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Lübeck Zwischen Bar und Sushi-Restaurant
Lokales Lübeck Zwischen Bar und Sushi-Restaurant
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23:12 20.01.2018
Arsen Arthur Agadschanjan (31) sitzt in seinem Restaurant „Arsién Sushi Art“. Eine Asien-Reise hat ihn inspiriert, den Laden zu eröffnen.
Innenstadt

Es klingt wie ein Traum. Aber zum Träumen hatte Arsen Arthur Agadschanjan (31) keine Zeit. Auf dem Weg zur Eröffnung seines Bar-Restaurants „Arsién Sushi Art“

Es gibt Sushi, Cocktails und einen Gastgeber mit Wagemut. An der Mühlenbrücke hat Arsen Arthur Agadschanjan (31) sein Restaurant eröffnet.

DAS ZIEL:

Im „Arsién Sushi Art“ an der Mühlenbrücke will der Inhaber eine entspannte Atmosphäre schaffen, in der sich die Gäste wie zu Hause fühlen. Gleichzeitig möchte er Sushi neu erfinden und Vielfalt präsentieren.

in Russland geboren, in Armenien aufgewachsen und kam als Zehnjähriger nach Lübeck. Er machte seine Fachhochschulreife, war Fußballer, Busfahrer und träumte vom eigenen Laden.

GRÜNDERGEISTER

Der Gründer bietet das japanische Gericht in fast 50 verschiedenen Variationen an, sagt er, und hat auch Geflügel und vegetarisches Sushi auf der Karte.

hat er gekämpft und viel investiert. So ist der einstige Fast-Fußballprofi und Busfahrer zum Geschäftsmann aufgestiegen.

Arsen Arthur Agadschanjan geht durch seinen Laden an der Mühlenbrücke, kontrolliert die Tische und nimmt zwischendurch Reservierungen entgegen. In einer Stunde öffnet sein Restaurant. Draußen ist es dunkel, drinnen fällt warmes Licht auf das Klavier, die dunklen Tische, die neue Bar und die Sofas.

„Wohnzimmer-Atmosphäre“, nennt der 31-Jährige das und möchte, dass seine Gäste sich wohlfühlen, sich entspannen können. Das ist ihm ähnlich wichtig, wie die Spezialisierung auf ein Produkt: auf Sushi. Das japanische Gericht bietet er in fast 50 verschiedenen Variationen an, sagt er, auch mit Geflügel und vegetarisch. Den Fisch beziehe er „täglich frisch aus der Region“, betont der Chef, und sein persönlicher Hit ist Inside-Out-Sushi Florida mit Lachs und Avocado.

Außerdem schwört der Inhaber auf seine Eigenkreation: „Unsere Spezialität ist der Sushi-Burger mit gegrilltem Lachs oder Garnelen.“ Die Idee zu einem Sushi-Restaurant mit Bar hat der 31-Jährige während einer zweimonatigen Asienreise entwickelt. „Die Atmosphäre dort und die Lebenseinstellung der Menschen haben mich so beeindruckt, dass ich etwas davon mit nach Hause bringen wollte.“ Nicht nur die Sushi-Rezepte, sondern auch die Gastfreundschaft und Herzlichkeit.

Doch bis er seinen Laden eröffnen konnte, musste er „viele Rückschläge hinnehmen“, erinnert sich der Mann, der in Russland geboren und in Armenien aufgewachsen ist. Als Zehnjähriger ist er mit seiner Familie aus der Heimat geflohen und kam nach Lübeck. „Meine Eltern waren kriegspolitische Flüchtlinge, und ich habe seit 2005 die deutsche Staatsangehörigkeit.“ 2007 hat er seine Fachhochschulreife absolviert und wollte ursprünglich Fußball-Profi werden. „Gespielt habe ich beim HSV in der B-Junioren Bundesliga“, sagt der Ex-Sportler, „doch nach einer Knieverletzung war alles vorbei.“ Er arbeitete als Servicekraft in Hotels, als Barkeeper und als Busfahrer. „Aber mein Traum war die Selbstständigkeit.“

Als Rucksacktourist reiste der Lübecker durch Asien, fasste sich danach ein Herz und begab sich auf die Suche nach einer Immobilie für seine Bar. Wieder lief es nicht glatt. „Zwei Tage vor der Eröffnung ist mein Barmann abgesprungen“, erinnert er sich. „Aber ich habe zu hundert Prozent an mein Restaurant geglaubt, einen neuen Mitarbeiter gefunden und alles für den Laden gegeben.“ Auch seinen Oldtimer hat er verkauft, einen Mercedes/8, Baujahr 1975. „Ich habe ihn unter Tränen zu dem Käufer nach Süddeutschland gefahren.“ Aber wenn Agadschanjan jetzt zurückblickt, ist er einfach nur stolz und glücklich. „Ich habe im September vergangenen Jahres eröffnet, und es läuft einfach super“, sagt er und dankt seinen Eltern, Freunden und ganz besonders seiner Freundin für die Hilfe. „Sie haben mich zu hundert Prozent in allen Belangen unterstützt.“

Der Name „Arsién“ ist übrigens nicht von Asien abgeleitet. „Es ist die französische Form meines Vornamens, denn meine Familie hat französische Wurzeln.“ Und zu den vielen Einflüssen aus anderen Kulturen passt auch sein Koch Haseebullah Wakily. Der 29-Jährige ist Flüchtling aus Afghanistan, lebt seit fünf Jahren in Deutschland und hat die Sushi-Zubereitung von einem Vietnamesen gelernt.

„Dass wir so erfolgreich sind, ist auch ein Kompliment und ein Dank an ihn“, betont der Chef.

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