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Lübeck Wie soll die Hubbrücke künftig aussehen?
Lokales Lübeck Wie soll die Hubbrücke künftig aussehen?
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00:00 21.12.2011
Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
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Lübeck

Mit oder ohne Schienen? Das ist hier die Frage. So ganz eindeutig haben sich die Politiker des Bauausschusses noch nicht dazu geäußert, wie sie die Hubbrücke nun gerne hätten. Die 111 Jahre alte Querung ist marode und muss erneuert werden. Sie verbindet die Altstadt mit der Hafenstraße und führt auch zum Konstinkai. Doch sie gehört nicht der Stadt, sondern dem Wasser- und Schifffahrtsamt, also dem Bund. Der will die Brücke für 13,2 Millionen Euro sanieren. Sie soll völlig neu gebaut werden im Retro-Look, da das Bauwerk unter Denkmalschutz steht. Doch so einfach ist die Sache nicht. Denn die Querung besteht aus drei Brücken – für Autos, für Fußgänger und für die Güterzüge der Hafenbahn. Doch dort fahren schon lange keine Waggons mehr (siehe oben).

„Wenn man diese Brücke einspart, dann hat man doch als Stadt eine gute Verhandlungsbasis“, meint Dirk Freitag, verkehrspolitischer Sprecher der CDU. Denn die Politiker hätten statt einer Eisenbahnbrücke gerne eine für Radfahrer. Doch Hans-Wolfgang Wiese, Chef der Port Authority, schüttelt den Kopf: „Diese Chancen sind gering.“ Man könne mit dem Bund kaum verhandeln. Wenn die Stadt Extrawünsche habe, müsse sie die selber zahlen. Das fange bei 150 000 Euro an, sollte die Eisenbahnbrücke in ihrem Zustand bestehen bleiben und für Radfahrer genutzt werden können. Wegen des Höhenunterschieds müsste eine Rampe gebaut werden. „Doch dann sind wir es, die diese Brücke später auch sanieren“, so Wiese. Die Straßenbrücke zu verbreitern, um auch Fußgänger und Radfahrer unterzubringen, wäre aus Sicht des Denkmalschutzes schwierig. Zudem müsse sich die Stadt auch an dieser Lösung finanziell beteiligen. In welcher Höhe, sei ungewiss. jvz

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LN