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Lübeck Wolf in Eichholz? Lübeckerin informiert Polizei
Lokales Lübeck Wolf in Eichholz? Lübeckerin informiert Polizei
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18:41 04.04.2019
Wolf in Lübeck? Lübeckerin berichtet der Polizei, dass sie einen Wolf in Eichholz gesehen hat. Quelle: LN-Archiv
St. Gertrud

Die Lübeckerin ist sich sicher: Ihr ist beim Spaziergang in Eichholz ein Wolf begegnet. Deshalb hat sie am Mittwoch die Polizei informiert. Die Anruferin teilte den Beamten mit, dass sie das Tier gegen 10.30 Uhr bei einem Waldspaziergang zwischen Behaimring und An den Schießständen gesehen habe. Laut Sprecher Dierk Dürbrook haben die Polizisten ihr aufgrund der detaillierten Schilderung „geglaubt, dass es so gewesen sein könnte“. Die Polizei vermittelte den Kontakt zum zuständigen Wolfsbetreuer. Weitere Maßnahmen wurden nicht ergriffen.

Dieses Foto stammt aus einem Wolfsgehege im Tierpark Neuhaus. Der sechs Monate junge Wolf läuft durchs Gehege. Quelle: dpa

Augenzeugen berichten immer wieder von Wolfssichtungen

Stadtjäger Christoph Benett überrascht der Vorfall nicht. „Wir haben immer wieder Augenzeugen, die in Lübeck und Umgebung einen Wolf gesehen haben“, sagt er. „Der Wolf wird also irgendwo in Lübeck auch sein.“ Laut Benett ist das aber „nichts Dramatisches“. Wichtig sei nur, dass man das Tier nicht lange beobachte und sich schon gar nicht nähere.

Was mache ich, wenn ich einem Wolf begegne?

Begegnungen mit einem Wolf sind in einem Wolfsgebiet zwar selten, aber nicht auszuschließen. Laut Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) kann das passieren, wenn die Wölfe den Menschen – etwa aufgrund der Windverhältnisse – noch nicht bemerkt haben. Wenn sie den Menschen wahrnehmen, orientieren sie sich zunächst einen Augenblick lang und ziehen sich dann zurück.

Das BMU betont, dass Wölfe große wehrhafte Wildtiere sind. „Begegnen Sie Ihnen mit Respekt.“ Grundsätzlich sollte man sich ruhig verhalten und Abstand halten. „Wenn der Wolf sich nicht zurückzieht und Ihnen die Situation nicht geheuer ist, sprechen Sie laut oder klatschen Sie in die Hände, um sich bemerkbar zu machen“, heißt es vom BMU. „Rennen Sie nicht davon, dies könnte ein Verfolgungsverhalten des Tieres auslösen. Sollte der Wolf sich Ihnen wider Erwarten nähern, bleiben Sie stehen und machen Sie sich groß, versuchen Sie, ihn einzuschüchtern. In einem solchen Fall sollten Sie eher einen Schritt auf das Tier zugehen, als zurückweichen.“

Es gehöre zum normalen Verhalten der Wölfe, dass sie gelegentlich auch tagsüber in Sichtweite von Häusern entlanglaufen, nachts Ortschaften durchqueren oder nach Nahrung suchen. „Die Erfahrung zeigt, dass ein solches Verhalten in der Regel keine Gefährdung des Menschen darstellt.“ Begegnungen mit Wölfen sollten aber dem Wolfsmanagement des jeweiligen Bundeslandes gemeldet werden. „Auffälliges Verhalten kann so frühzeitig erkannt und wenn notwendig, entsprechend gegengesteuert werden“, so das Ministerium. Alle Antworten zum Thema „Der Wolf in Deutschland“ gibt es hier:

www.bmu.de

Mehr zum Thema Wölfe in Lübeck: Wolf im Wesloer Forst

Cosima Künzel

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