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Lübeck „Wir haben uns in diese Stadt verliebt“
Lokales Lübeck „Wir haben uns in diese Stadt verliebt“
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20:13 12.12.2017
Feierstunde im Audienzsaal: Beryl Earley erhält von Innensenator Ludger Hinsen (CDU) ihre Einbürgerungsurkunde. Quelle: Foto: Margitta True
Lübeck

„Sie haben viele Mühen auf sich genommen und damit deutlich gemacht, dass Ihre Einbürgerung kein Zufall, sondern eine ganz bewusste Entscheidung ist“, sagte der Senator. Er appellierte an die Neubürger, sich gesellschaftlich, politisch und kulturell für ihre Stadt zu engagieren.

Für Ebrahim Wahab endete mit der Entgegennahme der Urkunde eine Odyssee. Als Medizinstudent verließ der Afghane im Jahr 2002 seine Heimat Kabul, weil die Taliban die Universitäten schlossen. Eine Wiederaufnahme des Studiums in Tadschikistan erwies sich wegen der russischen Sprache als zu schwierig. Erst 2006, nachdem er zwei Jahre Deutsch gelernt hatte, konnte Wahab sein Studium in Lübeck fortsetzen. „In den ersten vier Semestern habe ich den Stoff noch auf Persisch übersetzt, dann war mein Deutsch gut genug“, sagt der 39-Jährige. Heute arbeitet der Chirurg in Grevesmühlen, möchte aber weiter in Lübeck wohnen. „Ich mag diese Stadt und ihre Tradition, auch die Nähe zu Strand und Wasser.“

Beryl Earley lebt seit 40 Jahren in der Hansestadt. Die Irin wollte damals mit ihrem Mann auf Weltreise gehen, aber das Paar blieb in Lübeck hängen: „Wir haben uns in diese Stadt verliebt.“ Anstatt weiterzuziehen, gründete Earley als werdende Mutter mit anderen Eltern 1978 die erste Krippe in Lübeck, den heute noch bestehenden Verein Babygruppe Lübeck. Ihr verstorbener Mann Des machte sich mit seiner Band Shamrock einen Namen. Die 65-jährige Erzieherin ist heute mit einem Deutschen verheiratet und hält engen Kontakt zur Familie in Irland. Was sie in Lübeck manchmal vermisst: „Die Entspanntheit der Iren, das Easygoing dort.“

mat

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