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Lübeck Wo der Wald zum Erlebnis wird
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20:10 26.04.2017
Umweltbildnerin Susanne Völlm (r.) steht mit den Kindern an der Station „Hotspot? Echt cool!“. Insgesamt gibt es sieben Tafeln zu entdecken.
St. Gertrud

Dieser Pfad macht den Wald zum Abenteuer. Fast vier Kilometer lang ist die Strecke, auf der der Bereich Stadtwald nach etwa einjähriger Planung neue Einblicke in das Lauerholz bieten will. Gestaltet wurde das Projekt mit verschiedenen Medien für jedermann, richtet sich mit Comics, Hörspielen und einer Lauerholz-App

Neuer Rundweg mit Comics und Hörspielen führt auf fast vier Kilometern durch das Lauerholz.

aber vor allem an Schulkinder und Familien.

„Mit unserem Walderlebnispfad wollen wir in Erinnerung rufen, welche besondere Bedeutung der Wald hat“, sagt Knut Sturm zur Eröffnung des Rundgangs am Rittbrook. Der Bereichsleiter Stadtwald dankt den Sponsoren, die das Projekt möglich gemacht haben und kündigt an, dass zwei weitere Strecken in Planung sind (Tierparkpfad und Holzhofpfad). Sie könnten im Nordteil und Südteil des Lauerholzes ausgewiesen werden und dann noch andere Inhalte als der Rittbrookpfad transportieren. Die Gesamtkosten für alle drei Rundwege schätzt Sturm auf rund 80000 Euro.

Einen ersten Einblick in die neue Strecke konnten bereits Jungen und Mädchen der Geschwister-Prenski-Schule bekommen. Für Luna Weiland (12) war das eine Überraschung. Als Naturlehrpfad habe sie sich die Stationen erst nicht so spannend vorgestellt, verrät sie, und war dann vor allem „begeistert“ von dem Hörspiel. „Die Stimmen passen ganz toll zu den Tieren, alles wirklich großartig.“

Die Idee hinter den verschiedenen Medien ist, dass der Wald den Besuchern zeitgemäß näher gebracht werden soll. Für die kleinen Besucher gibt es Comics an den sieben Stationen, die einen Dialog zwischen Fuchs und Dackel abbilden und zum Spielen, Fühlen, Schauen und Gestalten anregen, erklärt Umweltbildnerin Susanne Völlm (49). Die Größeren könnten mit einem Begleitheft in die Geschichte über die Zukunft des Waldes eintauchen. Das Heft ist kostenlos erhältlich beim Stadtwald Lübeck, Alt Lauerhof 1 (Telefon 0451/ 1227712). Außerdem können die Spaziergänger die Lauerholz-App nutzen, eigene Entdeckungen in eine interaktive Karte einpflegen und per Smartphone auch ein „Grünes Klassenzimmer“ betreten.

Die Umweltbildnerin betont, dass die Medien nur Träger der Information sind. „Sie sollen keine mediale Berieselung sein oder die Aufmerksamkeit binden, sondern das Augenmerk nur noch intensiver auf den Wald lenken.“ In diesem Sinne markieren auch drei kleine Täfelchen in einem Augen-Symbol eine Stelle, von der aus die Besucher ungewöhnliche Strukturen oder besondere Phänomene entdecken können.

Die Gestaltung des eigenen Rundgangs entscheidet dabei über die Länge. „Wer sich nur die Comics anschaut, der braucht etwa zwei Stunden“, schätzt Bereichsleiter Sturm. Mit mehr Programm und Intensität könnten es auch vier Stunden werden. Wo die Besucher beginnen oder aufhören, das ist irrelevant. Es gibt zwar vier Eingangsbereiche, und Pfeile mit rotem Punkt weisen den Weg. Aber es muss keine Reihenfolge eingehalten werden. Wenn es nach Reinhold Schrader geht, sollen Eltern mit ihren Kindern möglichst oft in den Wald gehen. Der Sponsor von der Albers-Stiftung nennt das Projekt „großartig“ und macht darauf aufmerksam, dass die Wege auch mit Kinderwagen gut passierbar seien. Auch Wolfgang Pötschke von der Sparkassenstiftung zu Lübeck zeigt sich erfreut über das neue Angebot und die Möglichkeit, hier unterstützend tätig sein zu können. „Waldpädagogik ist ein elementar wichtiges Thema, wenn es um Umweltbildung geht“, betont er und macht sich mit den Kinder auf den Weg zur ersten Station.

Cosima Künzel

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