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Lübeck Zuschauer spenden großzügig
Lokales Lübeck Zuschauer spenden großzügig
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18:10 30.06.2018
Schöne Kooperation für mobile Hilfe: Dr. Axel Nötzold (l.) mit Sigrid Dettlof und Ulli Haussmann vom Theater Combinale. Quelle: Foto: Sabine Risch
Innenstadt

„Wir hatten im Team irgendwie das Gefühl, wir könnten dieses Stück nicht machen, ohne auch etwas zu tun“, sagt Ulli Haussmann, der „Viereinhalb Sterne“ geschrieben hat. In dem Stück bekommt die Tochter eines lange geschiedenen Ehepaares das Geld aus dem Verkauf ihres Elternhauses. Damit, so hoffen Mutter und Vater, soll die junge Medizinerin eine eigene Praxis eröffnen.

Doch sie hat andere Pläne, will sich lieber bei einem Ärzte-Truck in Mozambique als Helferin einbringen. Schnell wird die gefeierte Komödie zum gesellschaftskritischen Stück.

Im ersten Durchlauf des Stückes, erklärt Ulli Haussmann, habe man bei den Zuschauern 1200 Euro für „Care Mozambique“ zusammenbekommen. Dann flatterten – mit einer Kaffeelieferung aus Hamburg – die Flyer von „Cadus“ ins Haus. Die unabhängige Hilfsorganisation hat zwei Trucks, mit denen sie mobil medizinische Hilfe in Krisengebiete bringt. Ehrenamtliche Ärzte, Pflegepersonal und Techniker sind in wechselnden Teams im Einsatz. Aktuell ist ein weiteres mobiles Hospital im Bau. „Wir trauten unseren Augen kaum, als wir die Flyer sahen“, sagt Haussmann.

Noch besser passte es, als Dr. Axel Nötzold ins Spiel kam. Denn der freiberuflich arbeitende Herzchirurg ist Lübecker und war vor einem Jahr im nordirakischen Mossul für „Cadus“ im Einsatz (die LN berichteten). Doch statt zu operieren, wurden er und seine Kollegen in einem sogenannten „Trauma Stabilization Point“ in der Nähe des zwischen IS und Irakern schwer umkämpften Gebietes eingesetzt.

„Es ging um die Erststabilisierung. Wer überlebte, wurde dann von uns in ein nahes Feldlazarett verlegt.“ Nötzold hat in den zwei Wochen im Irak unendlich viel Leid gesehen. Dennoch: Auch wenn er keinen aktuellen Einsatz für „Cadus“ plant, steht er voll hinter der Organisation, „die nicht einen Cent in Werbung steckt.“

„Unsere Zuschauer sind ohnehin sehr spendenfreudig“, sagt Sigrid Dettlof vom Combinale. „Als sie das mit den Trucks sahen, waren sie umso großzügiger.“ Die 1800 Euro kann die Organisation gut gebrauchen – „für Ausrüstung, Medikamentenkauf und Transportkosten“, so Nötzold.

sr

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