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Nordwestmecklenburg 15 000 Bürger haben die Wahl
Lokales Nordwestmecklenburg 15 000 Bürger haben die Wahl
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16:43 08.03.2019
Amtsmitarbeiter Klaus-Peter Horstmann zeigt eine Grundlage für die Kommunalwahlen im Schönberger Land: das Bundeswahlgesetz. Quelle: Jürgen Lenz
Schönberg

15 000 Bürger im Schönberger Land haben am 26. Mai die Wahl. Sie bestimmen, wer in den nächsten fünf Jahren in den acht amtsangehörigen Kommunen das Sagen hat. Zu besetzen sind 94 Sitze in den Gemeinde- und Stadtvertretungen von Dassow, Grieben, Lüdersdorf, Menzendorf, Roduchelstorf, Selmsdorf, Schönberg und einer neuen Kommune mit der vorläufigen Bezeichnung „Siemz-Niendorf“. Die beiden Gemeindevertretungen haben diesen Namen für die Kommune vorgeschlagen, die aus einer Fusion entsteht. Ob es tatsächlich „Siemz-Niendorf“ wird, das bestimmten am 26. Mai die Wähler. Die Einwohner der bisherigen Gemeinden Groß Siemz und Niendorf können über den Vorschlag mit „Ja“ und mit „Nein“ stimmen.

Bereits fest steht: Trotz des beschlossenen Zusammenschlusses von Groß Siemz und Niendorf wird am 26. Mai sowohl in Niendorf als auch in Groß Siemz ein Wahlbüro öffnen. „An der Zahl der Wahlbüros im Amtsbereich ändert sich nichts“, erläutert Frank Lehmann, leitender Beamter des Amtes Schönberger Land. Auch in Lockwisch wählen die Bürger wieder – obwohl die Kommune seit ihrer Eingemeindung durch Schönberg Anfang des Jahres nicht mehr existiert. Sie wählen am 26. Mai die Schönberger Stadtvertreter und den Bürgermeister mit. Und noch etwas ändert sich durch die Eingemeindung: Die Stadtvertretung hat in der nächsten Wahlperiode zwei Mitglieder mehr als bisher: 18 plus Bürgermeister.

Frank Lenschow (53) ist seit 25 Jahren Bürgermeister in Grieben. Quelle: Jürgen Lenz

Sieben Sitze sind in der politischen Vertretung der kleinsten Gemeinde zu besetzen, in Grieben. Hier tritt mit Frank Lenschow der dienstälteste Kommunalpolitiker im Schönberger Land erneut an. Ehrenamtlicher Bürgermeister ist der Parteilose seit 25 Jahren, Amtsvorsteher seit 27 Jahren. Der 53-Jährige erklärt, Grieben wolle eigenständig bleiben und dafür kämpfen. Das Dorfleben solle erhalten werden. Der Zusammenhalt sei gut. Warum kandidiert er erneut für den Bürgermeisterposten? „Ich möchte mich nach wie vor für die Gemeinde einsetzen und es macht Spaß.“

Auch Anke Goerke (58), Bürgermeisterin in der Nachbargemeinde Menzendorf, kündigt an, dass wieder antritt. 2001 wurde sie erstmals gewählt.

Die bisherigen Bürgermeister von Niendorf und Groß Siemz kündigten dagegen auf Anfrage an, dass sie nicht für das höchste politische Amt in der künftigen Gemeinde mit dem vorläufigen Namen „Siemz-Niendorf“ zur Verfügung stehen. Die Niendorfer Bürgermeisterin Marianne Bentin (CDU) erläuterte: „Ich hätte Lust, aber mit 75 sollte man aufhören.“

Die Niendorfer Bürgermeisterin Marianne Bentin und der Groß Siemzer Bürgermeister Rainer Berger (2. v. r.) unterschrieben 2018 den Fusionsvertrag. Für den Bürgermeisterposten kandidieren sie nicht wieder. Quelle: Jürgen Lenz

Vorschläge für alle Kommunalwahlen im Schönberger Land können bis 12. März um 16 Uhr in der Amtsverwaltung eingereicht werden. Hauptverantwortlich für die Organisation ist Klaus-Peter Horstmann. Bei ihm kann sich auch melden, wer Wahlhelfer sein will. Noch werden Freiwillige gesucht. Zu erreichen ist Klaus-Peter Horstmann unter der Telefonnummer 038828/3301101 sowie per E-Mail unter wahl@schoenberger-land.de

Jürgen Lenz

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