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Lübeck Wahlkampf: Das wollen Politiker für Senioren tun
Lokales Lübeck Wahlkampf: Das wollen Politiker für Senioren tun
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20:10 16.03.2018
Vertreter verschiedener Parteien diskutierten im Börsensaal über Seniorenpolitik. Quelle: Foto: Lutz Roessler
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Lübeck

Die reiferen Jahrgänge stellen in der Hansestadt ein mächtiges Wählerpotenzial. Darauf wies Götz Gebert, Vorsitzender des Beirates, hin. Für das Gremium hat sich der Abend im Rathaus gelohnt. Alle Politiker waren sich einig, dass der Beirat endlich ein eigenes Budget braucht. Gebert schweben 5000 Euro im Jahr vor. Uneinig waren sich die Politiker nur, ob sie sofort dafür sorgen oder erst nach der Kommunalwahl. Gebert war zufrieden: „So stellen wir uns das vor.“ Die Politiker wollen auch das Migranten-Forum sowie den Behindertenrat mit Geld versorgen.

Große Einigkeit herrschte auch über die Zukunft der städtischen Seniorenheime. Zwei von acht werden 2019 und 2027 geschlossen. Aber die anderen sollen erhalten und nicht privatisiert werden, sondern um- oder sogar neu gebaut. Ragnar Lüttke (Linke) stellte fest, „dass die städtischen Heime mit Abstand die beste Arbeit machen“. Ingo Schaffenberg (SPD) will die bestehenden Häuser zu „Begegnungszentren in den Stadtteilen“ ausweiten. „Wir sind nicht für eine Privatisierung“, stellte Christopher Lötsch (CDU) klar. Seine Partei stehe aber zum Beschluss, dass zwei Einrichtungen geschlossen werden. Das hätten die Grünen auch mit beschlossen, räumte André Kleyer (Grüne) ein. „Aber das steht jetzt anders im Wahlprogramm.“

Dass in Lübeck bezahlbare Wohnungen fehlen, wird auch für Senioren immer mehr zum Problem. „Alle reden darüber, aber niemand tut etwas“, ärgerte sich Volker Krause (BfL) und forderte, dass auf dem früheren Schlachthofgelände Sozial- und altengerechte Wohnungen gebaut werden. Thomas Misch (Freie Wähler) setzt sich dafür ein, dass der Erbbauzins der Stadt wieder gesenkt wird. „Damit die Menschen ohne große Renten in ihren Häusern bleiben können.“

Michelle Groß (FDP) will sich um Senioren kümmern, die noch zu Hause wohnen. Der FDP-Politikerin schweben „Zentren für Ältere“ vor, die gesellige mit Bildungs- und Beratungsangeboten kombinieren.

Linke und GAL wollen sich für einen günstigeren Busverkehr stark machen. Jens Schulz (GAL): „Lübeck kann die Altersarmut nicht bekämpfen, aber Lübeck kann mit Sozialtickets in Bussen ein Stück weit gegensteuern.“

Kostenlose Bustickets und Anwohnerparkrechte in der Innenstadt will Detlev Stolzenberg (Die Unabhängigen) allen Ehrenamtlern zur Verfügung stellen.

dor

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