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Lokales Lübeck Lübecks Kirchen laden zum Weihnachtsoratorium
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16:03 23.12.2019
Ein Weihnachtsoratorium gehört für viele Menschen in der Adventszeit dazu.
Ein Weihnachtsoratorium gehört für viele Menschen in der Adventszeit dazu. Quelle: Katja Launer/hfr
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Lübeck

Plätzchen, Punsch und ein Weihnachtsoratorium. Wer bis jetzt noch nicht im Konzert war, hat in den nächsten Tagen noch ein paar Gelegenheiten, ein Weihnachtsoratorium zu hören. Und zwar nicht irgendeines, sondern Bachs Weihnachtsoratorium: Jauchzet, frohlocket – spätestens jetzt hat man die Musik im Ohr. Aber was genau ist eigentlich ein Oratorium?

Was ist eigentlich ein Oratorium?

Das musikalische Oratorium ist die dramatische Vertonung einer biblischen Erzählung. Die Weihnachtsgeschichte war wegen ihrer erzählerischen Kraft ein beliebter Bibelstoff bei Komponisten. Nicht zuletzt, weil sie hier eine große Bandbreite an Ausdruck zeigen konnten. Von der stillen Betrachtung des Christkinds über die Missgunst des Herodes bis zur glanzvollen Ankündigung des Heilands durch Pauken und Trompeten.

Auch die Passionsgeschichte eignete sich für das Oratorium. Aber auch Passagen aus dem Alten Testament wurden vertont. Große Werke wie Händels „Messias“ oder der „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy zeugen davon.

Miteinander verwandt: Oper und Oratorium

Das Oratorium hat einen unerwarteten nahen Verwandten: Die Oper ist die Vertonung einer dramatischen Dichtung. Beide Gattungen haben sich in einer ähnlichen Zeit herausgebildet.

In beiden wird in Rezitativen, also einem Sprechgesang, eine Handlung erzählt. Durch Arien und Chorstücke wird das Geschehen kommentiert und betrachtet. Im Oratorium gibt es allerdings keine szenische Darstellung. In den Rezitativen des Oratoriums berichten Solisten das Geschehen oder übernehmen mit verteilten Rollen die wörtliche Rede des Bibeltextes. In den Arien und Chorstücken treten freie Textdichtungen hinzu. Oft unterbrechen auch passende Kirchenlieder im Chorsatz die Handlung. Sie werden Choräle genannt.

In der ausgeprägten Form, also seit der Zeit Bachs und Telemanns (beide geboren in den 1680er Jahren) – musiziert meist ein voll besetztes Orchester, Chor und Gesangssolisten. Von Stück zu Stück kann die Besetzung von der einfachen Orgelbegleitung bis zum vollbesetzten Orchester mit Chor variieren.

Übersicht der Oratorienkonzerte

Sonntag, 29. Dezember, 19 Uhr, St. Gertrud, Bonnusstraße 1:

Bachs Weihnachtsoratorium, Teil 1-3, Nordelbischer Knabenchor, Mitglieder des Elbphilharmonieorchesters, Eintritt: 20 Euro, ermäßigt zehn Euro, Kinder bis zwölf Jahre freier Eintritt;

Dienstag, 31. Dezember, 18 Uhr, St. Aegidien, Aegidienkirchhof 1-3:

Kantate Nr. 5 aus Bachs Weihnachtsoratorium im Gottesdienst, Lübecker Bach-Chor, Kammerorchester, Solisten, Leitung: Eckhard Bürger

Sonntag, 5. Januar, 17 Uhr, St. Johannes, Kirchplatz 6 in Kücknitz:

Bachs Weihnachtsoratorium: Teil V und weitere Rezitative, Arien und Choräle, St.-Johannes-Chor, Kammerorchester, Leitung: Norbert Drechsler, Benefizkonzert, Eintritt frei, Spenden für die Kirchenrenovierung erbeten.

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Von LN

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