Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Zwei Fahrkartenautomaten bei Lübeck und Bad Oldesloe gesprengt
Lokales Lübeck Zwei Fahrkartenautomaten bei Lübeck und Bad Oldesloe gesprengt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:17 08.02.2016
Der Automat wurde vollkommen zerstört. Quelle: C. Rönnau
Anzeige
Lübeck/Bad Oldesloe

Komplett demoliert: Der Fahrkartenautomat am Bahnhof Hochschulstadtteil ist von Unbekannten in die Luft gesprengt worden. Die Front ist weggeflogen, das Innenleben in sämtliche Einzelteile zerlegt. „Aus dem zerstörten Automaten wurden Geldkassetten gestohlen“, sagt Gerhard Stelke von der Bundespolizeiinspektion Kiel. Der Vorfall war am Sonntag gegen 6.15 Uhr per Telefon gemeldet worden. Ob das jedoch auch der Tatzeitpunkt ist, kann derzeit nicht gesagt werden.

Obwohl die Polizei schnell im Hochschulstadtteil war, „konnten vor Ort keine Täter mehr ausfindig gemacht werden“, so Stelke weiter. Wie viel Geld erbeutet wurde, ist nicht bekannt. Nach Bahnangaben beträgt der Schaden aber mindestens 30 000 Euro. So teuer ist ein neuer Ticketautomat — den Aufbau noch nicht miteingerechnet. Das Gerät wurde inzwischen abgebaut, am Bahnhof sind nur noch der Sockel und eine Holzplatte zurückgeblieben. Einen Termin, wann Ersatz aufgestellt werden soll, gibt es noch nicht.

Anzeige

Doch nicht nur in Lübeck ist ein Automat explodiert. Auch in Kupfermühle bei Bad Oldesloe flog am Montagmorgen eine Ticketmaschine in die Luft. Ein Anwohner hatte die Polizei verständigt. Er konnte noch einen silbernen VW Passat beobachten, „der ohne Licht und ohne Kennzeichen wegfuhr“, sagt Stelke. Die Ermittler prüfen derzeit, ob ein Zusammenhang zwischen beiden Explosionen besteht. Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 0451/1310 entgegen.

„Wir gehen davon aus, dass im Hamburger Speckgürtel mindestens eine Bande ihr Unwesen treibt“, sagt Bundespolizist Stelke. Erst Mitte Januar war in Ahrensburg-Gartenholz ein Fahrkartenautomat gesprengt worden, um an die Geldkassette zu kommen. Stelke bittet daher, „Augen und Ohren offen zu halten“ und die Polizei zu rufen, sollte auf Bahnsteigen etwas Verdächtiges vor sich gehen.

pah