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Lokales Autobahn 1: Vollsperrung aufgehoben
Lokales Autobahn 1: Vollsperrung aufgehoben
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18:56 01.07.2019
Der Beton auf der Autobahn 1 wird nach Hitzeschäden ausgebessert. Quelle: Agentur 54° / Felix König
Lübeck

Die Autobahn 1 ist nach der Vollsperrung an der Ausfahrt Moisling wieder auf einer Spur befahrbar. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr wird heute noch Temperaturmessungen am frisch sanierten Asphalt vornehmen. Dann wird entschieden, ob auch die anderen beiden Spuren noch heute freigegeben werden können. Aller Voraussicht nach können am Dienstagabend alle drei Fahrbahnen für den Verkehr freigegeben werden.

A 1 sollte bis Dienstag gesperrt bleiben

Eigentlich sollte sie noch bis Dienstag 9 Uhr an der Abfahrt Lübeck-Moisling in Richtung Norden voll gesperrt bleiben. Grund sind die am Sonntagnachmittag zwischen Moisling und Lübeck-Zentrum festgestellten Hitzeschäden an der Fahrbahn. Wegen der hohen Temperaturen hatten sich Betonplatten ausgedehnt und im Bereich einer Fuge übereinander geschoben. Die Experten der Autobahnmeisterei sprachen von einem „Blow up“.

Die Reparaturen auf den drei Fahrbahnen begannen Montagvormittag – dafür wurde die Autobahn voll gesperrt, die Fahrzeuge stauten sich kilometerlang. „Der Verkehr wurde an der Abfahrt Moisling von der A 1 und durch St. Lorenz Nord auf die Auffahrt Lübeck-Zentrum geführt“, sagte ein Sprecher der Lübecker Polizei. Allerdings konnten die Autofahrer, die aus dem Stadtteil Moisling kamen, weiter die Autobahnausfahrt in Richtung Fehmarn benutzen. Daher kam es im Bereich der Ampelschaltung in Moisling zu zahlreichen illegalen Wendemanövern vieler Autofahrer.

Zwei Fahrbahnen neu asphaltiert

Die Autobahnmeisterei Bald Oldesloe arbeitet mit Hochdruck daran, die A 1 zwischen Moisling und Lübeck-Zentrum wieder flott zu kriegen, teilt der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV.SH) mit. Zunächst wurden am Montag die rechte und die mittlere Fahrspur asphaltiert. „Diese Arbeiten können aus Sicherheitsgründen nur unter Vollsperrung stattfinden“, teilt der LBV.SH mit.

Am Dienstag wird dann die linke Fahrbahn in diesem Bereich präventiv ausgebessert. Der Verkehr fließt währenddessen dort einspurig weiter. „Aller Voraussicht nach werden Dienstagabend alle Fahrbahnen für den Verkehr freigegeben“, sagen die Verantwortlichen der Behörde.

Die A 1 ist in dem voll gesperrten Bereich durchschnittlich mit 70.000 Fahrzeugen am Tag eine der am stärksten belasteten Straßen in Schleswig-Holstein. In den Sommermonaten ist das Fahrbahnmaterial starken Hitzebelastungen ausgesetzt. Das ist in den Planungen im Straßenbau einkalkuliert.

Mehr als 30 Jahre alte Betonplatten

Das Problem, das die Straßenbauexperten hier vorfinden, resultiert aus den mehr als 30 Jahre alten Betonplatten. Die Fahrbahn ist bereits für eine sogenannte „grundhafte Erneuerung“ vorgesehen, die wahrscheinlich im nächsten Jahr erfolgen soll. „Betonfahrbahnen sind im modernen Straßenbau in Deutschland noch immer unter Nachhaltigkeitsaspekten und Langlebigkeit als Goldstandard anzusehen. Betonplatten können gut und gerne 30 Jahre halten“, erklärt der Direktor des LBV.SH, Torsten Conradt. Andere Beläge haben in aller Regel nur eine Haltbarkeit von 15 Jahren.

Die Hitzekontrollen der Fahrbahnen im Land werden standardmäßig ab drei Tagen mit mehr als 25 Grad Celsius vorgenommen. Sie fanden bereits in der gesamten vergangenen Woche zweimal täglich statt, teilt der LBV.SH mit.

Im Lübecker Stadtgebiet kam es am Montag zu langen Staus. Quelle: Holger Kröger

Polizei: Umleitung durch die Stadt gut funktioniert

Die eingerichtete Umleitung durch die Lübecker Innenstadt funktionierte nach Angaben der Polizei gut. „Auf der ausgewiesenen Umleitungsstrecke ist es im Bereich Lübeck St. Lorenz zu keinen größeren Beeinträchtigungen des Verkehrs gekommen. Es herrschte das gewöhnliche Verkehrsaufkommen im Lübecker Berufsverkehr“, sagt Polizeisprecher Ulli Fritz Gerlach. Auf der Autobahnen kam es dagegen zu langen Staus und Wartezeiten.

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