterstützen“, sagt deren geschäftsführender Gesellschafter Jan-Friedrich Schütt bei der Spendenübergabe.

Friederike Grabitz

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