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Lübeck Von der Themse an die Trave
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14:35 21.12.2018
Angekommen in Lübeck: Nina Hook-Zurlino und Alastair Hook mit Hund „Minty“. Quelle: Lutz Roeßler
St. Gertrud

 Es sind nur 77,24 Quadratmeter inklusive der Loggia mit Blick aufs Burgtor, doch für Nina Hook-Zurlino und Alastair Hook ist es die Welt – zumindest ihre neue Wohnwelt, denn kurz vor Weihnachten sind sie von London nach Lübeck gezogen. „Bildschön!“, ruft die 53-Jährige, die aus Lübeck stammt, mit Blick auf die Altstadtkulisse. Gerade Burgtor, Burgkloster und Hansemuseum begeistern sie, wenn sie von der Loggia oder vom Schlafzimmer aus über den Kanal hinweg schaut.

Brite ist großer Lübeck-Fan

Ein bisschen anders ist es ja als in London, doch gerade das weiß das deutsch-britische Ehepaar, das eine der 68 Neubau-Luxuswohnungen der Projektgruppe „Wohnen am Falkendamm“ erworben und bezogen hat, zu schätzen. „Mein Mann ist der größte Lübeck-Fan“, sagt Hook-Zurlino, die noch ihre Eltern und ihren Bruder in der Hansestadt hat. Für ihn, den 55-jährigen Briten und Brauereibesitzer, sei Lübeck „so etwas wie ein großer Freizeitpark.“

Rückkehr lange geplant

Beide hatten sich über einen gemeinsamen Freund in Lübeck kennengelernt und ihr erstes Date im „Tipasa“. Und als Nina Hook-Zurlino ihrem Mann 1995 nach London folgte, war für beide klar, dass sie oft nach Lübeck kommen würden. Allein schon wegen der Familie. „Dann im Hotel zu wohnen, ist nicht so schön, wir mögen das beide nicht“, sagt sie. Seit Jahren hätten sie geschaut, denn sie wollten eine Wohnung in Lübeck kaufen und von der Themse zurück an die Trave ziehen.

Persönliche Kontakte halfen

Dann habe sie Detlef Aue angerufen, den Vorstand des Lübecker Bauvereins, der gemeinsam mit der Firma Schütt die Investorengruppe „Wohnen am Falkendamm“ bildet. Aue kannte die Lübeckerin von ihrer Tätigkeit als Redakteurin für die Schweriner Volkszeitung, „denn nach der Wende hat der Bauverein in Mecklenburg zahlreiche Wohnungen gebaut, über die ich dann berichtet habe.“ Jetzt war die alte Verbindung gut, denn Aue schickte den Hooks einen Prospekt – und schnell entschlossen sie sich zum Kauf.

„Katastrophal, was in Großbritannien passiert“

Nina ist 1995 meinetwegen nach London gezogen, jetzt kehren wir gemeinsam mit viel Zeit nach Lübeck zurück“, erklärt der Brite, der unter anderem Lübecks Nähe zur Ostsee und zu Hamburg sehr schätzt. Doch nicht nur wegen der Lübeck-Liebe kehrte das Ehepaar London den Rücken. Der Brexit habe auch eine Rolle gespielt, sagen beide, die Abwertung des britischen Pfund gegenüber dem Euro zum Beispiel sei eine sehr schlechte Entwicklung. „Es ist katastrophal, was in Großbritannien passiert“, sagt der Brite, der seine Brauerei „Meantime“ verkauft hat, aber noch im Aufsichtsrat sitzt. Künftig fahre man dann eben von Lübeck nach London statt wie bisher von der Weltstadt in die Hansestadt.

Dass ihre Eigentumswohnung mit hochwertiger Ausstattung und traumhaftem Blick zu den teuersten Unterkünften gehört, die es aktuell in der Hansestadt gibt, wissen die Hooks sehr wohl. „Für Lübecker Verhältnisse ist das teuer, für Londoner Verhältnisse absolut schmerzfrei“, sagt Nina Hook-Zurlino. Und: Aufgrund erster Fotos aus der Hansestadt hätten Londoner Freunde sich bereits „leicht neidisch“ gezeigt.

Offizielle Übergabe: Die Architektinnen Petra Miklenda (v. l.) und Katja Finck von der Firma Schütt beglückwünschen Alastair Hook und Nina Hook-Zurlino mit Blumen, Sekt und Rotter-Gläsern. Quelle: Lutz Roeßler

Zehn Tage vor Weihnachten übergaben Detlef Aue vom Bauverein und Marc Dreyer von der Firma Schütt die Wohnung offiziell an das deutsch-britische Ehepaar, das noch einen Schotten mit nach Lübeck gebracht hat: Hund „Minty“. Zur Übergabe gab’s neben einem Blumenstrauß auch zwei typisch lübsche Kugelbecher von Rotter Glas.

Projekt in Top-Lage

Die Grundstücke Falkenstraße 51-61 werden 2012 von der Lübecker Bauverein eG und der Friedrich Schütt + Sohn Baugesellschaft mbH & Co. KG als Investorengruppe „Wohnen am Falkendamm GmbH & Co. KG“ erworben.

2013 wird in Zusammenarbeit mit der Hansestadt Lübeck ein Realisierungswettbewerb zum Neubauprojekt gestartet, Gewinner ist das Lübecker Architekturbüro kfs, feyerabend sippel Partnerschaft.

Im April 2016 fasst die Bürgerschaft den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan, seit August 2016 wird gebaut.

Die Hooks sind nicht die Ersten, die in das neue Luxus-Quartier gezogen sind: 45 der 68 Eigentumswohnungen wurden bereits übergeben, „zwölf davon sind vermietet“, sagt Dreyer. Unter den Bewohnern seien etliche aus Hamburg oder auch Nordrhein-Westfalen – Londoner ansonsten allerdings nicht.

Warten auf zweiten Bauabschnitt

Während sich die Eigentümer oder Mieter nach und nach einrichten, wartet die Investorengruppe sehnsüchtig darauf, dass endlich eine Entscheidung über den zweiten Bauabschnitt an der Falkenstraße fällt. Eine entsprechende Ausschreibung für das Grundstück hatte die Stadt wegen eines Rechtsstreits wieder aufgehoben.

Sabine Risch

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