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Lübeck Zehn Experten sprechen über die „gute Schule“
Lokales Lübeck Zehn Experten sprechen über die „gute Schule“
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20:10 23.08.2017
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Innenstadt

Die VeranstaltungsreiheMittwochsbildung“ der Gemeinnützigen geht ins 13. Jahr. Und Dr. Susanne Timm, die zum 13-köpfigen Programm-Team gehört, ist sich in ihrer Einschätzung darüber sicher: „Es gibt wohl in keiner anderen Stadt bundesweit so ein Format, das sich mit dieser Kontinuität öffentlich mit Bildungsfragen auf diesem Niveau auseinandersetzt.“

Am Mittwoch nächster Woche, 30. August, 19.30 Uhr, geht es nun im Großen Saal der Gemeinnützigen in der Königstraße 5 in die nächste Runde. Dann fragt der Experte Prof. Michael Schratz von der Universität Innsbruck zum Auftakt „Was ist eine gute Schule?“ und versucht hierzu Antworten in seinem Vortrag zu geben.

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„Genau mit dieser Frage ist unsere komplette Reihe bis zu den nächsten Sommerferien überschrieben“, erklärt Antje Peters- Hirt, stellvertretende Direktorin der Gemeinnützigen, „und in den insgesamt zehn geplanten Veranstaltungen beleuchten wir diese Themensetzung aus verschiedenen Blickwinkeln.“ Sowohl Praxiserfahrungen sollten einfließen wie auch „frische Forschungsergebnisse“.

Der Vorstellung, dass die regelmäßigen Besucherinnen und Besucher dann am Ende genau wissen, was denn eine gute Schule ausmacht, tritt aber Erziehungswissenschaftlerin Timm entgegen. „Denn eine gute Schule ist immer nur so gut, wie sie auf die jeweilige Zeit antwortet“, formuliert sie, „wir werden jedoch nach den letzten Ausführungen der Reihe Ende Juni zahlreiche Ideen zu dem Thema haben und vor allem wissen, wo welche Fragen zu stellen sind.“ Entscheidend sei nicht immer nur die vorgefertigte Lösung, sondern die Idee, wie wir zu einer besseren Lösung kommen könnten, fügt sie noch an.

Doch welche Aspekte werden in den nächsten Monaten genauer im Blickpunkt stehen? An zwei Abenden wird es darum gehen, ob und wie Schulqualität gemessen werden kann und welche Probleme dabei entstehen können. Wie ihr Konzept einer guten Schule für Schleswig-Holstein aussieht, verrät dann die neue Bildungsministerin Katrin Prien am 8. November. Und die Pädagogin Dr. Sarah Lange von der Uni Bamberg gibt danach Einblicke in das Schulwesen in Kamerun und ob man daraus lernen kann.

Im neuen Jahr geht es schließlich um guten Unterricht, Schulabbrecher, gesellschaftliche Veränderungen in Bezug auf Schule, den Ganztag, wertvoll gestaltete Schulräume sowie um die Elternbeteiligung.

„Der Eintritt ist immer frei, und natürlich ist jeder Interessierte bei dieser hochrangigen Fortbildung willkommen“, betont Antje Peters-Hirt, die mit ihrem Team bereits die Reihe 2018/19 plant. „Wir reden alle drei Wochen miteinander, und es dauert immer ein knappes Jahr, bis so ein Themenprogramm steht“, merkt sie an.

Michael Hollinde

23.08.2017
23.08.2017
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